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Betriebspraktikum der Einführungsphase Jg. 10

von Ewagelia Iliadou

Wenn ich an mein dreiwöchiges Betriebspraktikum im Januar 2011 bei den Lüdenscheider Nachrichten zurückdenke, fällt mir zunächst ein, wie viel Spaß mir der Alltag in der Redaktion bereitet hat. Glücklicherweise durfte ich viele Aufgaben übernehmen. Ich habe nicht nur zahlreiche Artikel geschrieben, die veröffentlicht wurden, sondern auch recherchiert, interviewt und beraten. Ich durfte sogar einige Male Journalisten auch Presseterminen begleiten. Natürlich hatte ich viele Fragen die im Laufe der Zeit beantwortet wurden.

Nach vier oder fünf Tagen waren mir fast alle Mitarbeiter der Lüdenscheider Nachrichten bekannt. Die Journalisten erwiesen sich mir täglich als geduldig sowie hilfsbereit und gaben mir stets Rückmeldung, wenn ich Artikel schrieb. Erfreulich war auch, dass sie mich für verschiedene Bereiche der Zeitung schreiben ließen. Auf diese Weise habe ich nicht nur für den Lokalteil geschrieben, sondern auch unter anderem für die Jugendseite der Lüdenscheider Nachrichten.

Am Beruf des Journalisten hat mir in erster Linie die Abwechslung gefallen. Auf jeden Fall gab es Tage, an denen man am Schreibtisch gefesselt war und nichts anderes tat als telefonieren und Texte am Computer tippen. Größtenteils sah der Alltag jedoch anders aus: Man fuhr oder ging zu einem Termin kam in die Redaktion, schrieb einen Artikel darüber, telefonierte zwischendurch ein paar Mal und fuhr wieder zum nächsten Treffen. Es fand also ein Wechsel zwischen Büro und Außenwelt statt.

Ich bin wirklich froh, mich bei den Lüdenscheider Nachrichten beworben zu haben. Ich habe nicht nur viel Spaß gehabt sondern auch gelernt, Verantwortung zu übernehmen, Leistung spontan abrufen zu können und selbstbewusster zu sein.


Als 1992 im Rahmen der Berufswahlvorbereitung das erste Schülerbetriebspraktikum am Geschwister-Scholl-Gymnasium Lüdenscheid durchgeführt wurde, dauerte es elf Tage und hatte den Charakter einer „Schnupperphase“ in insgesamt 77 heimischen Betrieben. Die Erfahrungen wurden bereits damals in umfangreichen Fragebögen erfragt und ausgewertet. Das Ergebnis zeigte, dass
  • 88,6% der betroffenen Schülerinnen und Schüler Spaß am Praktikum hatten,
  • 89,5% die Frage bejahten, es regelmäßig durchzuführen,
  • 70% das Praktikum als Hilfe bei der Berufsvorbereitung empfanden und
  • 88% den eigenen Praktikumsplatz für spätere Jahrgänge empfahlen

Das Schülerbetriebspraktikum wird seitdem mit großer Akzeptanz in der Schüler-, Lehrer- und Elternschaft jeweils im ersten Oberstufenjahr für die Dauer von drei Wochen durchgeführt.
Dass es in diesem Jahr nur zwei Wochen waren, liegt am Doppeljahrgang 10 und 11, der allein am Geschwister-Scholl-Gymnasium über 160 Schülerinnen und Schüler in die heimischen Betrieb entsendet.

 

Informationen zum Schülerbetriebspraktikum
Das Schülerbetriebspraktikum findet in der Einführungsphase am Ende des 1. Halbjahres (Januar) statt und dauert drei Wochen. Es setzt die selbstständige Praktikumsplatzsuche durch die Schülerinnen und Schüler voraus.


Das Schülerbetriebspraktikum umfasst

  • Einführungsveranstaltung zu Informationen über Ziele, Organisation und Durchführung des Praktikums
  • Erster Tag: Einführung in das Praktikum in der Schule mit Besprechung organisatorischer Fragen und Anleitung zur Abfassung des Praktikumsberichts
  • Betreuung und begleitende Gespräche der Betreuungslehrkräfte mit den Schülerinnen und Schülern in den Betrieben
  • Letzter Tag: gemeinsame Auswertung in den Betreuungsgruppen

Die anschließende Auswertung der Praktikumsberichte erfolgt durch die Betreuungslehrkräfte, die den Schülerinnen und Schülern eine Rückmeldung geben und für die weitere Beratung - z.B. bei Ferienpraktika -, zur Verfügung stehen.
Die Betreuungslehrkräfte haben sich zum Teil schulisch, zum Teil privat fortgebildet, zum Teil blicken sie auf eigene berufliche Erfahrungen außerhalb der Schule zurück. Zu den Lehrerfortbildungen gehören auch Lehrerpraktika in Industriebetrieben wie z.B. bei ERCO  Leuchten GmbH, behördlichen Verwaltungseinrichtungen oder Forschungseinrichtungen wie dem Lüdenscheider Kunststoff-Institut.