Zurück

Wandertag 2010

Alicia Zobel und Tiffany Rodrigues Ferreira (6b) berichten von der Fahrt der 6. Klassen nach Köln

Am 09.11.2010 waren die Klassen 6a, 6b und 6c im Kölner Schokoladenmuseum. Eine nette Frau beschrieb uns den Weg von einem Kakaobaum zur Schokolade. Als erstes durften wir alle eine getrocknete Kakaobohne probieren, die noch nicht einmal  annähernd nach Kakao oder Schokolade schmeckte. Dann schauten wir uns die Maschinen an. Es gab einen Röster, in dem die Bohnen geröstet werden, eine Brechmaschine, worin sie von ihrer Schale getrennt werden, und einen Mischer, in dem alle Zutaten für Schokolade zusammengerührt werden.
Außerdem gab uns die Führerin einen Tipp für Schokoladenfondues: 800 g Schokolade und 200 g Öl.

Um zu testen, ob flüssige Schokolade die richtige Temperatur hat, kann man einen Tropfen auf die Lippe geben. Wenn die Schokolade kälter als die Lippe ist, ist die Schokoladentemperatur, die bei 30 Grad liegen sollte, genau richtig. Ist sie heißer, ist sie zu warm. Danach tauchten wir eine Waffel in Schokolade ein und probierten: Die Schokolade war noch warm und kam aus einem Schokoladenbrunnen, der aussah wie ein Baum mit goldenen Kakaobohnen.  

Wir erfuhren auch, dass Kakao hauptsächlich in tropischen Gebieten wächst wie z.B. Ghana,  Amerika, Asien und an der Elfenbeinküste. In einem der zwei Tropenhäuser wuchsen ein Kakaobaum, Ananas, Orchideen, Kaffeebohnen, ein Bananenbaum, ein Mangobaum, eine Phönixpalme und Palmfarn. 

Es wurde erklärt, wie die Kakaobohnen geerntet werden und wie sie nach Deutschland gelangen: Nach der Ernte werden die Kakaobohnen geschält. Das Fruchtfleisch und die Bohnen werden auf riesigen Palmblättern aufgeschichtet und getrocknet. Aus dem Fruchtfleisch löst sich der Saft, der von den Bohnen aufgesaugt wird. Dadurch entsteht eine alkoholische Gärung. Die Bohnen brauchen drei Wochen, bis sie getrocknet sind. Bis sie endlich Hamburg erreicht haben, dauert es nochmal drei Wochen. Dort erfolgt eine Qualitätskontrolle, bei der u. a. auf gelben Schimmel geachtet wird, der zu Leberschäden führen kann. 

Außer in Indien und einer Region in Marokko kann man das Wort Schokolade eigentlich in jeder Sprache erkennen.
Ein Seefahrer brachte den Kakao eines Tages nach Spanien. Der Prinz bekam nach dem Verzehr des Kakao-Chili–Gemisches "Monte Zumas Rache", also starken Durchfall und Erbrechen, und gab das Gemisch an Mönche weiter, die statt Chili Honig hinein gaben. So wurde Schokolade auch in Spanien beliebt.

Nachdem die Führung durch das Schokoladenmuseum beendet war, gingen wir noch zum Kölner Dom. Auf dem Weg dorthin zeigte uns unser Klassenlehrer ein Stück der alten Stadtmauer. Im Kölner Dom schauten wir uns den Schrein mit den Reliquien der Heiligen Drei Könige an. Danach gingen wir zum Bus und trafen wohlbehalten um 15.31 Uhr an der Schule ein.