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Sechswöchiger Austausch mit Amiens (Frankreich)

von Frederike Honsberg und Maike Schulte

 

Inspiriert von Erfahrungsberichten unserer Mitschülerinnen und Mitschüler, die schon einmal an diesem sechswöchigen Austausch mit dem Lycée La Hotoie in Amiens teilgenommen haben, fiel es uns nicht schwer uns für diesen Austausch mit unserem Nachbarland Frankreich zu entscheiden. Unsere Motivation bestand hauptsächlich darin, unsere Sprachkenntnisse in Französisch zu erweitern und die französische Kultur besser kennen zu lernen. Auch lag ein gewisser Reiz darin, sich sechs Wochen lang alleine in einem fremden Land zurechtfinden zu müssen. Und so brachen wir am 22. Februar 2010 mit vier weiteren Interessentinnen, begleitet von Herrn Nyenhuis und Frau Klingbeil (ZGL) und mehr als ausreichend Gepäck auf ins „Abenteuer Ausland“.

Die Spannung stieg mit wachsender Kilometerzahl, ebenso wie die Frage wie wir wohl bei unseren Gastfamilien aufgenommen würden. Am späten Nachmittag kamen wir dann endlich an und wurden von unseren Austauschpartnerinnen („Corres“) herzlich empfangen. Direkt im Anschluss gingen wir in unsere Familien, wo wir die einzelnen Familienmitglieder kennen lernten, die uns alle sehr offen und nett empfingen. Nur für Angelina hieß es erst mal „ab ins Internat“.

Der nächste Tag stand bevor und begann mit einem netten Willkommensfrühstück in der schuleigenen Kantine mit dem Schuldirektor und Mme Couaillet, unserer französischen Ansprechpartnerin. Dann bekamen wir uns unsere Stundenpläne ausgehändigt und der von nun an französische Schulalltag konnte beginnen. Schnell lebten wir uns in unseren Schulklassen ein und machten viele neue Bekanntschaften. Mittags gingen wir dann erneut in die Kantine, wo wir die französischen Gourmets genießen durften. Anschließend begann der Unterricht wieder, der manchmal auch bis in die frühen Abendstunden andauerte.

Je nach Schulschluss gingen wir Nachmittags öfter in die Stadt, den Park oder ins Kino. Nach zwei Wochen konnte uns auch Alexandra begleiten, die ihren Austausch in einer etwas verkürzten Fassung antrat.

Jeden Dienstag trafen wir uns mit Mme Couaillet, die unter anderem einen Ausflug in die beeindruckende Stadt Lille organisierte. Hier wurde uns durch eine interessante Stadtführung die Geschichte der Stadt nähergebracht. Im Anschluss daran hatten wir noch etwas freie Zeit zur Verfügung, um uns in der Stadt umzusehen und private Einkäufe zu erledigen.

Auch mit unseren Gastfamilien unternahmen wir Ausflüge wie zum Beispiel nach Paris oder ans nahe gelegene Meer. Da wir hierbei fast ausschließlich französisch sprachen, merkten wir schon bald, dass uns das Verstehen und Anwenden der wohlklingenden französischen Sprache viel leichter fiel, als noch am Anfang.

Diese erfahrungsreichen Wochen gingen leider viel zu schnell vorbei und so war es schon bald Zeit zum Abschied nehmen. Dies fiel uns ziemlich schwer, da wir uns in der Zeit gut in den Familien und auch in der Schule eingelebt und an alles gewöhnt haben. Doch wir freuen uns schon sehr auf das Wiedersehen im Mai, wo unsere „Corres“ dann Ihren Gegenbesuch in Deutschland starten.

Die Resultate unserer Reise werden wir im Französischunterricht hoffentlich weiterhin merken und anwenden können und unsere Erfahrungen und Erinnerungen an diese schöne Zeit werden uns ein Leben lang begleiten.