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Das Leben der Zwangsarbeiter

Schüler untersuchen Lüdenscheider Aspekte

LN v. 22.07.2011 - Fragen danach, in welchen Firmen Lüdenscheids Zwangsarbeiter untergebracht waren wie sie behandelt wurden, welche Arbeiten sie verrichteten und wie sie lebten, aber auch die Verfolgung einzelner Lebenswege standen in den letzten Tagen auf dem Programm im Geschichtsunterricht der Staberger Gymnasiasten. Im Rahmen einer Projektarbeit trafen sich Schüler des Geschichtsunterrichts am Geschwister-Scholl-Gymnasium mit Geschichtslehrer Axel Bartmann nicht in ihrem Klassenraum, sondern in den Museen der Stadt an der Sauerfelder Straße.

"Die Projektwoche stand unter dem Thema 'Zwangsarbeit' im Allgemeinen und in Lüdenscheid im Besonderen. Ziel war, die Schüler dahin zu bringen, Fragen zur Zwangsarbeit zu entwickeln und Antworten darauf zu recherchieren", stellte Museumsleiter Dr. Eckhard Trox gestern das Projekt vor. Er hatte für die Schülergruppe ein Programm erarbeitet, das nicht nur die Museums-Arbeit, sondern auch zwei Recherche-Vormittage im Stadtarchiv vorsah. Am Ende sollten Textvorschläge heraus-kommen, die in die geplante Zuwanderer-Ausstellung integriert werden können: "Wobei der Themenbereich der Zwangsarbeit nur einen kleinen Teil der Ausstellung umfasst. Die Zwangsarbeiter sind ja keine Zuwanderer gewesen und auch wieder abgewandert."

So zeichneten die Schüler beispielsweise das Schicksal eines russischen Zwangsarbeiters bis zu seiner Ermordung nach, andere beschäftigten sich mit jüdischen Zwangsarbeitern in der Rüstungsindustrie und mit den Plänen, in Lüdenscheid ein Konzentrationslager zu errichten.

Zehn Schülerinnen und Schüler des Geschwister-Scholl-Gymnasiums der Klassen 9 bis 11 waren an dem Projekt beteiligt. "Die Schüler sollten sich mit Quellenarbeit beschäftigen, vor allem aber auch mit der Kritik daran, so Axel Bartmann.