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Iter Romanum

Romfahrt der Jgst. 10 und 11 vom 24. - 29.06.2009

1.Tag: Mittwoch

Wir trafen uns um ca. 8 Uhr am Bahnhof Rummenohl. Als die Gruppe komplett war, fuhren wir los in Richtung Sonne,wobei wir zuerst Hagen, Wuppertal und anschließend Köln passierten. Es trennten uns nur noch 1 ½  Flugstunden von unserem Reiseziel Rom!
Vorher wurde jedoch der Flughafen erkundet, wobei einige von uns die „Berühmtheit“ Rainer Calmund trafen. Nach dem recht ereignislosen Flug [immerhin wurde unser Kurs zur Überraschung aller vom Flugkapitän persönlich begrüßt], der nur von wenigen Luftlöchern gesät war, kamen wir endlich an.

Nachdem wir unsere Koffer vom Band genommen hatten, fuhren wir ziemlich zügig zu unserer Pension, welche von außen den einfachen italienischen Stil zeigte. Später, nachdem die Koffer abgestellt worden waren, wurde noch fleißig das Viertel erkundet und nach Essensmöglichkeiten Ausschau gehalten. Jedoch wurde es kein langer Ausflug, da alle recht erschöpft von der Reise waren. Man kann aber sagen, dass es ein gelungener Start in eine schöne Woche war.

von Jan Kasperek & Jan Carlo Burkowski

2. Tag: Donnerstag

Nach dem Frühstück um 8 Uhr begaben wir uns das erste Mal in eine italienische Metro, um zum Circus Maximus zu gelangen und dort die andere Gruppe zu treffen. Zusammen gingen wir dorthin, wo früher Gladiatorenkämpfe und Wagenrennen stattfanden. Zu sehen ist heute noch der Grundriss, aber man kann sich vorstellen, wie es früher aussah.

Dann liefen wir zum Colosseum, wo wir nicht lange warten mussten, um einen beeindruckenden Einblick in die römische Freizeit zu bekommen. Dort trafen wir auf vier Gladiatoren in Erwartung ihres nächsten Kampfes.

Nach einer kurzen Pause gingen wir zu Fuß zum Forum Romanum, wo man viele alte Bauwerke, unter anderem die Curia, sehen konnte. Das Forum Romanum war zunächst ein Marktplatz, der später für politische Versammlungen, feierliche Umzüge etc. genutzt wurde und sich so zum Zentrum des Römischen Reiches entwickelte.

Von dort aus gingen wir in den Kerker Mamertinum, das ehemalige Staatsgefängnis Roms. Dort wurden der Legende nach Petrus und Paulus gefangen gehalten.

Über eine steile Treppe gelangten wir zum Capitol, wo man die berühmte Statue der Lupa mit Romulus und Remus sieht. In der Mitte des sternförmig gepflasterten Platzes steht das Reitermonument des Kaisers Marc Aurel.

Nach diesem anstrengenden, aber sehr erfahrungsreichen Tag begaben wir uns zurück in unsere Pension, wo man sich entscheiden konnte, in der Nähe der Spanischen Treppe Essen zu gehen oder den Abend dort ausklingen zu lassen.

von Karina Reinersmann und Michelle Sukup

3. Tag: Freitag

Das Aufstehen fiel schon schwerer. Mit der Linie 40 ging es zum Vatikan. Ein gigantischer Platz mit drei großen Brunnen begrenzt vom Petersdom und etliche Menschen! Nach einer Viertelstunde Fußmarsch erreichten wir das Vatikanische Museum. Lange Schlangen standen davor, aber wir konnten dank einer Voranmeldung einfach an ihnen vorbeigehen. Nach den Sicherheitskontrollen, die ähnlich wie am Flughafen abliefen, gelangten wir in einen kühlen (!) Eingangsbereich. Von dort aus zogen wir zunächst gemeinsam los, aber schon bald bildeten sich kleine Gruppen, die den ägyptischen, römischen und griechischen Teil des riesigen Museums, das selbst schon ein Kunstwerk ist, erkundeten.

Nach scheinbar endlosen, verwinkelten Wegen durch das Museum gelangten wir irgendwann auch in die Sixtinische Kapelle. Leider hat diese zwei Ausgänge und prompt nahmen einige den falschen. Zurücklaufen war jedoch nicht möglich, also drehten manche von uns (mitunter Frau Langenohl) eine Extrarunde, die beinahe schon einem kleinen Marathon gleichkam. So fühlten wir uns danach wohl auch.

Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es weiter zum Petersdom, den einige erst betreten durften, nachdem sie sich etwas mehr bekleidet hatten. Der Dom ist ein imposantes Bauwerk mit wunderschönen lateinischen Inschriften. Er erinnert sogar ein wenig an unseren Kölner Dom.

Danach hatten wir uns eine ausgiebigere Pause verdient, die wir uns mit Pizza und Co vom Takeaway in einem kleinen Park vor der Engelsburg versüßten. Leider hatten wir durch unsere Ehrenrunde im Museum keine Zeit mehr, die Engelsburg zu besichtigen und marschierten gleich weiter zur Piazza Navona, wo die Herrmänner und Langenohlianer sich in getrennten Gruppen Referate anhörten. Von dort aus ging es noch weiter zum Pantheon, ein wirklich beeindruckendes, kreisrundes Gebäude, über das wir noch einen weiteren kleinen Vortrag hörten, ehe wir es besichtigten. Das war das Pflichtprogramm - vollkommen ausgefüllt, anstrengend, aber auch imposant und schön.

Viele kehrten ziemlich erschlagen in die Pension zurück, während andere selbstständig loszogen - zu McDonalds oder wohin auch immer.
Abends kam wieder ein kleiner Teil von uns zusammen, und wir besichtigten gemeinsam den Trevibrunnen bei Nacht. Dieser Brunnen ist ebenso wie viele andere Gebäude von einem sanften Licht erhellt und strahlt eine ungemeine Faszination aus - wie Rom selbst. Eine der beeindruckendsten Städte überhaupt!

von Julia Bracht und Anja Scheveling

4. Tag: Samstag

Besinnlich begrüßte uns der neue Tag auf dem protestantischen Friedhof Roms. Und setze sich so fort bei dem Besuch der San Sebastiano Katakombe vor den Toren Roms, zu der wir ein Stück weit über die Via Appia Antiqua gelangten. Abends konnten wir das Kolosseum im Lichter- und Mondglanz bewundern und einer Aufführung von Shakespeares „Julius Caesar“ in den Ruinen des Augustusforums beiwohnen.

5. Tag: Sonntag

Den Sonntagvormittag verbrachten wir in den Ruinen von Ostia Antica. Im dortigen Theater trugen die 11er Ciceros Hymnus an die Philosophie lateinisch vor. Wir sehen sie hier bei den letzten, vorbereitenden Absprachen.

Während wir vormittags einen Einblick in das römische Alltagsleben vor 2000 Jahren erhielten, konnten wir dasselbe von heute an einem Sonntagnachmittag am Lido di Ostia erleben.

6. Tag: Montag

Der sechste und (leider) auch letzte Tag unserer Romreise begann wie jeden Morgen mit der reizenden Stimme von Frau Sielhorst, welche uns aus den Betten scheuchte. Anschließend machte sich jeder ein kleines Frühstück und wir trafen uns um 9 Uhr vor unserer Pension. Von da ging es dann auch direkt los zur Metro. Nach ein paar Stationen konnten wir dann aber schon wieder aussteigen, denn wir trafen uns an der ,,Pyramide“ mit der Gruppe von Herrn Herrmann. Nachdem sich alle begrüßt hatten und sich über die Ereignisse des letzten Abends ausgetauscht hatten, ging es dann mit dem Zug weiter Richtung Ostia Antica. Von nun an übernahm Daniel das Kommando. Er führte uns durch die Stadt und versorgte uns mit allerlei Informationen rund um die antike Stadt.

Anschließend ging es weiter zum Strand, wo sich alle schon den ganzen Tag auf das kühle Nass freuten. Während die Gruppe von Herrn Herrmann schon um 5 den Strand verließ um sich noch einige Sehenswürdigkeiten anzuschauen, konnten die Langenohler sich noch ein paar Stunden von den anstrengenden Tagen erholen.

Nachdem sich alle den Sand und das Salz abgeduscht hatten und sich fertig gemacht haben, traf man sich um 9 Uhr wieder und es ging zum Essen in ein abgelegenes, aber dennoch sehr schönes und leckeres Restaurant. Als sich alle satt gegessen hatten, gingen die Langenohler noch mit zu den Herrmännern in eine kleine gemütliche Bar, um die erlebnishafte und tolle Woche ausklingen zu lassen. Pünktlich um halb 1 standen wir dann wieder mit Schlafanzug und Zahnbürste im Mund auf der Matte, um uns allen eine Gute Nacht zu wünschen!

von Moritz Bormann und Jan-Niclas Bläring