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Ökumenischer Schuljahresabschlussgottesdienst

Bericht von Rainer Zwiefka

Der jährliche Abschlussgottesdienst setzte sich mit dem Thema „Zweifel“ auseinander. Katharina Haube vom Bibellesebund in Marienheide ist von Schülerinnen als Predigerin eingeladen worden. Der Gottesdienst in der Aula des Geschwister-Scholl-Gymnasiums wurde musikalisch umrahmt von einer Schülergruppe und einem Lehrer, welche dem Gottesdienst durch instrumentale Begleitung und Gesang eine festliche Atmosphäre verliehen. Natürlich durfte jeder mitsingen. Ein Interview mit der Predigerin und ein von einer Schülerin selbst geschriebener ausdrucksstarker innerer Dialog, welche die Zerrissenheit und inneren Zweifel auf die Bühne brachte, bereiteten die Predigt vor.

Katharina Haube knüpfte in dieser an das am Tage zuvor verlorengegangene EM-Fußballspiel der deutschen Fußballnationalmannschaft gegen Italien an. Der deutsche Reporter habe nach zwei Gegentoren in der ersten Halbzeit noch eine gewisse Zuversicht ausgestrahlt, welche mit zunehmendem Zeitdruck schließlich verlorengegangen sei. Zweifel seien grundsätzlich positiv, da sie uns aus einem oberflächlichen Leben herausreißen können, um unsere eingeschlagene Lebensrichtung zu Recht zu hinterfragen. Wie im Fußballspiel die Zweifel letztlich den Blick auf die harte Realität freigegeben haben, so wurde im bekannten Film „Matrix“ der Protagonist Neo von Morpheus aus seiner Scheinwelt herausgenommen und musste die Wirklichkeit erkennen, wie sie ist.

Dann kam die Predigerin auf ihre persönliche Geschichte zu sprechen, um zu verdeutlichen, wie Gott sie auf einer christlichen Freizeit herausgefordert hat, ihre Zweifel an ihm zu überwinden. Wie auch der Jünger Thomas von Jesus erst von der Auferstehung überzeugt werden musste, so kommt Gott ehrlichen Zweiflern entgegen und lässt sich auch über die Zweifel finden. So wurde deutlich, dass Glaube und Zweifel sich nicht ausschließen, sondern dass es durchaus einen produktiven Zweifel geben kann.

Nach einem Gitarrenstück eines Schülers aus dem Musikteam, welche noch einmal Zeit zum persönlichen Nachdenken ermöglichte, wurde der Gottesdienst mit dem Fürbittengebet und dem Segen beendet. Besonders beeindruckend war, dass alle Beteiligten das alte Kirchenlied „Großer Gott, wir loben dich“ sangen.

Wir danken allen beteiligten Schülerinnen und Schülern und dem Technikteam für das tolle Engagement und die arbeitsintensive Vorbereitung.