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Vier Tage Schülerakademie bio-logisch 2008

von Jonas Haldimann (8b)

Nach dem ersten Kennenlernen im Hotel ging es in das Deutsche Museum in Bonn. Dort machten wir sozusagen zum „warm werden“ in kleinen Gruppen einfache Versuche an verschiedenen Stationen. Wir lernten zum Beispiel etwas über Geheimschriften, Indikatorlösungen und Papierchromatographie. Dabei lernte ich einige sehr interessante neue Fakten  kennen. Nach diesen Experimenten konnten wir uns noch das Deutsche Museum anschauen.

Zurück im Hotel gab es nach dem Abendessen ein Kreativprogramm. Wir wurden von einer Schauspiellehrerin besucht und machten einige Übungen, von denen man manchmal gar nicht glaubt, wie schwer sie in Wirklichkeit sind. Wir sollten uns zum Beispiel gleichmäßig im Raum verteilen und uns nur durch Blickkontakt verschiedene Informationen mitteilen. Anschließend haben wir ein Spiel gespielt, bei dem alle Teilnehmer Gegenstände oder Begriffe pantomimisch darstellen durften.

Am nächsten Tag fuhren wir in das „BayLab“, ein Ausbildungslabor der Firma Bayer. Dort beschäftigten wir uns mit DNA Molekülen. Wir begannen zunächst mit dem Isolieren der DNA. Dazu haben wir die DNA aus Zwiebeln und aus Bakterien isoliert. Leider mussten wir die Zwiebeln erst reiben, bevor wir aus ihnen die DNA isolieren konnten. Das war nicht ganz so lustig. Die Bakterien wurden zum Glück nur aus einer Nährlösung heraus zentrifugiert. Zum Schluss konnten wir mithilfe eines Photometers überprüfen, ob wir sauber gearbeitet haben oder ob es viele Verunreinigungen in der von uns extrahierten DNA gibt.

Später beschäftigten wir uns mit dem Schneiden der DNA Moleküle. Dazu nutzten wir verschiedene Enzyme, welche die DNA an verschiedenen Stellen teilten. Diese Enzyme stammen ebenfalls aus Bakterien, die sie nutzten um Viren-DNA zu zerschneiden und damit unschädlich zu machen. Nachdem die Enzyme ihre Arbeit getan hatten, konnten wir die geschnittene DNA einfärben und mittels Elektrophorese die Längen der einzelnen DNA Stücke bestimmen. Wir erhielten dabei das typische Bandenmuster, das man auch aus Kriminalfilmen kennt.
Abends, zurück im Jugendhotel haben wir dann Uno gespielt und den Tag ausklingen lassen.

Am dritten Tag waren wir im Museum Alexander König in Bonn zu Gast. Zuerst haben wir dort einen Vortrag über Artenvielfalt im Regenwald und ein Projekt um diese zu schützen gehört. Anschließend haben wir mithilfe von Bestimmungsschlüsseln Insekten bestimmt. Wir haben außerdem gelernt, anhand der Form von Blumen ihre Bestäuber herauszufinden. Dies gelang uns, indem wir überlegten, welche Art von Mundwerkzeug ein Insekt benötigt, um den Nektar aus der Blüte heraus zu bekommen.

Nachmittags haben wir nach einer kurzen Besichtigung des Anwesens des Herrn Montag, dem Hauptsponsor des Wettbewerbs, eine Führung durch das Museum König bekommen. Dabei wurden uns verschiedene Geräte vorgeführt, wie das Rasterelektronenmikroskop oder das Mikrotom, einem Gerät, welches zum Herstellen von sehr dünnen Schnitten durch Präparate benutzt wird. Auch wurden wir durch das Präparationsatellier geführt, in dem die Präparate für die naturkundliche Ausstellung und die Sammlungen des Museums hergestellt werden. Abends haben wir dann in Gruppen kleine Vorträge vorbereitet, in denen wir beschrieben, was wir in den vergangenen Akademietagen gemacht und erlebt hatten.

Am Mittwoch war die Feierstunde, zu der außer uns Akademieteilnehmern und unseren Eltern und Lehrern noch 30 weitere Kinder kamen. Im Laufe dieser Feierstunde wurden einige statistische Daten dieses Wettbewerbs genannt, sowie Ausschnitte aus den Schülerarbeiten präsentiert. Darauf folgte ein ebenso spaßiger wie interessanter Experimentalvortrag über das Ei. Zum Schluss dieser Feierstunde wurden die Preise an alle verliehen: Die Schüler bekamen ihre Urkunden sowie Buchpreise ausgehändigt und verschiedene Schulen bekamen Sonderpreise. Zum Abschluss der Akademietage gab es nach einem warmen Mittagessen eine Führung durch das Museum Alexander König. Anschließend machten sich alle Schüler wieder auf die Heimreise.