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Mediterranes Flair in der Cafeteria

Leidenschaft – das ist Malen! Und Malen gehört schon lange zu den wichtigsten Dingen im Leben von Federico Francavilla und Christoph Renkes, Schüler der Klasse 10a. Weil Christoph und Federico die Grenzen von Zeichenblock und Leinwand sprengen wollten, stellten sich die beiden Schüler des WPII-Kurses Kunst - durchgeführt von Ulrike Küster - einer ungewöhnlichen Herausforderung: Schon lange missfielen ihnen die hohen weißen Wände des Aula-Foyers – umfunktioniert als Cafeteria, wo täglich Hunderten von Schülern in den Pausen von fleißigen Eltern Leckeres geboten wird. Vor einer südlichen Landschaft , durch die eine riesenhafte Tomate hügelabwärts rollt und gerade noch rechtzeitig von den Spitzen einer ebenso riesigen Gabel aufgehalten wird – lassen sich sämtliche Scholl-Schüler nun in einem mediterranen Ambiente ihre großen und kleinen Mahlzeiten schmecken.
Aber wie haben  Christoph und Federico dieses riesige Format in halsbrecherischer Höhe überhaupt bewältigen können?

In Eigeninitiative baten die Jungen um ein Gerüst beim Dachdeckerbetrieb von Oliver Zacharias, der dieses freundlicherweise für einen Monat unentgeltlich zur Verfügung stellte. Der Zeitaufwand, den das Riesengegemälde von circa 3,50 x 4 Metern in luftiger Höhe erforderte, erwies sich jedoch wesentlich komplexer als zunächst geplant, so dass die beiden Jungen nach einem Monat ohne Gerüst dastanden, als dieses von der Firma wieder benötigt wurde. Die Aktion auf hohen Leitern in dieser halsbrecherischen Höhe fortzusetzen, wäre jedoch viel zu gefährlich gewesen. Spontan und hilfsbereit sprang hier die  Wohnungsgenossenschaft Lüdenscheid ein und lieferte für weitere Wochen den Jungen kostenlos ein Gerüst an, was von den beiden Hausmeisterinnen Michaela Brongkoll und Jana Höllermann professionell aufgebaut wurde, d.h. garantiert absturzsicher!

Über mehrere Wochen, nicht nur in den WP-Kunststunden, sondern auch an anderen Nachmittagen und samstags ließen Christoph und Federico das Wandgemälde entstehen. Das Geld für Farben und Pinsel kam von der Schulleitung, dem Förderverein und dem Cafeteria- Verein.

Welche Herausforderung es bedeutet, ein solches Format zu bewältigen, wurde den Jungen immer in besonderem Maße dann bewusst, wenn man vom Gerüst stieg und malerische Details sowie die Gesamtwirkung des Gemäldes erst aus der entsprechenden Entfernung beurteilen konnte. Da hieß es manchmal: Wieder rauf aufs Gerüst und das eine oder andere korrigieren.

Nach mehreren arbeitsintensiven Wochen freuen sich Federico Francavilla und Christoph Renkes, dass kreativ sein zu können nicht immer Malen im Bilderrahmen bedeuten muss und beide setzen ihre Lust aufs Malen seit geraumer Zeit auch in ihrer Freizeit in beachtliche Werke um.