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Skifahrt der 9. Klassen ins Zillertal

von Laura Wiebe und Annika Bracht (9c)

Alles begann an einem Freitagabend um 21 Uhr 30 am Geschwister-Scholl-Gymasium. Die Masse aus Schülern, Eltern, Lehrern und Koffern versammelte sich, um endlich zu der lang erwarteten Skifahrt ins Zillertal aufzubrechen. Aufgeregte Schüler wuselten durch die zwei Busse, verabschiedeten sich von ihren Eltern, von ihren Geschwistern und warteten darauf aufzubrechen.

Schließlich machten wir es uns in unseren Bussen gemütlich und begannen die lange Fahrt. Nach einigen Stunden verflog die anfängliche Unruhe und allmählich machte sich allgemeine Müdigkeit breit. Nach einer mehr oder weniger durchwachten Nacht erreichten wir Samstag gegen sieben Uhr endlich den Finsinger Hof in Uderns und warteten darauf, unsere Zimmer beziehen zu dürfen.Nach einem kleinen Frühstück und noch etwas Wartezeit durften wir dann unsere Zimmer beziehen.

Anschließend fuhren wir in kleinen Grüppchen zum Skiverleih, wo dann zügig unsere Skier, Schuhe und Helme ausgesucht wurden. Wieder zurück in der Herberge begann ein Tag, dessen Stunden gefühlte 120 Minuten hatten, die wir mit schlafen, duschen, auspacken, fernsehen oder einigen ersten Umgebungserkundungen verbrachten. Andere hingegen füllten sofort ihren Süßigkeitenvorrat bei Hofer wieder auf. Nach dem Abendessen um 18:00 Uhr gab es noch eine kleine Vorbesprechung für den folgenden Tag auf der Piste.

Sonntagmorgen hieß es schon um 6 Uhr “Aufstehen!” Nach dem Frühstück kämpfte sich jeder zu seinen Skischuhen durch und ging mit Skiern und Stöcken beladen zum Bus nach Fügen, wo kuscheln angesagt war, denn mit dem ganzen Jahrgang und Skiern wurde es etwas eng. Von der Talstation aus fuhren wir dann mit den Gondeln hoch zur Bergstation und bekamen einen ersten Eindruck von der Talabfahrt. Oben angekommen wärmten wir uns klassenweise etwas auf und fuhren dann mit dem Jahrgang, der in “Anfänger” und “Fortgeschrittene”, die dann alleine fuhren, eingeteilt war den “Idiotenhügel” runter zu einigen ersten Fahrübungen. Ab und zu ließ sich sogar die Sonne blicken. Gegen zwölf Uhr fuhren wir dann wieder zur Bergstation zum Mittagessen.
Nach der Pause trauten wir uns sogar schon auf blaue Pisten und fuhren diese mehr oder weniger gut hinunter. Um zwei Uhr war der erste Skitag dann auch schon vorbei und wir fuhren mit den Gondeln wieder hinunter und warteten auf den Bus, der uns zurück zur Herberge brachte.

Den Sonntagnachmittag und Abend verbrachten wir wieder ruhig und genossen unsere Freizeit.

Der Montagmorgen verlief ähnlich. Die Beschwerden über Muskelkater hielten sich in Grenzen und spätestens auf der Piste waren auch die kleinen Schmerzen vergessen.
Wir wurden in kleinere Gruppen eingeteilt, mit denen wir dann die ganze restliche Woche fahren würden. Schon auf den ersten Pisten bemerkte man eine enorme Verbesserung zum ersten Tag und die Pisten wurden immer schwerer. Nach der Mittagspause wagten wir uns dann sogar auf eine längere Piste. Wieder fuhren wir gegen vier Uhr mit dem Bus zurück zur Herberge, leider nicht alle unverletzt.

