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Sprachreise nach Hastings 2012

Am 30.06.2012 ging es morgens mit 48 Schülerinnen und Schülern und mit vier Lehrerinnen und Lehrern nach England. Zunächst durchquerten wir auf unserer Fahrt halb Europa: Deutschland, Holland, Belgien und Frankreich, bis wir schließlich an der französischen Küste in Calais ankamen und dann per Fähre über den Ärmelkanal nach England fuhren.

 

Wir kamen gegen 19 Uhr in Hastings an und wurden dann von den Gastfamilien in Empfang genommen. Bei ihnen wartete schon das warme und auch leckere Abendessen auf uns. Beim Abendessen konnten wir uns dann ein bisschen mit den Gastfamilien unterhalten und ausgiebig unsere (fast) perfekten Englischkenntnisse anwenden.

Am folgenden Tag fuhren wir nach Canterbury, einer tollen mittelalterlichen Stadt mit vielen kleinen Gassen und Geschäften, die sogar alle sonntags geöffnet hatten. Da wir "gutes" Wetter hatten, machten wir eine Boat Tour, wobei uns ein netter und lustiger Engländer von der Geschichte der Stadt und den Gebäuden, die am Fluss lagen, erzählte. Später gingen wir noch alle in das Roman Museum, dann konnten wir auch durch Canterbury schlendern, shoppen und uns die Kathedrale von Canterbury, Canterbury Cathedral, anschauen und Fotos machen. Schließlich endete ein schöner Tag in Canterbury und wir traten die Rückfahrt nach Hastings an, kamen dann gegen 18.30 Uhr nach Hause und verbrachten den Abend bei den Gastfamilien.

Den nächsten Tag verbrachten wir in Hastings und wurden zunächst von unserer Organisatorin Jackie begrüßt. Während einer einstündigen Stadtbesichtigung durch die kleine, historische Altstadt von Hastings wurden wir in zwei Gruppen von Mick und Chris geführt (Chris war sogar einer unserer Gastväter). Sie haben ihr ganzes Leben lang in Hastings gewohnt und konnten uns viele wichtige Gebäude zeigen und uns alles über die historische Bedeutung von Hastings erzählen. Am spannendsten waren die Schmugglergeschichten und die Gruselgeschichten von der Katze, die bei lebendigem Leib in dem Kaminschacht einer englischen Kneipe eingemauert worden war, um Geister zu vertreiben. Mick berichtete auch viel über die Life Boats, die mit vielen freiwilligen Helfern verzweifelte Menschen aus Seenot retten: Er selbst sagt, er könne gar nicht mehr mitzählen, wie vielen Menschen er als aktiver Helfer das Leben gerettet habe.

Später ging es mit dem „Cliff Lift“ auf den West Hill, wo wir die Smugglers’ Caves besuchten (eine "Ausstellung" über das Leben der Schmuggler von Hastings, die sich in genau jenen Felshöhlen befindet, die früher zum Aufbewahren von Schmugglerware genutzt wurden); dabei wurden natürlich ganz viele Fotos zur Erinnerung geschossen.

Nach dem Besuch des Smugglers’ Adventure hatten wir nachmittags zum ersten Mal Sprachunterricht, wo wir in drei Gruppen von drei Lehrern (jede Gruppe bekam jeweils einen Lehrer, danach wurde pro Stunde getauscht) drei Stunden lang unterrichtet wurden. Gegen 18 Uhr waren wir wieder zu Hause und bekamen unser englisches Dinner aufgetischt.

 

Am nächsten Tag freuten wir uns auf London. Morgens um 8 Uhr wurden wir an den verschiedenen Treffpunkten von dem Bus eingesammelt und traten die Fahrt nach London an. Erst besuchten wir Greenwich Park mit Blick auf das Royal Observatory. Im Greenwich Park wurden gerade alle Ställe, Pferdeboxen und Tribünen für die Olympiade aufgebaut. Hier fanden während der Olympiade alle Reitwettkämpfe statt. Danach machten wir eine einstündige Themsefahrt von Greenwich zu den Parlamentsgebäuden in Westminster, bei der viel bestaunt und gesehen wurde. Zum Beispiel sahen wir viele Sehenswürdigkeiten Londons vom Schiff aus, wie die London Bridge und auch die Tower Bridge, und natürlich auch den Tower. Am Tower stoppten wir dann auch zum ersten Mal und besichtigten die Tower Bridge: Ein Highlight, was nicht jeder London-Besucher zu sehen bekommt: die olympischen Ringe hingen an der Tower Bridge. Und als ob wir die wichtigsten Personen an diesem Tag waren: Plötzlich erhoben sich die Brückenflächen und wir konnten unter der geöffneten Brücke her fahren.

