Zurück

Koffer für Hans-Henning Langkitsch

WR v. 01.07.09 - „Er wollte keine Verabschiedung. Wir aber schon.” Das Kollegium des Geschwister-Scholl-Gymnasiums hatte so einiges vorbereitet, bevor sich Hans-Henning Langkitsch, stellvertretender Schulleiter, in den Ruhestand begeben durfte.

 

In der Cafeteria der Schule hatte sich die gesamte Lehrerschaft, ehemalige Kollegen und auch Eltern versammelt. Schulleiterin Antje Malycha fiel es sichtlich schwer, ihren Stellvertreter ziehen zu lassen. Ihre Abschiedsrede konnte nicht kurz ausfallen, weil es viel über ihn zu berichten gab: Geboren wurde er 1947 in Lüdenscheid. Sein Abitur machte er 1966 am Zeppelin-Gymnasium. Am Scholl – genauer in der Aula – lernte er auch seine Frau kennen: Damals war das Zepp eine Jungen-, das Scholl eine Mädchenschule. Allerdings standen beide in einem Singspiel auf der Bühne der Aula. Geheiratet wurde 1972 und das Paar hat zwei Töchter. Langkitsch studierte Physik und Mathematik in Münster. Nach seiner Referendarszeit begann er 1976 am Geschwister-Scholl-Gymnasium. Am 1. August 1988 wurde er stellvertretender Schulleiter.

Bescheiden, überdurchschnittlich engagiert, gewissenhaft, humorvoll, neugierig und offen – das waren nur einige Eigenschaften, die Antje Malycha an ihrem Stellvertreter besonders schätzt. Er habe sich schon früh für die individuelle Förderung eingesetzt. Ein anschauliche und unterstützung des Lehrstoffes lag ihm besonders am Herzen. Sie hob auch hervor, dass Langkitsch neben seinem schulischen Engagement auch die Musik schätzt. Aus diesem Grund wartete auch eine Überraschung auf Hans-Henning Langkitsch: Lehrer und Schüler hatten in der Aula ein kleines musikalisches Programm vorbereitet.

Für Langkitsch gab es zum Abschluss noch einen Koffer. Weil er jetzt genug Zeit für seine Reiselust hat.