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Klassenfahrt nach Langeoog

von Alicia Zobel (6b)

Montagmorgen, halb sieben in Lüdenscheid. 96 Kinder, ein paar unbeteiligte Lehrerinnen und Lehrer und ca. 90 aufgeregte Elternpaare wuselten mit Gepäck um zwei Busse herum. Was war hier los? Ach ja - Klassenfahrt der 6. Klassen des Geschwister-Scholl-Gymnasiums!

Nun ging sie endlich los, unsere Klassenfahrt nach Langeoog. Jetzt hieß es einsteigen und Plätze suchen. Es klappte alles reibungslos, bis die Lehrer kamen und einige Schülerinnen und Schüler von einem Bus zum anderen scheuchten. Doch dann fuhren wir los, winkten noch einmal und waren dann weg. Eine Woche unter uns, ohne Eltern - dafür mit unserem Klassenlehrer, Herrn Dr. Herrmann, Frau Herrmann und Frau Ortmeyer.

Als wir nach einer vierstündigen Fahrt endlich in Bensersiel ankamen, waren wir alle erleichtert, dass wir die Busfahrt schon hinter uns hatten. Die eine Stunde auf der Fähre verging wie im Fluge und nach einer weiteren halben Stunde mit der Inselbahn waren wir schon am Insellandheim. Als erstes sollten wir unsere Koffer auspacken und uns einrichten, beziehungsweise Betten beziehen. Dabei fiel manchen Kindern auf, dass sie zum Beispiel ihre Zahnbürsten vergessen hatten, die dann später erst einmal in der Stadt besorgt werden mussten. Da wir mittags nichts Warmes gegessen hatten, bekamen wir am Abend eine klare Suppe. Die erste Nacht war eigentlich ganz in Ordnung und verlief ruhig. Allerdings gab es einen großen Nachteil, denn das obere Bett der Stockbetten war so niedrig, dass sich derjenige, der darunter schlief, beim Aufstehen oder Hinsetzen  regelmäßig den Kopf stieß. 

Für den nächsten Vormittag war eigentlich für alle drei Klassen eine Wattwanderung geplant. Da aber nur ein Wattführer erschien, konnten an diesem Tag nur zwei Gruppen die Wattwanderung mitmachen. Da wir zu keiner der beiden Gruppen gehörten, verbrachten wir den Vormittag am Strand, denn es war herrliches Wetter.
Am Nachmittag holten wir die Fahrräder für unsere Fahrradtour. Bei der Tour sind wir an sehr vielen Pferdeweiden vorbeigekommen und bis zur Meierei gefahren. Bis die letzten ankamen, dauerte es ca. zehn Minuten. Als schließlich alle da waren, fuhren wir noch ein kleines Stück weiter, um uns die Seehundbänke anzuschauen. Normalerweise hätten wir noch gut eine halbe Stunde am Strand laufen müssen, um sie richtig sehen zu können, doch wir hatten Glück und es lagen zwei Seehunde genau an dem Stück Strand, wo wir unsere Fahrräder abstellten.
An diesem Abend haben wir nach dem Abendessen auf einem Zimmer eine Party gemacht. Nach ca. einer Stunde hatte sich nach und nach die ganze Klasse dort versammelt.

Am dritten Tag gingen wir wieder bei schönem Sonnenschein vormittags an den Strand  und machten nachmittags dann endlich die angekündigte Wattwanderung. Uns wurde unter anderem erklärt, dass man einige Pflanzen im Watt auch essen kann und welche Tiere im Watt leben. Auf dem Rückweg hatten wir viel Spaß. Zwei Jungs waren im Watt ausgerutscht und ziemlich schmutzig.

Am Donnerstag folgte ein weiterer Höhepunkt: eine Kutterfahrt. Hier erfuhren wir, welche Tiere in der Nordsee leben, indem einige Lebewesen mit dem Netz aus dem Meer gefischt wurden. In der Kiste, in der sich die Tiere befanden, waren Babyschollen, Seesterne, Muscheln und verschiedene Arten Krebse und weitere kleine Fische. Wir machten auch noch ein kleines Schifffahrtsquiz. Doch leider konnten nicht alle Kinder die Fahrt genießen. Ein Mädchen wurde auf dem Schiff seekrank und blieb den restlichen Tag lieber im Bett.
Am gleichen Tag machten wir am Abend noch eine Stadtrallye, bei der man verschiedene Orte ausfindig machen sollte. Zu manchen Gebäuden musste man auch Infos sammeln, oder selbst etwas einüben und danach vor der Klasse vorführen. An diesem Abend kamen wir erst um kurz nach elf ins Bett.

Der nächste Tag war leider schon unser Abreisetag. Wir frühstückten, kauften uns noch schnell etwas Süßes für die Fahrt und dann ging es los zur Fähre. Diesmal wurde nicht nur einem Mädchen, sondern gleich vier Mädchen schlecht. Als wir dann im Bus saßen, spielten wir die ganze Fahrt lang (also fast fünf Stunden) „Wahl, Wahrheit, oder Pflicht“.  Es wurde ein Riesenspaß und keiner dachte mehr daran, dass dies schon die Rückfahrt war. Erst als wir erschöpft und müde wieder in Lüdenscheid waren, wurden wir daran erinnert, dass wir bald unsere Eltern wiedersehen würden.

Wir freuten uns wieder zu Hause zu sein, wären aber auch noch gerne eine zweite Woche auf Langeoog geblieben.  Auf jeden Fall war das eine fast rundum perfekte Klassenfahrt.