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Kursfahrten 2008 - "Ey Leute, wir waren in der Toskana"

von Franziska Tuchtenhagen und Eric Jensen


Vom 15.08.2008 bis 23.08.2008 fuhren der Mathe-LK von Frau Breitkopf (ZGL) und der Bio-LK von Herrn Haferberger (GSG) auf die fächerübergreifende Studienfahrt nach Montecatini Terme, von wo aus mehrere Tagesausflüge starteten. Wie von Frau Breitkopf versprochen, wurde die Kursfahrt kein erholsamer Urlaub, sondern ein knallhartes Kulturprogramm.

Dies zeigte sich bereits bei der Anreise. Als wir am Samstag nach 14 Stunden Fahrt „ankamen“, freute sich bereits Pisa darauf, von uns erkundet zu werden. Das erste „Typische“ was wir von Italien sahen, waren die „Looky-looky-Männer“. Diese Händler begleiteten uns die ganze Woche und während ein großer Teil der Gruppe versuchte, die Aufdringlichkeiten abzuwimmeln, zog ein winziger Part sie immer und immer wieder an.

Mit dem Bus ging es dann am Nachmittag weiter in das ersehnte Hotel und alle freuten sich auf eine kalte Dusche und ein weiches Bett *träum, träum: Buffet, Swimmingpool, Liegestühle, Einzelzimmer…träum, träum* Doch dann kam die Realität: wir wurden von einem typischen Kursfahrthotel im italienischen Stil erwartet. Mit einer Sperrzeit von 23:30 Uhr ging unser erster Tag in der Toskana zu Ende.

Nach einem „ausgiebigen“ Frühstück ging es mit dem Bus zu einem Parkplatz unterhalb von Siena, von dem aus wir zu Fuß mit Breitkopfgeschwindigkeit in die typisch mittelalterliche Stadt gelangten. Den Rest des Tages konnten wir in kleinen Gruppen das Flair der Stadt erkunden. Laut Schülerumfrage hat Siena uns so gut gefallen, dass es in unserem Ranking „Interessanteste Städte der gesamten Kursfahrt“ auf Platz 1 gelandet ist. Völlig ausgelaugt ging es zurück zum Hotel, von wo aus manche von uns die Chance ergriffen und bis 00:30 Uhr (großzügig verlängerte Sperrzeit) unseren Kurort näher kennen zu lernen (Geschäfte, Bars, Seilbahn, …).

Der nächste Vormittag war für die zwei Souvenirshops in Carrara reserviert. Bereits auf der serpentinenreichen Hinfahrt (mit ersten Ausfällen) kam es zu fahrtechnischen Problemen, da unser Busfahrer nie im Mathe-LK war und deswegen folgende Formel aufstellte: 13m absolute Buslänge = 10,5m relativ zugelassene Buslänge (mehr wäre zum Befahren der Strecke also eigentlich nicht möglich). Dieser kleine Denkfehler brachte uns in den Genuss einer 20minütigen „Serpentinenrückwärtsfahrt“. Abschließend lässt sich zu Carrara sagen: „Das war für’n …“, (Zitat Herr Haferberger).
Glücklicherweise ging es am Nachmittag zu unserem lang ersehnten Strandaufenthalt!!!

Eine Abkühlung im Meer konnten wir leider nicht genießen, denn die gefühlte Wassertemperatur war genau so hoch wie die der Luft. Dennoch wurde die Stimmung mit Gitarrenspiel und Gesang weiter angeheizt und all der überflüssige Bewegungsdrang wurde in Sport umgesetzt. Dabei lieferten sich die beiden Lk’s einen erbitterten Kampf im Wasserrugby (ein genaues Ergebnis konnte nicht festgestellt werden) bis wir mit einer dicken Salzkruste zurück ins Hotel fuhren.

Am Dienstag ging es ins „Leonardo da Vinci Museum“ mit Führung, denn nicht nur Kultur, sondern auch Geschichte und besonders Mathe standen auf unserem Lehrplan. Leider kam der mathematisch-physikalische Teil unserer Führung zu kurz, so dass unsere Technikcracks nicht auf ihre Kosten kamen. Jedoch tröstete uns der Ausblick vom Museumsdach sehr, denn eine atemberaubende – fast bilderbuchmäßige – Landschaft wurde uns präsentiert. Von dort aus konnten wir alle typischen Merkmale der Toskana sehen: eine hügelige Landschaft, die sich besonders durch die vielen Pinien, Säulenzypressen, Olivenbäume und Weinreben auszeichnete.

