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Sprachreise nach Hastings 2008

von Ludmilla Schemak (8b)

Am 20.09.2008 ging es um 9 Uhr ab dem Scholl mit 45 Schülerinnen und Schülern und mit drei Lehrerinnen und Lehrern nach England. Unser Busfahrer Dieter behielt zum Glück die Nerven, auch wenn die elfstündige Busfahrt vielleicht ein bisschen anstrengend war.

Wir kamen gegen 19 Uhr in Hastings an und wurden dann von den Gastfamilien in Empfang genommen. Zuhause wartete schon das warme und in einigen Fällen auch leckere Abendessen auf uns. Beim Abendessen konnten wir uns dann ein bisschen mit den Gastfamilien unterhalten und sie kennen lernen. Zeit zum Auspacken hatten wir auch und uns wurde sogar erlaubt, am späten Abend noch zu duschen, da wir ja eine lange Reise hatten und uns etwas auffrischen mussten, um am nächsten Morgen gut in den Tag starten zu können.

Am folgenden Tag fuhren wir nach Canterbury, wo wir die Canterbury Tales Exhibition besuchten. Dort wurden uns Geschichten von Geoffrey Chaucer, einem Dichter aus dem mittelalterlichen Canterbury erzählt; jedoch auf besondere Art und Weise, die einem Wachsfigurenkabinett ähnelte. Da wir gutes Wetter hatten, machten wir eine "Boat Tour", wobei uns ein netter und lustiger Engländer von der Geschichte der Stadt und den Gebäuden, die am Fluss lagen, erzählte. Später konnten wir auch durch Canterbury schlendern, shoppen und uns Canterbury Cathedral anschauen und Fotos machen. Schließlich endete ein schöner Tag in Canterbury und wir traten die Rückfahrt nach Hastings an, kamen dann gegen 18.30 Uhr nach Hause und verbrachten den Abend bei den Gastfamilien.

Den nächsten Tag verbrachten wir in Hastings und wurden zunächst von unserer Organisatorin Valerie während einer einstündigen Stadtbesichtigung durch die kleine, historische Altstadt von Hastings geführt, wobei sie uns viele wichtige Gebäude zeigte und uns alles über die historische Bedeutung Hastings erzählte! Am spannendsten waren die Schmugglergeschichten und die Gruselgeschichten von der Katze, die bei lebendigem Leibe in dem Kaminschacht einer englischen Kneipe eingemauert worden war, um Geister zu vertreiben!

Später besuchten wir Hastings Castle, in dessen Ruinen uns ein Film über die Eroberung von England im Jahre 1066 gezeigt wurde, und die Smugglers’ Caves (eine "Ausstellung" über das Leben der Schmuggler von Hastings, die sich in genau jenen Felshöhlen befindet, die früher zum Aufbewahren von Schmugglerware genutzt wurden); dabei wurden natürlich gaaanz viele Fotos zur Erinnerung geschossen.

Nach dem Besuch des Smugglers’ Adventure gingen wir nachmittags zum Sprachunterricht, wo wir in drei Gruppen von drei Lehrern (jede Gruppe bekam jeweils einen Lehrer, danach wurde pro Stunde getauscht) drei Stunden lang unterrichtet wurden. Gegen 18 Uhr waren wir wieder zu Hause und bekamen unser englisches Dinner aufgetischt.

Am nächsten Tag freuten wir uns auf London. Morgens um 8 Uhr wurden wir an den verschiedenen Treffpunkten von dem Bus eingesammelt und traten die Fahrt nach London an. Erst besuchten wir in Greenwich das Royal Observatory, denn dort liegt ja der bekannte 0. Längengrad. Danach machten wir eine einstündige Themsefahrt von Greenwich zu den Parlamentsgebäuden in Westminster, bei der viel bestaunt und gesehen wurde. Zum Beispiel sahen wir viele Sehenswürdigkeiten Londons vom Schiff aus, wie die London Bridge und auch die Tower Bridge, und natürlich auch den Tower. Nachdem wir mit dem Schiff in Westminster angekommen waren, trauten wir uns auf das London Eye, das wohl bekannteste Riesenrad mit 135 m Höhe; kein Wunder, dass es wohl bei den meisten ein bisschen Überwindung gekostet hatte, auf das Riesenrad zu gehen! Schließlich konnten ALLE den schönen Ausblick auf fast ganz London genießen. Man konnte von dort oben z.B. den Big Ben, die Westminster Abbey oder auch das Globe Theatre sehen bzw. bestaunen.

