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Kursfahrten 2008 - Studienfahrt nach Berlin

von Sabrina Ditter, Svenja Kallweit, Melissa Ganslandt


Wenn Herr Zwiefka eine Kursfahrt plant, dann wird es spannend. Angefangen hatte alles mit einem Programm, genauer gesagt mit Planungsvorschlägen, die unter anderem Sätze wie den folgenden enthielten: „Ein Referent - man muss immer wieder aufpassen, wie man einen Menschen nennt, der durch das Reichstagsgebäude führt – wird uns alles hübsch erklären.“

Am Morgen der Kursfahrt waren zur Überraschung der Lehrkräfte alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer um Punkt 7 Uhr im Bus, sodass die Fahrt beginnen konnte. Nach fünf Stunden erreichten wir ECONTEL, ein Hotel, das unwissentlich zwei weitere, vom Deutsch-LK völlig unabhängige Staberger Kurse beherbergte. So kam es, dass wir jeden Morgen sehr bekannte Gesichter beim Frühstück antrafen. Uns erwartete außerdem (Originalzitat) „Eine (…) bildungsgeschwängerte Woche im urbanen Zentrum Deutschlands“ – gemeint war offensichtlich: Party in Berlin.

Am ersten Tag in Berlin gab es für den Kurs eine StadtrundFAHRT mit anschließendem StadtrundGANG. Nach der gemütlichen Stradtrundfahrt erwartete uns eine sehr fragwürdige ehemalige Achitektin, welche nicht müde wurde, uns während des Stadtrundgangs jedes Gebäude Berlins zu erläutern. Logischerweise hatte das viele Laufen zur Folge, dass viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kurses das Brandenburger Tor mit Blasen an den Füßen erreichten. Zum Glück konnten wir Herrn Zwiefka davon überzeugen, dass für heute genug marschiert worden war und er ging daraufhin auf eigene Faust Berlin erkunden. Auch unseren Kurs verschlug es anschließend in die verschiedensten Richtungen. Nach langen Einkäufen oder Restaurantbesuchen trieb es die einen in Strandbars, andere in Karaokebars oder Diskotheken. Berlins Nachtleben hatte für jeden etwas zu bieten, was im Nachhinein dazu führte, dass die Wenigstens den Weg zurück ins Hotel vor dem Morgengrauen fanden. Was bei einigen daran lag, dass in Berlin nicht wie gedacht die ganze Nacht lang U-Bahnen fahren, und so alternative Mödlichkeiten gefunden werden mussten, nach Hause zu kommen.

Umso schwerer fiel es uns, morgens die Betten wieder zu verlassen, mussten wir doch von einem „Referenten“ durch den Bundestag geführt werden. Auch vor diesem konnte der Kurs seine Müdigkeit nicht verbergen, worauf hin dieser seine Erläuterungen mit den Worten: „Ich fasse mich lieber kurz, es scheinen doch viele sehr erschöpft zu sein.“ beendete. Pflichtprogramm danach war ein Besuch in einem Museum unserer Wahl. Wie jeden Abend konnten sich dann die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unseres Kurses frei in Berlin bewegen, was einige mehr und einige weniger taten. Beweise dafür fand man morgens unter ihren Augen.

Mit Hilfe von Herrn Zwiefka gelang es uns am Donnerstag – nach einiger Zeit und über einige Umwege – das Schloss Cecilienhof in Potsdam zu erreichen, wo eine weitere „Referentin“ auf uns wartete und uns innerhalb weniger Minuten in gewohnter Routine durch das Gebäude hetzte. Was wir dort an Zeit sparten, gewannen wir, um Potsdam auf eigene Faust erkunden zu können. Schloss Sanssoucis, als nächstes Ziel, erreichten dann allerdings nur wenige pünktlich, da niemand den Schlosspark so riesig eingeschätzt hatte. Nachdem auch die letzten eintrafen, und sich von dem Gratis-Bionadewagen losreißen konnten, wurden wir von einer freundlichen, motivierten Frau durch die vielen prunkvollen Räume und einen Teil des bereits erkundeten Parks geführt.

Jedoch neigt sich auch die beste Kursfahrt mal dem Ende zu: Den letzten Abend wollten wir mit einem Kursabend in einem Hinterhof Restaurant ausklingen lassen, das Herr Zwiefka und Frau Schmelcher entdeckt hatten. Nachdem einige Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer erhebliche Schwierigkeiten hatten, den Treffpunkt rechtzeitig zu erreichen und auch die Kontaktaufnahme sich als ein echtes Hindernis entpuppte, erreichten doch alle, ein Paar sogar im Kurs-T-shirt, das Restaurant und wir konnten den letzten Abend mit Pizza und Pasta enden lassen. Noch ein letzter Diskobesuch und dann war die Kursfahrt auch schon vorbei.

Am nächsten Morgen fiel der Abschied von Berlin schon irgendwie schwer, schließlich hatte der Aufenthalt in der Hauptstadt unseren Kurs ein wenig mehr zusammengeschweißt. Mit schlafenden Schülerinnen und Schülern fuhr unser Bus dann zurück Richtung Heimat.