Nach dem Abendessen ging es dann noch einmal los. Um eine typisch mittelalterliche Stadt bei Nacht zu erleben, fuhren wir alle gemeinsam nach Lucca. Dort verbrachten wir wieder in kleineren Gruppen den Abend. Manche von uns in Bars, andere auf dem Spielplatz oder was sie sonst noch so zur Belustigung fanden. Damit konnte sich Lucca Position 5 in unserem Ranking sichern.

Am fünften Tag machten wir einen Kurztrip nach San Gimignano, um danach wieder den Strandnachmittag genießen zu dürfen. San Gimignano ist weltbekannt für seine Geschlechtertürme. Wenn man sich die Mühe gemacht hat, die vielen Stufen empor zu steigen, hatte man einen schönen Blick auf San Gimignano und sein Umland. Außerdem begeisterten uns die zahlreichen Foltermuseen und die italienischen Souvenirshops. Insgesamt waren wir so begeistert, dass San Gimignano Platz 2 unseres Rankings erreichte.

Wie schon erwähnt verbrachten wir dann unseren zweiten und letzten Strandnachmittag mit viel Sonne und Spaß. An diesem Tag kam auch endlich der Bio-LK auf seine Kosten. So schienen alle Schülerinnen und Schülker sehr interessiert, als Herr Günnigmann eine Qualle aus dem Wasser hievte und eine kleine Biostunde abhielt.

Am Donnerstag und Freitag folgten dann (laut unserem Ranking) zwei weitere Highlights unserer Kursfahrt. Florenz überzeugte uns so sehr, dass es auf Platz 3 landete. In Florenz hatten wir wieder zwei Stadtführerinnen, die uns eine tolle Panoramaansicht von Florenz zeigten und uns dann zu den Sehenswürdigkeiten führten. Anschließend hatte man die Wahl in der bisher größten Stadt schön shoppen zu gehen oder das Kulturprogramm mit einer Vielzahl von Möglichkeiten zu erweitern, da Florenz nicht nur für die Mode, sondern auch für seine vielen Kunstwerke bekannt ist. Wieder im Hotel hieß es dann Koffer packen und letzte Vorbereitungen für die bevorstehende Abfahrt am nächsten Morgen treffen.



Am nächsten und letzten Morgen in der Toskana, checkten wir dann auch bereits früh aus unserem Hotel aus, um auf dem Rückweg noch einen „kurzen“ Zwischenstopp in Verona einzulegen. In Verona bot sich dann ebenfalls die Möglichkeit viel und (wie in Italien üblich) teuer einzukaufen. Natürlich waren auch hier wieder zahlreiche Sehenswürdigkeiten, die einen Besuch wert waren bzw. bei denen es sich gelohnt hat, sie einfach von außen zu bestaunen (Bsp.: Amphitheater).

Endlich geschafft ;-)!!! Nach 9 ½ Stunden Aufenthalt ging es erschöpft wieder Richtung Lüdenscheid. Die Stimmung im Bus machte vorerst jedoch nicht diesen Eindruck. Auf Wunsch der Lehrer wurden im vorderen Busteil noch ein paar „Partyknaller“ angestimmt. Danach wurde es auch im vorderen Busteil wieder ruhiger und alle versuchten den fehlenden Schlaf dieser Woche nachzuholen.

Kurz vor Lüdenscheid war es dann soweit: die große Verabschiedung nahte! Begeistert von der Kursfahrt bedankte sich jeder noch einmal bei seinen Mitfahrerinnen und Mitfahrern für die schöne Woche oder die tolle Organisation mithilfe der Busfahrer. Als wir dann die Bushaltestelle vor der Schule erreichten, wurden wir nicht nur von unseren Lieben in Empfang genommen, sondern auch von unserem typischen Lüdenscheider Wetter *Kälte-Regen-Wind*.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Kursfahrt zwar anstrengend, aber dennoch sehr gelungen war. Dazu trugen auch die Schüler des Erdkundekurses von Herrn Haferberger bei, die uns in jeder Stadt mithilfe eines kurzen Referats einen ersten Eindruck gaben und selbstverständlich auch Teresa, die für uns alle viele Sprachprobleme löste.