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1. Plenum 'Lernen lernen' in Klasse 5

"Manchmal hat man eine sehr lange Straße vor sich. Man denkt, die ist so schrecklich lang; das kann man niemals schaffen, denkt man. [...] Jedes Mal, wenn man aufblickt, sieht man, dass es gar nicht weniger wird, was noch vor einem liegt. Und man strengt sich noch mehr an, man kriegt es mit der Angst, und zum Schluss ist man ganz außer Puste und kann nicht mehr. Und die Straße liegt immer noch vor einem. So darf man es nicht machen. Man darf nie an die ganze Straße auf einmal denken, verstehst du? Man muss nur an den nächsten Schritt denken, an den nächsten Atemzug, an den nächsten Besenstrich. Und immer wieder an den nächsten. Dann macht es Freude; das ist wichtig, dann macht man seine Sache gut."

Mit diesem Geheimnis des alten Straßenkehrers Beppo aus Michael Endes Buch "Momo" beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler der fünften Klassen beim ersten Plenum "Lernen lernen", in dem es um Arbeitsorganisation und Selfmanagement ging. Die Kinder erkannten schnell, warum sich Aufschiebetaktik bei der Erledigung der Hausaufgaben nicht lohnt, und überlegten gemeinsam, wie man Schultage so planen kann, dass neben dem Lernen Zeit für Entspannung und Freizeit bleibt. Die Gedanken wurden in einem Rollenspiel aufgenommen, in dem Aufschiebetaktik und ein gut strukturierter Tagesablauf gegenübergestellt wurden.

Mit vereinten Kräften wurde ein ziemlich wüster Arbeitsplatz auf der Bühne der Scholl-Aula in Ordnung gebracht. Die Kinder legten wichtige Arbeitsutensilien bereit und rangierten Überflüssiges aus. Auch die Schreibtischlampe fand einen geeigneten Platz, um die aufgeräumte Schreibtischfläche gut auszuleuchten.

Im Anschluss an die Plenumsveranstaltung schlossen sich Überlegungen zum Führen von Hausaufgabenheften und Schultaschen-Checks an.

Die neuen Fünfer waren mit Feuereifer bei der Sache und ließen sich zum Nachdenken über das Lernen und die Lernorganisation anregen. Tiger Simon wird sie in den nächsten Wochen in weiteren Plenums-und Klassenstunden dabei begleiten, das Lernen so zu lernen, dass der Übergang zum Gymnasium kein steiniger Weg wird.

"Auf einmal merkt man, dass man Schritt für Schritt die ganze Straße gemacht hat. Man hat gar nicht gemerkt wie, und man ist nicht außer Puste. Das ist wichtig."