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Nicht orientierungslos nach dem Abitur

Berufsinformationstag für die Jgst. 12

WR v. 26.05.10 - “Ich bin mir nicht sicher“, antwortet Ann-Kathrin auf die Frage nach ihrem Berufswunsch. Mit ihrer Unentschlossenheit ist die 18jährige Schülerin nicht allein - daher greifen die Staberger Gymnasien jedes Jahr den Schülern aus der zwölften Stufe unter die Arme.

Gerd Peters zeichnet sich auf Seiten des Zeppelin-Gymnasiums verantwortlich für die gestrige Veranstaltung, bei der die Schüler in persönlichen Kontakt mit Vertretern ihrer Zunft treten konnten: „Die Zusammenarbeit mit den Referenten hat sich bewährt, einige kommen schon seit vielen Jahren“. Annette Binka von der Hagener Schule für pharmazeutisch-technische Assistenten merkte an, dass die Schüler sich interessiert und dankbar zeigten: „Ich war schon oft mit dabei, aber dieses Jahr bin ich besonders erstaunt über das große Interesse.“ Die Schüler stellten konkrete Fragen und nutzten die wertvolle Orientierungshilfe auf ihrem Weg in die Zukunft. Vertreten wurden die Berufsfelder von renommierten Firmen und Einrichtungen, wie dem Finanzamt, oder den Firmen ERCO und Kostal.

Über die Auswahl der Referenten zeigten sich die Schüler durchweg zufrieden. So zum Beispiel der 18-jährige Adam, der sich unter anderem über Journalismus und Verwaltungsberufe informierte: „Die Ansprechpartner sind sehr nett, kompetent und motiviert.“ Ihm gefällt der Aktionstag gut, allerdings merkt er an, dass die meisten Schüler mit Abitur eher ein Studium anstreben würden. Anfang November wird der Staberg daher die Fortsetzung der Veranstaltung anbieten - diesmal geht es um akademische Berufe und Studiengänge.

Von Douglas bis zum Finanzamt

15. Infotag am Staberg: Gymnasiasten der Stufe 12 von Zepp und Scholl fragten Vertreter heimischer Firmen und Institutionen nach ihren Ausbildungsgängen

LN v. 27.05.10 - Ob Kostal, Erco, Busch-Jaeger oder Kattwinkel, Douglas, die AOK, die Sportklinik Hellersen, die PTA-Schule Hagen, die LN, der Märkische Kreis oder das Finanzamt: Sie alle bilden junge Leute aus, und alle schickten gestern Vertreter auf den Staberg. Dort pilgerten Schüler der Jahrgangsstufe 12 durch die Räume des Zeppelin-Gymnasiums, um ihre Fragen zu Chancen und Herausforderungen der jeweiligen Berufe loszuwerden.

Am Ende waren sich alle einig: Die Schüler hatten die Möglichkeiten dieses Tages, den Zepp und Scholl seit 15 Jahren anbieten, hervorragend genutzt. Viele stellten gezielte Fragen, andere ließen sich noch einmal auf ganz andere Berufswünsche ein.

Vorurteile zu Berufsbildern hartnäckiger als erwartet

15. Ausbildungstag am Staberg: "Frauen- und Männerberufe" bleiben auch bei angehenden Abiturienten ein leidiges Thema. Im nächsten Jahr dank "G8" doppelt so viele Schüler.

LN v. 27.05.10 - Erstaunt und angetan angesichts des großen Interesses und der guten Vorbereitung vieler Schüler, wenn es um ihren Berufswunsch geht, zeigten sich gestern Mittag die Vertreter der 14 Betriebe und Institutionen in ihrer "Manöverkritik" nach dem Staberger Infotag zu Ausbildungsberufen. Zugleich bleibt es schwierig, junge Frauen, auch angehende Abiturientinnen für "Männerberufe" zu interessieren - und umgekehrt. Auch das war die einhellige Meinung im Lehrerzimmer des Zeppelin-Gymnasiums, das den Infotag im jährlichen Wechsel mit dem Scholl für die Jahrgangsstufen 12 beider Gymnasien durchführt.

So begrüßten Uwe Perlowski (Kostal) oder Arnd Knitter (Busch-Jaeger) überwiegende Herren der Schöpfung in "ihren" Klassenzimmern. Kim Seneca von der Douglas-Holding, zu der fast nur Schülerinnen kamen, schaffte es mit Duftwasserpröbchen für den Herrn immerhin, auch den einen oder anderen jungen Mann an ihr Pult zu locken. Dort gab's dan Infos über den Beruf des Groß- und Außenhandelskauf-Manns, der auch bei Douglas sehr wohl gesucht ist. Michaela Trzecinski von der Agentur Mark informierte denn auch ausdrücklich über Berufschancen von Frauen, Erco-Ausbildungsleiterin Corinna Klebon hatte eine Auszubildende mitgebracht, die noch vor einem Jahr Zepp-Schülerin war. "Eine Super-Idee", fand Ulrich Müller von der AOK, die ebenfalls über Staberg-Absolventen verfügt. Die sollen ihm beim nächsten Mal unterstützen.

Verstärkung wird dann für alle Unternehmen nötig sein, den 2011 wollen gleich zwei Jahrgänge über Berufe in heimischen Unternehmen informiert werden. Dann stehen die Jahrgänge 11 und 12 zeitgleich ein Jahr vorm Abitur, darauf wiesen die Organisatoren von Zepp und Scholl, die Lehrer Gerd Peters und Jürgen Prüfer, die Teilnehmer schon gestern hin. Ab 2012 werden die Schüler dann durchweg ein Jahr jünger sein - ebenfalls wegen G8, der nur noch achtjährigen Gymnasialzeit.