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Klassenfahrt in das Zillertal

Bericht von Jan-Philipp (9a)

 

Es ist Freitag, der 10.02.2012, 21:00 Uhr. Vor dem Geschwister-Scholl-Gymnasium tummeln sich ungefähr 250 Leute. Aufgeregte und erwartungsfreudige Schüler rufen in alle Richtungen und begrüßen sich, die Eltern verabschieden noch schnell ihre Kinder und die Lehrer laufen durch die Menge, bemüht Organisation in das Chaos zu bringen.
Schnell werden die zwei Reisebusse beladen und dann geht es auch schon los: Auf in das Zillertal zum Skifahren!

Nachdem die Busse die Innenstadt Lüdenscheids verlassen und die Autobahn erreicht haben, erwarten uns ungefähr 9 Stunden Fahrt bis in die Marktgemeinde Brixlegg, Österreich. Mit wenig Schlaf und ein paar DVDs geht die Fahrt relativ schnell um und gegen halb acht Uhr morgens erreichen wir den "Alpenhof".

 

Jetzt muss das komplette Gepäck aus den Bussen ausgeladen werden, dann dürfen wir uns zum Frühstück in den Gemeinschaftsraum begeben. Nach einem ausgiebigen Mahl beziehen wir schließlich unsere Zimmer. Den restlichen Tag haben wir Zeit, uns auszuruhen und uns von den Strapazen der Busfahrt zu erholen. Diejenigen unter uns, die keine eigene Skiausrüstung haben, leihen sich diese aus. Nach dem Abendessen gehen dann auch alle sehr zügig schlafen, da auf einen Großteil der Schüler morgen ihr erster Skitag wartet.

Nachdem wir am nächsten Tag schon um 6.15 Uhr geweckt werden, finden wir uns um 7.30 Uhr spätestens beim Frühstück ein. Es werden noch ein paar letzte Ankündigungen gemacht und dann geht es auch schon los. Der Berg ruft! Noch schnell die Ski aus dem Keller geholt und dann auf den Bus warten, welcher mit reichlich Verspätung abfährt.
Nach einer halben Stunde Fahrt sehen wir vor uns eine gigantische Berglandschaft in strahlendem Sonnenschein.

Ab hier heißt es nun aktives Anstehen an der Gondelbahn und oben auf dem Berg auf den Rest der Truppe warten.Als alle dann in ihren Bindungen stehen, geht es endlich los!
Die Anfänger dürfen ihre erste Skierfahrung auf dem sogenannten "Idiotenhügel" machen und die "Profis" brechen bei besten Wetter- und Schneebedingungen in kleineren Gruppen auf, um die unendlichen Weiten der Zillertaler-Alpen zu erforschen.

 

Nachdem wir schon einmal durch das komplette Skigebiet Kaltenbach gefahren sind und die Pläne für den Nachmittagsunterricht aufgestellt haben, ist es mittlerweile 12 Uhr mittags. Mittagessen auf der Hütte! Dort treffen wir die frischgebackenen Skianfänger wieder, teilen mit diesen unsere Erfahrung und können wertvolle Tipps geben.

Nach dem Mittagessen heißt es erneut ab auf die Piste und die Gegend unsicher machen. Später nehmen wir dann entweder die Gondelbahn oder die Skiabfahrt zurück ins Tal. Ein wenig "Après- Ski" feiern, aber recht schnell kommt der Transferbus mit der Aufschrift "Alpenhof-Brixlegg". Der erste Skitag ist zu Ende und alle sind sehr geschafft.
Nach dem Abendessen treffen wir uns noch zum Klönen untereinander auf den Zimmern, aber irgendwie sind wir doch müde und gehen recht zügig schlafen.

An den meisten Abenden gibt es auch Themenveranstaltungen wie einen "Spieleabend", einen "Filmabend" oder auch den sogenannten "bunten Abend", den wir Schüler selbst gestaltet haben.

Die kommenden Tage sind ähnlich, die Skikurse verlaufen bei allen gut und gegen Ende der Woche können die Anfänger sowie die Fortgeschrittenen und die Profis zusammen sämtliche Pisten befahren. Das liegt vor allem daran, dass die Anfänger mit einer sehr hohen Motivation an das Skifahren herangehen.

 

Der Lernerfolg wird zusätzlich noch dadurch gesteigert, dass man z.B. je nach Leistung die Schüler in viele verschiedene Kleingruppen aufteilt, die ihren Unterricht von den Lehrern in Kombination mit den "Coaches" (Schüler  der Oberstufe) bekommen.
Auch die Fortgeschrittenen werden zur Unterstützung der Anfänger eingesetzt.
So ist es möglich, mit viel Spaß das Skifahren in kurzer Zeit zu erlernen.

Sicherlich ein Highlight der Fahrt ist die Fackelwanderung zu den Ruinen der historisch geprägten Marktgemeinde Brixlegg. Auch das gemeinsame Skifahren der kompletten Stufe am letzten Tag kommt bei allen Schüler sehr gut an.

Ein altes Sprichwort sagt: Man soll dann aufhören, wenn es am schönsten ist.
Und genauso ist es auch bei uns. Gerade als das mitunter sehr durchwachsene Wetter wieder besser wird, welches uns immens hohen Neuschnee eingebracht hat und einigen schwer zu schaffen macht, ist schon der letzte Tag angebrochen und wir müssen von den schönen Bergen und den Alpen Abschied nehmen.
Beendet wird die Skiwoche durch eine gemeinsame Rede von Herrn Haferberger und einem Mitschüler.

Fazit: Es war eine rundum gelungene Klassenfahrt, die uns in bester Erinnerung bleiben wird und unser Dank gilt allen, die es uns durch ihr Engagement, ihre Organisation und ihre Mühe ermöglicht haben, das zu erleben.

Und immerhin wissen wir jetzt auch, dass es Regionen in Europa gibt, in denen "Weiberfastnachtsbläser" ihr Unwesen treiben. Ski heil!