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Klapperschlangen, Bären und Delphine

Informationsveranstaltung zu Auslandsaufenthalten

Am Donnerstag, d. 17. September 2009, fand in der Aula des Geschwister-Scholl-Gymnasiums ein vielbeachteter Informationsabend zu Auslandsaufenthalten während und nach der Schulzeit statt, den die Schule in Zusammenarbeit mit dem Lionsclub Lüdenscheid-Medardus durchführte.

Eingeladen waren Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 bis 10 der drei Lüdenscheider Gymnasien sowie deren Eltern, um sich anhand zahlreicher Informationsmaterialien sowie anschaulicher Präsentationen ein möglichst umfassendes Bild über die Vor- und Nachteile von Auslandsaufenthalten machen zu können.

Der Abend begann mit bayrischen Waiswuàschd, Waisbià und Semmeln, die vom Lionsclub Lüdenscheid-Medardus pünktlich zum Oktoberfest als Stärkung vorbereitet waren. Danach berichteten acht Schülerinnen und Schüler sowie ein Vater aus den beiden Staberger Gymnasien anschaulich und unterstützt durch viele  Fotos über die Highlights ihrer Aufenthalte. Die Berichte gaben Einblicke in Aufenthalte zwischen drei Wochen bis ein Jahr, verschiedene Länder (USA, Kanada, Australien, Frankreich, Großbritannien) sowie unterschiedliche Organisationen.

Hannah Sausen berichtete von ihrem Aufenthalt in der Nähe von Chicago, während Lisa Tüch ein Jahr in San Diego verbrachte, mit Alligatoren auf Tüchfühlung ging  und Erfahrungen mit Amerikas multikultureller Seite machte. Felix Eckmann verschlug es in ein 200-Seelendorf im Mittleren Westen, in dem er die bodenständige Natur des ‚wahren Amerikaners‘ kennenlernte und sich mit Schrotflinte vor Klapperschlangen schützen musste. Alle erlebten den Wahlkampf zwischen Obama und McCain hautnah und konnten sich eindrucksvoll von dem großen Gefälle zwischen wohlhabenden und mittellosen Familien am eigenen Leib überzeugen.

Karolin Verdonck legte ihren Austausch in die großen Ferien und ließ sich dafür für einige zusätzliche Tage beurlauben, um ihren Traum zu erfüllen. Hinter ihr liegen wohl die schönsten Sommerferien ihres Lebens. Nikolai Toop perfektionierte sein Snowboarden im kalten Kanada und suchte seine von Bären gestohlene Mülltonne im Wald, während sein Bruder Alexander zur selben Zeit am australischen Strand Weihnachten feierte und die Vorteile einer computerunterstützten Modellschule genoss.

Etwas weniger aufregend ging es bei den Austauschen innerhalb Europas zu. So verstärkte Julius Kersting in England das Rugby-Team, während Luisa Wacker die Vorteile des französischen Internatlebens genoss.

Als besonders nachgefragt stellte sich der weltweite Schüleraustausch für Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren heraus, bei dem gleichaltrigen Schüler/-innen aus der ganzen Welt zusammengebracht werden. Er wurde von dem Lüdenscheider Alexander Verdonck vorgestellt, der als  Vermittler zwischen den Jugendlichen aus den Lüdenscheider Gymnasien und der amerikanischen Austauschorganisation fungiert. Jeder Austauschschüler verbleibt 2-3 Wochen in seiner Austauschfamilie und nimmt für die gleiche Zeit den ausländischen Jugendlichen in seine Familie auf. Die beiden Jugendlichen sind also 4-6 Wochen in den Sommerferien beisammen. Eine amerikanische Austauschorganisation, ursprünglich nur für Jugendliche, deren Eltern bei einer amerikanischen Fluggesellschaft arbeiteten, hat nun diesen Jugendaustausch auch auf andere Familien weltweit ausgedehnt (Australien, Kanada, Brasilien, Neuseeland, USA, Spanien, Frankreich, Japan, Schweden, Schweiz, England, Italien, Niederlande, Deutschland u.a.). Die Kosten für diesen Austausch belaufen sich auf das Flugticket zu den Gasteltern hin und zurück, das Taschengeld vor Ort und die Vermittlungsgebühr von 300$ für die amerikanische Austauschorganisation.

In einer abschließenden Fragerunde beantwortete die Schulleiterin des Geschwister-Scholl-Gymnasiums einige rechtliche Fragen und dankte dem Lionsclub Lüdenscheid-Medardus für die Unterstützung dieser Veranstaltung.

Hier geht es zu dem von Alexander Verdonck vorgestellten internationalen Jugendaustausch für die Sommerferien

Hier geht es zu weiteren Berichten über Auslandsaufenthalte.