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Informatik braucht viel Flexibilität

Studieninformationstag für die Jgst. 13

WR vom 09.11.2010 - Seit 16 Jahren eine wichtige Hilfe zur Gestaltung der Zukunft: In Aula sowie Räumen des Geschwister-Scholl-Gymnasiums fand gestern Morgen der Studien-Informationstag für die angehenden Abiturienten der Staberg-Gymnasien statt.

Alle Referenten lieben ihren Beruf, der für sie oftmals auch eine echte Berufung ist. Und so gaben sie in einer kurzen Vorstellungsrunde sowie anschließend in kleinen Gruppen ihr Bestes, die künftigen Studenten dafür zu begeistern. Denn in einer Zeit demografischen Wandels, Umwälzungen der Gesellschaft und Globalisierung ist es für junge Leute nicht einfach, den richtigen (Berufs)Weg zu finden. „Verdienst“, stellten die Referenten fest, „müsse nicht unbedingt im Vordergrund stehen.“

Dominik Petereit an alter Wirkungsstätte

„Gäste der ersten Stunde“ bei diesem Angebot sind Detlev Halber von der Firma Busch-Jaeger sowie Dr. Frank Hoffmeister von der Firma Betzer, die über Elektrotechnik, Maschinenbau sowie Betriebswirtschaft informierten. Auf Jurist Dominik Petereit wartete eine besondere Überraschung: Er stand in seinem alten Klassenraum, dem er vor 15 Jahren Adé gesagt hatte, Rede und Antwort.

Für im steinigen Sauerland Großgewordene hat ein Studium im Wissenschaftsbereich Geoingenieurwesen, Bergbau und Technische Betriebswirtschaft an der Bochumer Fachhochschule Georg Agricola mit Übungen, Praktika und Exkursionen sicherlich seinen Reiz, schätzen Prof. Dr. Reinhard Schaeffer und sein Kollege Frank Schwabe. Das wichtige Feld Stadt- und Raumplanung (Stichwort Stuttgart 21 ) stellte Lars Bursian von der Stadt Lüdenscheid vor.

Über Sozialarbeit sprach Stadtjugendpfleger Winfried Lütke-Dartmann, Ehefrau Katrin über Sonderpädagogik sowie Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Vera Besser, Rektorin der Astrid-Lindgren-Schule, sprach über den immer spannender werdenden Bereich der Pädagogik.

Ein Notenschnitt von 1,0 prädestiniert fürs Medizin-Studium, vorgestellt von Anett Göttling, Ärztin am Klinikum Lüdenscheid, sowie der selbstständigen Zahnärztin Dr. Simone Bodeit. Rund um Pharmazie, sprich Apothekenkunde, informierte Dr. Sebastian Baum von Baum Pharma Consultants.

Die „Faszination Informatik“ stellten Daniel Meierhof und Jörn Wiggermann vom kleinen, aber feinen IT-Center Dortmund vor, das „Deutschlands schnellstes Informatik-Studium anbietet.“ Das Duo räumte rasch mit Vorurteilen auf. Informatiker sitzen nicht mehr den ganzen Tag lang Pizza essend und Cola trinkend einsam im dunklen Kellergelass vorm Computer-Bildschirm. Teamgeist ist gefragt, ebenso Belastbarkeit, Flexibilität sowie Englischkenntnisse, um die entsprechende Literatur verstehen zu können. Und die Job-Aussichten sind derzeit mehr als gut: Unternehmen suchen händeringend Informatiker.