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Austausch mit Saint-Quentin

Montag, 24. November - Um 9.45 Uhr starteten 26 Schülerinnen und Schüler des Zeppelin- und des Geschwister-Scholl-Gymnasiums in Begleitung von Frau Lafci (ZGL) und Frau Grundke (GSG) zum 29. Mal nach Saint-Quentin. Während in Lüdenscheid der Winter Einzug hielt - bei unserer Abfahrt schneite es gehörig - machten wir uns auf den Weg ins nordfranzösische Saint-Quentin. Nach knapp achtstündiger Reise erreichten wir gegen 16 Uhr unser Ziel, das Collège und Lycée Henri Martin in Saint-Quentin, wo wir nach kurzer Wartezeit mit unseren neuen und alten Austauschpartnern zusammentrafen. Der erste Abend wurde dann zum (Wieder-)Kennenlernen genutzt.

Dienstag, 25. November - An diesem Tag stand zunächst der Unterricht mit unseren Corres auf dem Plan. Danach trafen sich alle Deutschen mit ihren Begleiterinnen und tauschten die ersten Eindrücke aus. Natürlich kam auch der Unterricht – hier insbesondere die Mathematik – nicht zu kurz. Auch wurde die Tagesfahrt nach Paris geplant, die am Donnerstag auf dem Programm stand. So verging der Vormittag wie im Flug. Am Nachmittag besichtigten wir in Begleitung von M. Lefèvre die Papierfabrik La Couronne, deren Produkte (vorwiegend Briefumschläge) man auch bei uns kaufen kann.

Mittwoch, 26. November - Zwischen 8 und 9 Uhr erlebten wir wiederum den Unterricht unserer französischen Freunde mit. Danach erwarteten uns Frau Lafci und Frau Grundke mit weiteren Aufgaben für den Unterricht zuhause. Da an diesem Vormittag die Besichtigung des Rathauses von Saint-Quentin und der Empfang durch den Bürgermeister auf unserem Terminplan standen, hielt sich der Unterricht in Grenzen! Der stellvertretende Bürgermeister führte uns in sehr launiger Art und Weise durch das wunderschöne Rathaus der Stadt und ließ uns auf den Plätzen der Stadträte Platz nehmen. Kurz darauf trafen auch unsere Austauschpartner ein, um ebenfalls am offiziellen Empfang teilzunehmen.

Donnerstag, 27. November - Auf nach Paris! Wir waren alle nicht nur sehr gespannt auf die Hauptstadt Frankreichs, sondern auch ziemlich müde, schließlich mussten wir bereits um 6.45 Uhr am Bahnhof sein! Uns erwartete ein ereignisreicher Tag in der Stadt an der Seine, der mit dem Besuch des Eiffelturms begann. Während Frau Lafci und Frau Grundke versuchten, sich mit einem Kaffee zu wärmen – trotz Sonnenscheins war es bitterkalt – erstürmten wir den Eiffelturm über die Treppen! Danach erkundeten wir die Champs Elysées, den Innenhof des Louvre mit der Pyramide (die Beleuchtung kommt aus Lüdenscheid!) und Notre-Dame de Paris. Letzter Besuchspunkte war das Centre Pompidou und das Hallenviertel, wo wir ausgiebig Gelegenheit hatten, unser Taschengeld in Souvenirs und Ansichtskarten zu investieren. Spannend wurde es noch einmal am Gare du Nord, da sich Frau Grundke auf dem riesigen Gelände falsch orientiert hatte und wir dann im Laufschritt zum richtigen Gleis laufen mussten. Aber wir haben es geschafft! Erschöpft aber fröhlich saßen wir um 17.37 Uhr im Zug nach Saint-Quentin.

Freitag, 28. November - An diesem Tag stand der Sport im Mittelpunkt. In Begleitung von M. Lefèvre wurden wir in das Luftgewehr- und Bogenschießen eingeführt, was uns allen viel Spaß machte. Besonders beeindruckt waren wir von dem Hochleistungsbogen, den der Trainer für das Bogenschießen benutzte, um sein Können zu zeigen. Der Nachmittag stand im Zeichen der Stadtrallye, die leider bei sehr schlechtem Wetter stattfinden musste. Dies hielt uns aber nicht davon ab, alle Aufgaben zu lösen. Am späten Nachmittag hieß es dann für zwei Tage Abschied nehmen, was einigen von uns doch sehr schwer fiel. Das Wochenende verbrachten bis auf Lukas und Linda alle allein in ihren Gastfamilien, die die Zeit nutzten, uns noch mehr von Frankreich zu zeigen.

Montag, 1. Dezember - Die Schule hatte uns wieder und noch einmal hatten wir Gelegenheit, am Unterricht unserer Corres teilzunehmen. Danach erwarteten uns unsere Lehrerinnen und zwischen Aufgaben für den Unterricht in Lüdenscheid und Berichten über das vergangene Wochenende verging der Vormittag wieder einmal wie im Flug. Am Nachmittag stand eine Stadtführung der besonderen Art auf dem Programm. Im Mittelpunkt standen die architektonischen Zeugnisse des Jugendstils, die sich in Saint-Quentin in vielfältiger Weise finden lassen.

Dienstag, 2. Dezember - Auf nach Amiens! An diesem Tag waren auch unsere französischen Austauschschüler mit von der Partie. Zunächst ging es in die Kathedrale von Amiens, deren Geschichte und Aufbau uns von einer sehr kompetenten Führerin näher gebracht wurde. Danach ging es in die Stadt, wo wir die Mittagspause nicht nur dazu nutzten, unsere „pique-nique“ zu verspeisen, sondern auch die zahlreichen Geschäfte unsicher zu machen. Danach fuhren wir in das kleine Dorf Naours, dessen Grotten wir mit Hilfe einer Taschenlampe und eines Lageplans erkundeten. Es war kaum vorstellbar, dass die Bewohner des Dorfes hier oft monatelang ausharrten, um sich vor Feinden in Sicherheit zu bringen. Den letzten Abend unseres Frankreichaufenthaltes verbrachten wir dann mit Koffer packen und Abschied nehmen.

Mittwoch, 3. Dezember - Pünktlich um 8 Uhr traten wir nach zehn Tagen die Rückreise nach Lüdenscheid an. Traurig darüber, dass wir unsere französischen Freunde zurücklassen mussten, freuten wir uns aber schon auf unsere Familien und Freunde zuhause. Die Trennung von unseren neuen Freunden wird ja auch nicht von so langer Dauer sein, schließlich erwarten wir die Franzosen bereits im März 2009 in Lüdenscheid.

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