Die Tower Bridge Exhibition im Innern der Brücke sowie die Engine Rooms waren auch sehr spannend. Der Ausblick von der Tower Bridge war schon toll, aber es kam noch besser (bzw. höher). Nachdem wir mit dem Schiff in Westminster angekommen waren, trauten wir uns auf das London Eye, das wohl bekannteste Riesenrad mit 135 m Höhe; kein Wunder, dass es wohl bei den meisten ein bisschen Überwindung gekostet hatte, auf das Riesenrad zu gehen. Schließlich konnten ALLE den schönen Ausblick auf fast ganz London genießen. Man konnte von dort oben z.B. den Big Ben, die Westminster Abbey oder auch das Globe Theatre von Shakespeare sehen und bestaunen.
Nach dieser aufregenden Besichtigungstour ging es auch schon wieder zum Themseufer, um mit dem Bus nach Hastings zu fahren, wo wir dann gegen 21 Uhr ankamen und wortwörtlich in unsere Betten fielen.

 

Am nächsten Tag hieß es wieder „früh aufstehen“ und ab nach Rye, einer kleinen, mittelalterlichen Stadt, in der wir das Heritage Centre besuchten und uns die Geschichte des Städtchens anhand eines „interaktiven“ Stadtmodells erzählt wurde. Anschließend konnten wir durch Rye spazieren gehen und uns die Häuser, die wir zuvor im Town Model gesehen hatten, ansehen, z.B. das uralte ehemalige Gymnasium und die von einem Friedhof umgebene Kirche.

Nach der Rückfahrt fuhren einige von uns bei tollem Sonnenschein auf den East Cliff oder vergnügten sich auf den Kirmesattraktionen auf der Strandpromenade. Anschließend hatten wir wieder Unterricht von 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr, den restlichen Abend verbrachten wir wieder bei den Familien.

Donnerstags ging es wieder nach London. Diesmal durften wir mit der U-Bahn fahren. Zunächst fuhren wir zum Natural History Museum (oder wahlweise auch zum Science Museum) und gruselten uns vor den authentischen Dinosaurier-Skeletten. Von da aus fuhren wir zur Baker Street – nein, nicht zu Sherlock Holmes, sondern zu Mme Tussaud’s, dem riesigen Wachfigurenkabinett. Hier hatten wir fast zwei Stunden Zeit, die vielen Figuren und Attraktionen zu besuchen. Danach ging es zur Oxford Street: Shopping!! Hier gab es für jeden etwas. Abschließend fuhren wir noch nach Covent Garden, wo bei tollem Wetter viele Gaukler und Kleinkünstler ihre Performances darboten. Dann ging es auch leider schon wieder zurück nach Hastings.

Den letzten Abend verbrachten wir natürlich bei den Gastfamilien, erzählten uns noch einmal von den Ereignissen der Woche und packten unsere Sachen zusammen, da wir am nächsten Morgen keine Zeit mehr dafür hatten und früh aufbrechen mussten. Am letzten Tag brachten uns unsere Gasteltern zum Treffpunkt, und nachdem wir uns von ihnen verabschiedet und uns bei ihnen bedankt hatten, fuhren wir auch schon los nach Dover. In Dover hatten wir noch ein wenig Zeit, bis die Fähre abfuhr, also beschlossen wir, uns Dover Castle und die White Cliffs anzusehen.

Schließlich fuhr dann unser Bus zum Hafen, den man von den Aussichtsplattformen von Dover Castle sehen konnte (im Zweiten Weltkrieg standen dort die Flakgeschütze), und dort wieder auf die Fähre. Wir freuten uns natürlich auf zu Hause und nach einer langen Rückfahrt (mit ebenso langen Staus!) kamen wir gegen 24 Uhr wieder am Scholl an. Dies war eine ereignisreiche Woche, die uns noch lange in Erinnerung bleiben wird! Vielen Dank an Frau Johannvordersielhorst, Frau Langenohl, Frau Strecker und Herrn Schauß, die uns auf dieser Fahrt begleitet haben.