Zurück

Ökumenischer Schuljahresabschlussgottesdienst

Der jährliche Schuljahresabschlussgottesdienst stand dieses Mal unter dem Thema „Drei, zwei, eins, meins.“ Wie immer wurde der Gottesdienst von Schülerinnen und Schülern der Klassen bzw. Stufen 9 bis 12 vorbereitet und durchgeführt.

Einige zusammengeschnittene Filmsequenzen aus diversen Kinofilmen der letzten Jahre leiteten ins Thema ein. Es ging um den Egoismus, über den Kristian Hamm-Fehl von der Christuskirche in der Zeppelin-Aula mit den anwesenden Schülerinnen und Schülern gemeinsam in seiner Predigt nachdachte.

Nachdem klargestellt worden war, dass Egoismus grundsätzlich zum menschlichen Leben gehört und es natürlich auch berechtigt ist, eigene Wünsche und Bedürfnisse zu vertreten, ging Kristian Hamm-Fehl auf die Zerrformen des Egoismus und deren Folgen ein. Vor allem sprach er hier die Gleichgültigkeit vieler Menschen in den Kugelbauchländern (d.h. Länder, in denen die Menschen im Wohlstand leben) gegenüber den zahlreichen Menschen an, deren Leben von Armut, Krieg, Hunger oder Krankheit geprägt ist. Aber diese Art von Gleichgültigkeit und Egoismus ist natürlich auch in unserem Miteinander zu finden.

Das Beispiel Jesu, der sich bedingungslos den Menschen zugewandt hat, wobei seine eigenen Bedürfnisse eben manchmal auch zurücktreten mussten, sollte zeigen, dass ein Leben im christlichen Sinnhorizont den Egoismus durchbricht, indem es die Sorge um den Nächsten einbezieht. Das Motiv hierfür ist die Dankbarkeit gegenüber Gott aus dem Bewusstsein heraus, von ihm wertgeachtet und geliebt zu werden. Hier kam auch die goldene Regel Jesu zur Sprache, die fordert, dass jeder sich dem anderen gegenüber so verhält, wie er behandelt werden möchte. Kristian Hamm-Fehl hat zum Schluss deutlich gemacht, dass es sich in diesem Sinne lohnt, in seinem persönlichen Umkreis diese Erkenntnis umzusetzen, um die Welt ein wenig zu verändern.

Christian Hamm-Fehl hat mit seiner Predigt das Herz und den Verstand seiner Zuhörerinnen und Zuhörer angesprochen. Abschließend wurden die Gedanken noch einmal in der Fürbitte und im Vater Unser vor Gott getragen.

Umrahmt wurde der Gottesdienst musikalisch von einer Schülerband, die sich eigens für diesen Gottesdienst zusammengefunden hat und begeisterte Zustimmung fand. Ein Lob an den metalgewöhnten Schlagzeuger, der höchstens die Hälfte seiner „Schießbude“ zum Einsatz brachte und sich im Dienste der Sache gekonnt domestizierte. Ein Dank natürlich auch an die beiden anderen Schüler (Gitarre und Gesang), welche für die musikalische Atmosphäre sorgten, und an alle Schülerinnen und Schülern, die sich neben dem stressigen Schulalltag die Zeit genommen haben, diesen Freitagmorgen mit viel Einsatz vorzubereiten und den Gottesdienst durchzuführen und damit auch ihren Egoismus überwunden haben – ganz im Sinne des Themas.