Nach dieser aufregenden Aktion waren wir zunächst noch in der Tate Modern Gallery und hatten dann noch in Covent Garden Freizeit, um in den Markthallen shoppen zu gehen. Danach sind wir noch zu Fuß über den Leicester Square, dem Kino- und Theaterviertel, zum Piccadilly Circus gelaufen, wo wir die großen Leuchtreklametafeln bestaunten. Von da aus sind wir noch zum Trafalgar Square gelaufen, wo man Lord Nelson und die vielen Löwenstatuen betrachten konnte. Dann ging es auch schon wieder zum Themseufer, um mit dem Bus nach Hastings zu fahren, wo wir dann gegen 21 Uhr ankamen und förmlich in unsere Betten fielen.

Am nächsten Tag hieß es wieder früh aufstehen und ab nach Rye, einer kleinen, mittelalterlichen Stadt, in der wir das Heritage Centre besuchten und uns die Geschichte des Städtchens anhand eines „interaktiven“ Stadtmodells erzählt wurde. Anschließend konnten wir durch Rye spazieren gehen und uns die Häuser, die wir zuvor im Town Model gesehen hatten, ansehen, z.B. das uralte ehemalige Gymnasium und die von einem Friedhof umgebene Kirche.

Nach der Rückfahrt besuchten wir in Hastings das Blue Reef Aquarium mit vielen interessanten Fischen. Anschließend hatten wir wieder Unterricht von 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr, den restlichen Abend verbrachten wir bei den Familien.

Am vorletzten Tag unserer Englandtour hatten wir ausnahmsweise morgens unseren Sprachunterricht. Unser letzter Ausflug vor der Rückkehr fand am Nachmittag nach Eastbourne statt, wo wir auf der Eastbourne Pier, einer sehr langen Pier mit Läden, Cafes und Vergnügungscasinos, spazieren gehen und Fotos machen konnten. Danach gingen wir in das Museum of Shops, wo wir anhand von historischen Alltagswaren sehen konnten, wie die Briten in den letzten hundert Jahren gelebt haben, und dann hatten wir auch genug Freizeit in Eastbourne, um einkaufen zu gehen oder um uns einfach nur am Strand hinzusetzen oder dort Fußball zu spielen, um das für England außergewöhnlich gute Wetter zu genießen.

Den letzten Abend verbrachten wir natürlich bei den Gastfamilien ganz ruhig und entspannt, erzählten uns noch einmal von den Ereignissen der Woche und packten natürlich unsere Sachen zusammen, da wir am nächsten Morgen keine Zeit mehr dafür hatten und früh aufbrechen mussten.

Am letzten Tag brachte uns unsere Gastmutter zum Treffpunkt, und nachdem wir uns bei ihr verabschiedet und bedankt hatten, fuhren wir auch schon los nach Dover. In Dover angekommen, hatten wir noch Zeit, bis die Fähre abfuhr, also beschlossen wir, uns das Dover Castle und die White Cliffs anzusehen. Natürlich wurden dort wie bei allen anderen Ausflügen viele Fotos geschossen.

Schließlich fuhr dann unser Bus im Hafen, den man von den Aussichtsplattformen von Dover Castle sehen konnte (im Zweiten Weltkrieg standen dort die Flakgeschütze) auf die Fähre. Wir freuten uns natürlich auf zu Hause und nach einer langen Rückfahrt (mit ebenso langen Staus!) kamen wir gegen 23 Uhr wieder am Scholl an.

Wir bedanken uns für die tolle Englandwoche, nicht nur bei dem guten, sonnigen Wetter, sondern auch bei Frau Johannvordersielhorst, Herrn Daßler und Frau Schmidt!!