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Klassenfahrt nach Langeoog

von Paul Tiemann (6c)

Montag, 04.07.2011

Am Montag fuhren wir mit dem Bus nach Bensersiel. Es war eine lustige Busfahrt, es wurde viel gelacht. Leider ging es die letzten 40 Minuten durch Dörfer, wodurch uns beinahe eine Schildkröte überholt hätte.
In Bensersiel hatten wir ca. eine Stunde Aufenthalt am Hafen, die genutzt werden konnte, um überteuerte Souvenirs und Postkarten zu kaufen, die Schiffe anzusehen oder sich gegenseitig Streiche zu spielen.

Dann war der lang ersehnte Moment gekommen: wir gingen an Bord der Fähre. Kurze Zeit darauf schob sich das Monstrum langsam aus dem Hafen, um später, gefolgt von ein paar Möwen, die sich Brötchen, Kekse und lkeine Kaugummis erhofften, Kurs auf Langeoog zu nehmen. Im Langeooger Hafen ging es weiter per Inselbahn. Man konnte draußen an den Enden der Waggons stehen. Parallel zu der Inselbahnstrecke verlief ein Rad- und Fußweg. Wer den Leuten dort winkte, dem winkten sie zurück. Den Weg zum OWD-Heim vom Bahnhof gingen wir zu Fuß.

Später erkundeten wir kurz mittels einer Führung durch die Lehrer die Stadt. Den Abend verbrachten wir am Strand mit Fußball, Schaukeln, Fangen und Co.

Dienstag, 05.07.2011

Am Dienstag liefen wir nach dem Frühstück die für den einen endlose, für den anderen lächerliche Zeit von 40 Minuten zu den Dünen. Dort erwartete uns Uwe, der Wattführer. Er war leicht impulsiv; wer eine seiner Quizfragen nicht beantworten konnte, musste mit einer Ladung Sand im Nacken rechnen. Uwe sprang herum und warf mit seinen Schuhen, während er uns etwas über das Wattenmeer und die Dünen erzählte. Später entdeckten wir Vogeleier, die in einem Nest auf dem Boden lagen. Plötzlich versanken wir im Boden! Was war passiert? Wir waren auf Schlick gelaufen, einer Art Matsch aus abgestorbenen Tieren und Pflanzen.

Im Watt waren viele Tiere zu entdecken: Muscheln, Fische, Seegarnelen und Krebse. Wir sammelten Muscheln und legten sie ins seichte Wasser. Schon nach kurzer Zeit fingen die Muscheln an, sich zu vergraben. Wir nahmen sie heraus und betrachteten ihre Füße (jede Herzmuschel besitzt einen Fuß).

Am Nachmittag ging es wieder zum Strand. Was wäre auch eine Klassenfahrt nach Langeoog ohne Strand?

Mittwoch, 06 .07.2011

Am Mittwochmorgen gingen wir zu Fuß zum Hafen. Der Weg führte uns parallel zur Bahnlinie, wobei wir einmal die Schienen kreuzten und die Inselbahn vorbeifahren sahen. Am Hafen gingen wir an Bord eines Fischkutters und nach einer kurzen Begrüßung des Kapitäns ging es los. Nachdem wir die Seehundbänke gesehen hatten und bei einem Quiz zur Schifffahrt bei richtiger Beantwortung der Fragen kurzzeitig das Steuer übernehmen durften, wurde das Fangnetz ausgeworfen, das schnell mit allerhand Meerestieren gefüllt war: Seesterne, Muscheln, Krebse und kleine Schollen wurden natürlich umgehend mit der Kamera festgehalten und gleichzeitig vom Helfer des Kapitäns erläutert. Es war ein interessanter Ausflug bei gutem Wetter.

Am Nachmittag gingen wir zunächst an den Badestrand, wo wir Wasserball gegen die 6a spielten und anschließend an den Jugendstrand, wo wir uns nach dem Fußballmatch vom Vortag, das mit einem sensationellen Ergebnis geendet hatte, dieses Mal gemeinsam beim Volleyballspielen versuchten.

Donnerstag, 07.07.2011

Am Donnerstagvormittag veranstalteten wir am Strand einen Sandburgen-Bauwettbewerb. Doch die Sandburgen sollten nicht nur schön aussehen, sie sollten auch eine Murmelbahn haben. Auf wessen Murmelbahn die Murmel am längsten lief, der bekam die meisten Punkte. Dann wurden die Punkte der Kategorien Murmel-Laufzeit und Schönheit zusammen gezählt. Das Gewinnerteam durfte sich auf eine Kugel Eis pro Mann freuen.

Am Nachmittag stand eine Radtour auf dem Programm: Ziel war die höchste Erhebung Langeoogs, die Melkhorndüne. Doch kaum waren die ersten Tour-de-France-Radler im Ziel, wusch Frau Holle ihre Kissen: Es regnete. Natürlich wurde sofort strategischer Rückzug angeordnet, wobei der ein oder andere vor lauter Eifer am Befehle-Ausführen die Rutschgefahr der Kurven vergaß. So gab es ein paar kleine, aber nicht ganz schmerzfreie Unfälle, bis wir schließlich nass bis auf die Knochen in einem Zeltlager Schutz im Toilettenflur fanden.

Kaum hatte der Regen etwas nachgelassen, fuhr schon wieder die ganze Fahrradkolonne zurück zum OWD-Heim. Leider sprang einem Kandidaten die Kette ab, so dass sich die ganze Sache etwas verzögerte. Zum Trost ging es dann ins Salzwasser-Wellenbad. Dort gab es eine Rutsche, einen Whirlpool, Wellen und ein Solebecken.

Freitag, 08.07.2011

Am Freitag ging es hektisch zu: Die Koffer mussten gepackt, die Zimmer auf Müll und vergessenes Gepäck durchsucht und die Lunchpakete zusammengestellt werden. Nachdem die Koffer abgeholt worden waren, gingen wir zu Fuß zum Bahnhof, per Bahn zum Hafen und per Schiff zum Festland. Dort luden wir die Koffer in den Bus um und los ging’s. In der Mittagszeit hielten wir an einer Raststätte an, um uns für die letzten Kilometer zu stärken. Und nach ein paar Stunden hieß es dann: Home, sweet home!

Alles in allem eine gelungene Klassenfahrt, an die wir uns sicherlich noch lange erinnern werden!