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Erstes Smart-Board am Geschwister-Scholl-Gymnasium

LN v. 05.12.08 - Echte Frösche müssen schon seit einigen Jahren ihr Leben nicht mehr im Biologie-Unterricht lassen. Am Geschwister-Scholl-Gymnasium können sie jetzt wieder seziert werden - allerdings rein virtuell.

Die Schule hat im Bio-Raum neuerdings ein Smart-Board. Auf der interaktiven weißen Tafel kann, wie auf einem Touch-Pad, geschrieben und sogar ein Frosch aufgeschnitten werden. Biologielehrer Michael Haferberger zeigte, dass er Arbeitsvorlagen und Grafiken aufrufen, einzelne Teile ausschneiden und mit dem Stift Besonderheiten markieren kann. "Es ist wie eine große Tafel, nur dass das Tafelbild nachher nicht weggewischt wird, sondern gespeichert und den Schülern als Arbeitsmaterial zur Verfügung steht", erklärte der Lehrer.

Gefährliche Experimente in Chemie können mit der angeschlossenen Kamera direkt auf das Smart-Board übertragen werden. "Die Schüler müssen nicht mehr um den Tisch herum stehen", sagte Haferberger. Die Lehrer können damit nicht nur Themen präsentieren, sondern auch Arbeitsschritte verdeutlichen, Prozesse darstellen, Statistiken erstellen, Daten speichern und den Schülern zur Verfügung stellen. Außerdem können die Lehrer über den mit dem Smart-Board verbundenen DVD-Player auch Filme auf der 1,20 mal 1,80 Meter großen Oberfläche zeigen. Jeder Schüler und Lehrer kann sich das Programm herunterladen und zuhause mit einer Maus - wie an der Tafel - mit den verschiedenen Werkzeugen und Arbeitsmaterialien arbeiten.

Das Smart-Board kostete 6000 Euro inklusive Software. Den größten Teil des Geldes hat der Förderverein bereit gestellt, außerdem haben das Kunststoff-Institut Lüdenscheid und ein Industrieller, der nicht genannt werden will, das Board finanziert. "Wir sind stolz und begeistert, dass wir so etwas Neues und Innovatives anschaffen konnten", sagte Beate Hoffmeister, Vorsitzende des Fördervereins.

Das Smart-Board konnte im Geschwister-Scholl-Gymnasium allerdings nicht direkt an die Wand montiert, sondern musste in einer Ecke des Raumes angebracht werden. "Außerdem wollten wir das Board höhenverstellbar haben, damit die kleineren Fünftklässler auch daran arbeiten können ", erklärte Michael Haferberger. Dietmar Wacker von der "Tischlerei 24" unterstützte die Schule, indem er die Montage des Smart-Boards übernahm.