Dieser Abend verlief etwas anders. Es war einer von drei Klassenabenden. Wir vergnügten uns mit einem von der 9a gestalteten Fernseh-Medley. Es gab Herzblatt, Germany’s Next Topmodel und Let’s Dance und vieles mehr, bei denen vor allem die Lehrer als Opfer sehr beliebt waren.

Am Dienstag hieß es dann ein wenig “Ausschlafen”, da wir erst um 10:00 Uhr auf dem Weg zur Piste waren, da dieser Tag nach einer Studie, der verletzungsgefährdetste Tag ist. Schließlich wagten wir uns sogar schon auf schwarze Pisten und erkundeten das Skigebiet weiter. Wieder hatten wir den Nachmittag und den Abend für uns. Wir nutzten die Freizeit unterschiedlich: Einige gingen wieder zum Hofer, andere fanden sich im Gemeinschaftsraum zusammen zum fernsehen oder um Spiele zu spielen, wieder andere blieben auf ihren Zimmern und vertrieben sich dort die Zeit.

Mittwoch war endlich richtig gutes Wetter, der Himmel war strahlend blau und der Schnee glitzerte in der Sonne. Wir waren selbst erstaunt darüber, wie sehr wir uns in den drei Tagen schon verbessert hatten. Dann erkundeten wir sogar das Hochfügener Skigebiet und fuhren dort mit schwarzen und roten Pisten die Talabfahrt hinunter.

An diesem Abend war schließlich der zweite Klassenabend: Die 9b bereitete einen Lehrer vs. Schüler- Wettkampf vor mit Spielen wie Twister, Musikquiz und Kickern. Anschließend lernten wir einige Choreographien zu den besten Apres-Ski-Hits, was in einem lustigen Tanzabend endete.

Als wir am Donnerstag oben ankamen erlebten wir einen kleine Überraschung: Die Pisten verschwanden in dichtem Nebel und wir mussten im Pistenwurm und nur den Vordermann vor Augen fahren. Schließlich machten wir die berühmt berüchtigte Talabfahrt, die sich als einfacher als erwartet erwies. Pisten, die wir zunächst als unfahrbar empfunden hatten, fuhren wir nun schon mit Leichtigkeit hinunter.

Diesen Abend gestaltete die 9c, die “Wetten, dass…” vorbereitet hatte, zu dem auch einige Stars geladen waren: Herr Schmidt und seine Frau alias Brad Pitt und Angelina Jolie, Herr Haferberger alias Sido und noch viele mehr. Mit vielen kleinen Wetten und lustigen Wetteinsätzen verlief auch dieser Abend weitgehend gelungen. Ein kleiner Höhepunkt war wohl das von Herrn Schmidt, Herrn Haferberger und Herrn Wolff mit Gitarre gesungene “Father and Son”. So ging auch der vorletzte Abend zu Ende.

Freitag lösten wir dann die Gruppen auf und fuhren klassenweise bei zum Abschluss wieder stahlblauem Himmel noch einige Pisten. Nach der Mittagspause hatten wir dann eine kleine Rallye, in der die Klassen ihr Geschick auf Skiern unter Beweis stellen mussten. Sieger wurde die 9c. Früher als sonst mussten wir schließlich die Pisten verlassen, damit wir unten an der Talstation unsere Skisachen abgegeben konnten.
An diesem letzten Nachmittag hieß es Packen, auch für den Abend war kein Programm mehr geplant.

Samstag mussten wir dann früher als sonst- um fünf Uhr- aufstehen und die Zimmer verlassen. Müde von der Woche und Uhrzeit frühstückten wir und wurden auch direkt von der nächsten Gruppe abgelöst. Schnell kamen die Busse, wir luden ein und machten uns auf den Heimweg. Alle dösten nur vor sich hin, bis wir schließlich um 16:00 Uhr wieder in Lüdenscheid vor dem Geschwister-Scholl-Gymnasium ankamen, wo unsere Reise begonnen hatte. Eine wunderschöne, erlebnisreiche Woche Skifahren mit dem Jahrgang war vorbei.