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Alle Wege führen nach Rom                                                  Fotoalbum

Zum Abschluss eines deutsch-italienischen Literaturprojekts des Goethe-Instituts reisen 16 Schülerinnen und Schüler der Jgst. 12 nach Rom.

Sieben Monate lang nahmen die Schülerinnen und Schüler des Italienischkurses der Jahrgangsstufe 12 unter Leitung von Daria Dusil an dem außergewöhnlichen deutsch-italienischen Literaturprojekt „Literarische Partnerschaften“ teil. Jetzt trafen sie sich mit ihrer mailändischen Partnerklasse im Goethe-Institut in Rom.

In einem selbst gestalteten Internetblog tauschten sich die Lernenden mit den jungen Italienerinnen und Italienern aus Mailand über den Roman „Ma le stelle quante sono“ von Giulia Carcasi aus. Die Schriftstellerin war im April sogar extra zu einer Lesung nach Lüdenscheid gereist.

Inhaltliche Zusammenfassungen, analytische Aufgaben und kreative Bearbeitungen standen bei den Staberger Schülerinnen und Schülern auf dem Programm. Sprachliche Hilfen, Korrekturen und Tipps erhielten sie von ihren mailändischen Austauschpartnern.
Diese lasen wiederum im Deutschunterricht mit ihren Lehrern Tiziana Valenti und Thomas Jurisch den Roman „Charlottes Traum“ von Gabi Kreslehner.
„Der Kurs hat eine Menge geleistet!“, sagt Daria Dusil vom Geschwister-Scholl-Gymnasium anerkennend. „Wir haben nach nur einem Lernjahr Italienisch begonnen, einen Roman in der Fremdsprache zu lesen. Das ist harte Arbeit!“

Insgesamt vier deutsche Schulen und ihre italienischen Partner nahmen an dem vom Goethe-Institut initiierten Projekt teil. Sie alle waren in die Hauptstadt Italiens eingeladen, um ihre Ergebnisse zu unterschiedlichen Jugendromanen vorzustellen.
Sechzehn Jugendliche des Italienischkurses der Staberger Gymnasien hatten sich mit den Italienischlehrerinnen Daria Dusil und Kathrin Böttcher (ZGL) auf den Weg nach Rom gemacht. Dort verbrachten sie insgesamt fünf Tage, in denen sie auch die Chance nutzen, die Ewige Stadt zu erkunden.

Am Donnerstag, d. 05. Mai 2011, trafen die Schülerinnen und Schüler in Rom ein und wurden um 18.00 Uhr mit einem Buffet im Garten des Goethe-Institutes willkommen geheißen - endlich konnten sich die Partnerklassen beim gemeinsamen Essen persönlich kennen lernen und anschließend den Abend bei einem Spaziergang durch die nächtliche Metropole ausklingen lassen.

Die feierliche Abschlussveranstaltung fand am nächsten Tag im Auditorium des Goethe-Instituts statt. Der Vormittag wurde für die Generalprobe genutzt, um anschließend im paradiesischen Garten des Goethe-Instituts zu entspannen und der großen Stunde entgegenzufiebern. Nach begrüßenden Worten von Goethe-Instituts-Leiterin Susanne Höhn, von Boba Jurisic, der Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland in Rom und von Alessandra Augusto, Leiterin der MIUR (Generaldirektion für Internationale Angelegenheiten) begannen um 15.30 die Projektpräsentationen aller Teilnehmer.
Die Schülerinnen und Schüler der Staberger Gymnasien präsentierten u.a. einen Fotoroman, in dem sie multimedial die erarbeiteten Inhalte des Romans auf kreative Art und selbstverständlich in italienischer Sprache umsetzten. Die Darbietung kam beim Publikum sehr gut an und erntete viel Lob und Applaus.

Im Anschluss der Präsentationen fanden sich auch die Schriftsteller Giulia Carcasi („Ma le stelle quante sono“) und Gregor Tessnow („Knallhart“) zu einem Gespräch mit Doris Breitmoser, Herausgeberin der Zeitschrift JuLit, ein.
Beendet wurde die Veranstaltung mit der Überreichung der Ehrentafeln und Urkunden für alle teilnehmenden Schulen.

Nach der aufregenden Abschlussveranstaltung nutzten nun die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit Rom näher zu erkunden.
Mit Referaten in italienischer Sprache, welche die Jugendlichen vorbereitet hatten, versuchten sie, sich an die geschichtsträchtige und imposante Stadt anzunähern.
„In diesem Jahr feiern wir 150 Jahre italienische Einheit!“, weiß René nach seinem Aufenthalt. „Ein Traum wird wahr!“, freut sich auch Valentina, als sie das erste Mal in ihrem Leben im Kolosseum steht. Ob Trevi-Brunnen, Spanische Treppe, Forum Romanum, Petersdom, Pantheon, die Piazza Navona, das Viertel Trastevere usw.- in insgesamt knapp 60 Kilometer langen Fußmärschen, dokumentiert durch einen Schrittzähler, lernten die Lüdenscheider Roma - la Eterna in allen Facetten kennen.

Die Jugendlichen sind vor allem im Anschluss an die Fahrt nach Rom begeistert. „Vielleicht wandere ich nach Italien aus!“ überlegt Sebastian, der die vielen schönen Eindrücke auch bildlich schon mal zur Sicherheit auf seiner Digitalkamera festgehalten hat. Und da bekanntlich alle Wege nach Rom führen, gibt es für den ein oder anderen sicherlich ein Wiedersehen.