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Weihnachtliches Varieté                                   Hier geht es zum Fotoalbum.

Staberg: Drei Literaturkurse zeigen Geistreiches, Selbstgeschriebenes und Komisches

LN v. 23.12.11 - Abwechslungsreich, amüsant und gut getaktet präsentierte sich der Varieté-Abend, den drei Literaturkurse am Geschwister-Scholl-Gymnasium auf die Beine stellten. 65 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen elf und zwölf beider Staberger Gymnasien zeigten vor interessierten Eltern, Mitschülern und Lehrern, was sie bei ihren Kurslehrern Daria Dusil, Philipp Röcher und Katrin Achenbach von den Herbstferien an erarbeitet haben.

Rund um das Thema Weihnacht gab es Unterhaltsames, Pointiertes von Charles Dickens bis Loriot unter der Moderation von drei Schülern. Auch ein Improvisationstheater war dabei, bei dem die Schüler gespickt mit Situationskomik das Weihnachtsessen einer Familie inszenierten. Weihnachtlich blieb es auch in der Pantomime "Geschenke auspacken" oder in der herrlichen Nummer von Loriot "Weihnachten bei den Hoppenstedts", bei der es viel zu lachen gab.

Aber auch Stimmungsvolles war an diesem Abend dabei wie die Präsentationen des Märchens "Frau Holle". Während eine Schülerin das Märchen vorlas, spielten Mitschüler die Szenen in atmosphärischem Schwarzlicht auf der Bühne. Ebenso stark dann die Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens nach der Pause, ebenfalls in Schwarzlicht. Diese wurde zu einer großartigen Nummer, wunderbar gespielt, die den Wandel der Hauptperson von einem geizigen Egoisten zum gütigen Menschen beschreibt.

Selbstgeschriebene Sketche wie "Der Weihnachtsbaum 3000", in dem eine Türverkäuferin einer verzweifelten Familie einen Baum andreht und damit das bevorstehende Krippenfest rettet, waren ebenfalls dabei. Mit weiteren eigenen Stücken wie "Die Matheaufgabe" oder "Das Examen" griffen die Schüler in völliger Überzeichnung Themen aus dem Schulalltag auf. Musikalische und tänzerische Einlagen von je zwei Schülerinnen gab es ebenfalls, und der Siebtklässler Benny zeigte seine faszinierenden Fertigkeiten am Jojo, mit denen er deutscher Vize-Meister wurde.

Viel Beifall gab es für die Akteure für die gelungenen Darbietungen, dazu Blumen für die Kurslehrer von Direktorin Antje Malycha. Der Verkauf von Kaffee und gespendeten Kuchen in der Pause soll die Kasse der Literaturkurse aufbessern. Auf die nächste Vorführung können sich die Zuschauer schon freuen: Nach den Ferien beginnen die Proben für die Dramen "Die Physiker", "Hexenjagd" und "Corpus Delicti", die im Juni gezeigt werden sollen.

Bei Loriot will der Kuss geübt sein

Weihnachtsvarieté am Sta(r)berg - Sketche aus der Feder Loriots, Zauberei und Improvisation - Schüler begeistern

WR v. 23.12.11 - "Ich heiße Erwin Lindemann und bin 500000 Jahre alt." Mist, schon wieder gepatzt! Erwin Lindemann, Rentner und Lottogewinner, bekommt sein Sprüchlein fürs Fernsehen nicht hintereinander. Ein ums andere Mal verhaspelt er sich, verdreht die Fakten und bringt das Kamerateam, das ihn interviewt, an den Rand des Nervenzusammenbruchs. Am Ende des kultigen Loriot-Sketches, der am Mittwochabend in der Scholl-Aula Teil eines unterhaltsamen "Weihnachtsvarietés am Sta(r)berg" war, eröffnet der Papst mit Lindemanns Tochter eine Herrenboutique in Wuppertal.

Mit Sketchen aus der Feder von Loriot, lustigen und fantasievollen Szenen Marke Eigenbau, Jojo-Zauber, witzigem Improvisationstheater, Tanz, Pantomime und Gesang machten die Literaturkurse der Staberger Gymnasien Werbung in eigener Sache. Aus den Jahrgangsstufen 11 und 12 von Zepp und Scholl rekrutierten sich die jungen Akteure, die durch die Einnahmen aus dem ersten Varietéabend vor Ort ihre Theaterkasse auffüllen wollten. "Wir wollen damit unsere Hauptaufführung im nächsten Sommer finanzieren", hieß es vorab.

In den Literaturkursen von Daria Dusil, Philipp Röcher und Katrin Achenbach waren die humorvollen Szenen mit wechselnden Darstellern entstanden. Mit Kultfiguren aus bekannten Loriot-Sketchen wie dem biederen Lottogewinner Erwin Lindemann, der zunehmend konfuser Auskunft über seine gewonnenen 500000 Euro gab, oder den Hoppenstedts, die Weihnachten mit Atomkraft-Set und Verpuffung feierten, gab es ein Wiedersehen. Ebenso mit den Blömanns, die durch eine "Eheberatung" frisches Leben in ihr tristes Ehe-Einerlei bringen wollten, und dem Ehepaar, bei dem wegen der "Garderobe" und dem passenden Kleid der Haussegen schief hing. Typisch Loriot kam ein Wort zum anderen, bis aus harmlosen Anfängen heftiger Streit entbrannte.

Auch bei der "Matheaufgabe" stand der Schmunzelmeister Pate. Viele eigene Ideen brachten die Schülerinnen und Schüler in ihren unterhaltsamen Varietéabend ein. Selbst geschrieben war beispielsweise der Sketch "Der Weihnachtsbaum 3000", der sich als Faltblatt - Platz sparend und wieder verwendbar - entpuppte. Besonderen optischen Reiz hatten die Schwarzlichtszenen, mit denen die Jugendlichen den Abend gewinnbringend anreicherten.

Sei's das Märchen von "Frau Holle" - vorgelesen und getanzt - oder die Weihnachtsgeschichte vom hartherzigen Scrooge nach Charles Dickens: Mit viel Fantasie erweckten die Elft- und Zwölftklässler bekannte Geschichten zum Leben. Ein Highlight war ferner der Jojo-Zauber von Benny (Klasse 7), dessen Geschicklichkeit verzauberte. Schöne Stimmen, überaus spielfreudige Darsteller, talentierte Tänzerinnen und Pantomimen kamen bei der gelungenen Aufführung zur Geltung.

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