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Benvenuta a Lüdenscheid

Lesung der italienische Autorin Giulia Carcasi in der Scholl-Aula

WR v. 05.04.2011 - Da war sogar Antje Malycha überrascht: „So viele Italienisch-Schüler haben wir am Staberg?“ Die Aula des Geschwister-Scholl-Gymnasiums war gestern nämlich voll. Zu Gast war die italienische Starautorin Giulia Carcasi, die aus ihrem Buch „Ma le stelle quante sono“ las.

Ein Lied zur Begrüßung

Giulia Carcasi, die nur ein bisschen Englisch spricht, wurde von Antje Malycha, Leiterin des Geschwister-Scholl-Gymnasiums, und den Italienisch-Lehrern Daria Dusil und Thomas Porrozzi begrüßt. Während ein Chor der neunten Klassen ein italienisches Lied sang, stellten die Projektteilnehmer die Protagonisten des Romans „Ma le stelle quante sono“ vor. Im Mittelpunkt steht Alice, die ihre erste Liebe erlebt, Giorgio und Carlo. Und dann kam natürlich Giulia Carcasi auf die Bühne.

Die Lesung gestern war ein Höhepunkt im Rahmen eines außergewöhnlichen deutsch-italienischen Literaturprojekts zwischen den beiden Staberger Gymnasien und einer Schule in Mailand.

Der Italienischkurs der Jahrgangsstufe 12 unter der Leitung von Studienrätin Daria Dusil nimmt an dem Projekt „Literarische Schulpartnerschaften“ unter der Schirmherrschaft des Goethe-Institutes in Rom und dem italienischen Bildungsministerium teil – als eine von vier Schulen in Deutschland. Partner der Lüdenscheider ist die Schule „Liceo Artemisia Gentileschi“ in Mailand. Gemeinsame Plattform ist ein Blog im Internet.

Während sich die Lüdenscheider mit dem Roman „Ma le stelle quante sono“ von Guilia Carcasi beschäftigen, lesen die Italiener „Charlottes Traum“ von Gabi Kreslehner. Auch hier geht es um die erste Liebe: Die Eltern der 15-jährigen Charlotte trennen sich. Der Vater hat jetzt eine Neue, Babsi, die auch noch nett ist.

Die Mutter tröstet sich mit dem Nachbarn Melchior, während sich Charlotte um die kleinen Brüder kümmern darf. Doch dann laufen Charlotte plötzlich gleich zwei Jungs über den Weg, der Sulzer und der Carlo.

Über den Blog tauschen sich die Schüler aus: die Italiener in Deutsch; die Deutschen in Italienisch – jeweils korrigiert von den Muttersprachlern.

Während man sich bisher nur über das Internet kennt, wird das bald anders: Im Mai fahren die Lüdenscheider für ein paar Tage nach Rom. Dort findet beim Goethe-Institut ein Treffen aller acht Klassen teil.

Weitere Informationen zu diesem Projekt finden Sie hier.