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Autorenlesung

Bellis Klee-Rosenthal liest Auszüge aus ihrem Buch 'Was hörst du aus Shanghai? Eine Liebe zwischen Auswandern und Ausschwitz'

WR v. 24.09.2010 - Vor kleinem Zuhörerkreis stellte die Autorin Bellis Klee-Rosenthal am Donnerstagabend im Geschwister-Scholl-Gymnasium Auszüge aus ihrem Buch „Was hörst du aus Shanghai? - Eine Liebe zwischen Auswanderern und Auschwitz“, im März im Engelsdorfer Verlag erschienen und auf der Leipziger Buchmesse vorgestellt, vor.

Durch die Geschichte einer ihr nahestehenden Person, die nicht genannt sein möchte, und die Hinterlassenschaft eines Briefwechsels zwischen einem nach England emigrierten Juden und seiner in Deutschland zurückgebliebenen Geliebten, kam die Lüdenscheiderin auf die Idee, sich einem tragischen Einzelschicksal aus der Zeit des Dritten Reichs zu widmen. Die intimen, persönlichen Liebesbriefe zwischen dem Paar – so intim, dass sie eigentlich nur zwei Menschen und nicht die Öffentlichkeit angehen – waren ein wichtiger Bestandteil des Buchs.

Um die Briefe entspann sich eine Handlung, die Jahre später von der Suche nach der Wahrheit und den Gründen, die die Flucht der Frau verhinderten, handelte. Herbert, zum Zeitpunkt der Erzählung bereits ein alter, blinder Mann, und Rita, die als Jüdin nicht aus Nazi-Deutschland fliehen konnte, waren die Haupt-Protagonisten des Buchs. Besonders tragisch war, dass Rita bei der Reichsvereinigung der Juden in Deutschland arbeitete, vielen zur Ausreise verhalf und selbst – da verheiratet und Mutter eines kleinen Kindes – nicht den Absprung schaffte.

Malycha: Geeigneter Ort für die Lesung

Das vereinbarte Wiedersehen mit ihrem Geliebten kam nie zustande. Angesichts des Schulnamens und der Tradition, das Vermächtnis der Scholls in Ehren zu halten, sei das Gymnasium der geeignete Ort für die Lesung, so Schulleiterin Antje Malycha.