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Sprachreise nach Hastings

Die Fahrt begann um 9 Uhr mit Regen, der uns auch weiterhin begleitete, alle 48 Schüler/innen und 4 Lehrerinnen. Nach der ca. 10-stündigen Fahrt durch die Niederlande, Belgien und Frankreich, der Fahrt mit der Fähre von Calais nach Dover und der Fahrt durch England kamen wir abends in Hastings, einer kleinen Stadt direkt am Meer, an. Dort wurden wir von unseren Gastfamilien abgeholt und bekamen kurz darauf noch ein Abendessen. Dabei wurde uns auch viel erklärt - natürlich auf Englisch!

Am nächsten Morgen brachen wir nach leichten Startschwierigkeiten (die Batterie des Busses war zunächst leider leer) nach Canterbury auf, wo wir in einer Führung bei strömendem Regen die historische Altstadt besichtigten und uns viel über den geschichtlichen Hintergrund erzählt wurde, z.B. dass Canterbury früher eine wichtige Stadt mit blühendem Handel, ein Hauptreiseziel für viele Pilger und ein Zufluchtsort der Hugenotten aus Frankreich war. Die Führung endete an der Canterbury Cathedral,
die wir auch in den kommenden zwei Stunden, während wir Freizeit hatten, besichtigen konnten. Danach ging es zurück nach Hastings, wo wir noch Abendessen und Freizeit mit unseren Gastfamilien hatten.

Der Montag begann mit freier Zeit in Hastings, die wir z. B. am Meer oder in der Innenstadt verbringen konnten. An diesem Tag hatten wir glücklicherweise keinen Regen, sondern eher sonniges Wetter. Später nahmen wir wieder an einer Führung durch Hastings teil, die uns unter anderem durch die Altstadt von Hastings führte.
Im Anschluss an die Führung fuhren wir auf das West Hill Cliff in Hastings und konnten dort z.B. "picknicken". Als wir wieder unten waren, hatten wir nochmals Zeit in Hastings, in der sich viele auf zu Mc Donalds machten, da das ständige Weißbrot der Lunchpakete nicht jedermanns Sache war! Den Rest des Nachmittags verbrachten wir mit drei Schulstunden Sprachunterricht bei drei verschiedenen Lehrern, bei denen wir z. B. darüber sprachen, wie wir höflich mit unseren Gastfamilien sprechen konnten, wobei das bei den meisten ohnehin der Fall war! Den übrigen Abend konnten wir wieder damit verbringen, uns in unserem vorübergehenden Zuhause zu entspannen oder uns mit den Gasteltern bzw. Gastfamilien zu unterhalten.

Dienstags ging es schon um 7.30 Uhr - teilweise noch ziemlich müde und teilweise schon recht aufgeregt -  los nach London. Zuerst fuhren wir mit dem Bus nach Greenwich, wo uns die Möglichkeit geboten wurde, das Royal Observatory und den Null-Meridian zu besichtigen, man konnte aber auch die tolle Aussicht auf Canary Wharf und East London genießen. Danach ging es mit der Fähre über die Themse bis zur Tower Bridge, der wir einen Besuch abgestattet haben. Dort konnten wir uns Filme und Bilder über die Tower Bridge und ihre Entstehung anschauen. Dann hatten wir Zeit, uns zum Beispiel Souvenirs und Karten oder ähnliches zu kaufen. Später ging es dann zum Tower of London und den dazugehörigen Gebäuden, wo wir unter anderem die Kronjuwelen, den Kerker, Ritterrüstungen, Waffen und vieles mehr bestaunen konnten. Darauf folgte wieder eine Fahrt auf der Themse bis zum Jubilee Walk und dem London Eye. Zuerst haben wir uns dort einen Kurzfilm in 4D über das London Eye angeguckt und dann ging die Fahrt mit dem London Eye endlich los! In den Gruppen verteilten wir uns auf zwei Gondeln und hatten dann 40 Minuten Zeit, von dem großen Riesenrad aus Fotos zu machen oder einfach London von oben zu bestaunen. Nachdem wir noch einmal kurz Freizeit auf dem Jubilee Walk hatten, sind wir mit dem Bus zurück nach Hastings gefahren, wo wir gegen 21 Uhr ankamen.

Mittwoch haben wir einen Ausflug in die sehr kleine, sehr historische Kleinstadt Rye gemacht. Dort angekommen haben wir uns einen ungefähr halbstündigen Bericht über die Stadt und ihre Geschichte angehört. Die dazugehörigen Orte wurden auf dem Modell von der Stadt mit Beleuchtung angezeigt, das zu unserer großen Überraschung hauptsächlich aus Styropor bestand. Dort erfuhren wir zum Beispiel etwas von den zahlreichen Zerstörungen von Rye und dem königlichen Besuch in dem heute unter Denkmalschutz stehendem Dorf.

Dort hatten wir dann zwei Stunden Zeit, während derer wir die Stadt entdecken oder uns einfach nur in ein Café setzen konnten. Wieder in Hastings angekommen hatten wir zum zweiten und letzten Mal Sprachunterricht und danach noch freie Zeit in Hastings, wo wir auch noch die Gelegenheit hatten, auf das East Hill Cliff zu fahren oder zu laufen.

Am Donnerstag ging es dann zum zweiten Mal nach London. Nach der ca. dreistündigen, sehr staureichen Fahrt fuhren wir zum ersten Mal in London mit der U-Bahn, was sich an diesem Tag noch sehr oft wiederholen sollte, bis zur Oxford Street, wo wir ausgiebig shoppen konnten. Danach ging es mit der U-Bahn weiter zu Madame Tussaud‘s. Wir konnten in kleinen Grüppchen die vielen verschiedenen Wachsfiguren bestaunen, die viele Bereiche vertraten, ob Sport, Schauspiel oder Politik - jeder fand irgendjemanden, den er kannte oder der ein Foto wert war. Außerdem konnte man sich im Gruselkabinett erschrecken lassen oder an einer "Fahrt" durch das frühere England teilnehmen. Bei der Fahrt mit der U-Bahn bis zum Piccadilly Circus waren wir schon an das Gedränge und die Hitze während der glücklicherweise nur kurzen Fahrten gewöhnt. Am Piccadilly Circus hatten wir dann noch einmal Freizeit, genau wie im Covent Garden, den wir kurz danach besuchten. Wir kamen wieder recht spät abends in Hastings an, hatten aber auch bis aufs Kofferpacken nichts mehr vor, der Tag hatte uns alle ziemlich müde gemacht.

Früh morgens begann dann am nächsten Tag die Rückfahrt in unser kleines, ebenfalls regnerisches Lüdenscheid.
Vorher konnten wir uns noch von unseren Gasteltern verabschieden und uns bei ihnen bedanken. Wir legten noch einen Stop beim Dover Castle ein, das an diesem Tag extrem in Nebel gehüllt war. Gegen zwölf Uhr nachts kamen wir dann in Lüdenscheid an und wurden am GSG von unseren Eltern abgeholt.

Ein großes Dankeschön an Frau Johannvordersielhorst, Frau Schmidt, Frau Strecker und Frau Hecker, die uns die ganze Fahrt begleiteten und immer den Überblick behielten, an unsere Gastfamilien, die uns so freundlich aufgenommen haben und, nicht zu vergessen, auch an unseren Busfahrer für diese tolle Woche!