Zurück

Eine Partnerschaft wird 30!

Jubiläumsfeierlichkeiten zum 30-jährigen Bestehen des Schüleraustauschs mit dem Collège et Lycée Henri Martin in Saint-Quentin, Frankreich

Am 12. und 13. März 2010 gab es Grund zum Feiern. Die Staberger Gymnasien und das Collège und Lycée Henri Martin in Saint-Quentin (Frankreich) begingen das 30-jährige Jubiläum ihres Schüleraustauschs. Aus diesem Anlass hatte die französische Partnerschule die Schulleitungen und die deutschen Französischkolleginnen und –kollegen eingeladen und diese waren der Einladung gerne gefolgt.

In Saint-Quentin wurden die deutschen Gäste vom Schulleiter, M. Foucault, herzlich begrüßt, der, zusammen mit der erweiterten Schulleitung, ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt hatte. Nach einem kleinen Begrüßungsumtrunk, der auch dem ersten Kennenlernen diente, folgte eine Führung durch das Schulzentrum im Herzen Saint-Quentins. Dabei wurden Aspekte des französischen Schullebens entdeckt, die es an öffentlichen Schulen unseres Landes in dieser Form nicht gibt. So stand unter anderem auch eine Stippvisite in dem den Schulen angegliederten Internat auf dem Programm.

Am Freitagabend wurden die Vertreterinnen und Vertreter der französischen und deutschen Partnerschulen im Rathaus der Stadt Saint-Quentin empfangen und die stellvertretende Bürgermeisterin gab ihrer Hoffnung Ausdruck, dass die nunmehr 30-jährige Erfolgsgeschichte des Schüleraustauschs noch viele Jahre weiter fortgesetzt werden möge. Im Rahmen der Feierstunde zeichnete sie zwei der Gäste, die sich in besonderem Maße um die Partnerschaft verdient gemacht haben, mit der Ehrennadel der Stadt Saint-Quentin aus. Neben dem ehemaligen Schulleiter des Lycée Henri Martin wurde auch Günter Nyenhuis, Französischlehrer am Geschwister-Scholl-Gymnasium und Mitbegründer des Schüleraustauschs mit dem Collège und Lycée Henri Martin ausgezeichnet.

Alle Anwesenden, darunter zahlreiche ehemalige französische Kolleginnen und Kollegen, die als Begleiter oder Gastgeber in den Austausch involviert waren, waren sich darin einig, dass man mit Stolz und Zufriedenheit auf die vergangenen Jahrzehnte zurückblicken darf und dass auch die Zukunft gesichert ist, da eine „neue Generation“ von Deutsch- bzw. Französischlehrerinnen und -lehrern  den Staffelstab übernommen hat.

Der Abend klang mit einem typisch französischen Essen in der Schulkantine des Lycée Henri Martin aus, bei dem alle Anwesenden die Möglichkeit des Austauschs von Erinnerungen, Erfahrungen und Ideen nutzten.

Der Samstagmorgen stand zunächst ganz im Zeichen des architektonischen Erbes der Stadt Saint-Quentin, die über eine beeindruckende Anzahl  von Jugendstilbauten verfügt. Diese wurden den deutschen Besucherinnen und Besuchern im Rahmen einer Stadtführung näher gebracht. Am späten Vormittag fanden sich dann alle geladenen Gäste sowie die französischen Gastgeber in der Schule ein, wo eine kleine Ausstellung im Aufenthaltsraum der französischen Schüler die erfolgreiche Geschichte des Schüleraustauschs dokumentierte. Hier ergriff nochmals M. Foucault das Wort und dankte allen für ihr Kommen und das Engagement, das sie in der Vergangenheit für den Schüleraustausch gezeigt haben. Dabei hob er besonders den Einsatz von Denis Lefèvre, Deutschlehrer am Collège Henri Martin, und Günter Nyenhuis hervor, die sich unermüdlich für die Partnerschaft eingesetzt haben. Ihnen sei es zum großen Teil zu verdanken, dass diese bis zum heutigen Tag so erfolgreich Bestand habe.

Zur Feier des 30-jährigen Jubiläums unterzeichneten im Anschluss Frau Malycha und Herr Dr. Werth für die Staberger Gymnasien, M. Foucault als derzeitiger Schulleiter des  Collège und Lycée Henri Martin und der ehemalige Schulleiter der französischen Schulen eine Erinnerungsurkunde.

Bevor sich die Mehrzahl der deutschen Gäste auf den Heimweg machte, klang der Frankreichbesuch bei einem gemeinsamen Mittagessen aus.
Jetzt sehen alle Beteiligten dem 31. Schüleraustausch entgegen, der vom 20. bis zum 29. April diesen Jahres in Lüdenscheid stattfinden wird. Dann erwarten wir 22 junge Französinnen und Franzosen, die in ihren deutschen Gastfamilien und an unseren Schulen deutsches Alltagsleben kennenlernen sollen. Die Erfolgsgeschichte geht also weiter!