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Austausch mit Saint-Quentin (Frankreich)

'Bienvenue à Lüdenscheid!' hieß es am Dienstag, 13. März 2012, als um 14.30 Uhr 24 Schülerinnen und Schüler des Lycée et Collège Henri Martin aus Saint-Quentin von ihren Austauschpartnerinnen und -partnern und deren Eltern in Empfang genommen wurden, um in den folgenden zehn Tagen deutsches Schul- und Familienleben hautnah zu erleben. Neben einigen "alten Hasen", die bereits zum wiederholten Mal nach Lüdenscheid kamen, gab es auch etliche "Frischlinge", die zum ersten Mal am traditionsreichen Schüleraustausch mit den Staberger Gymnasien teilnahmen. Wie in jedem Jahr gab es ein abwechslungsreiches Programm für die französischen Schülerinnen und Schüler und ihre deutschen Partner.

Nach dem Besuch der ersten deutschen Unterrichtsstunde am Mittwochmorgen, konnten nach der Begrüßung durch Herrn Dr. Werth und Frau Auen die ersten Erfahrungen ausgetauscht werden, während sich alle Austauschschülerinnen und -schüler an einem köstlichen Buffet stärken konnten, das der Cafeteria-Verein des GSG großzügig zur Verfügung gestellt hatte. Am Nachmittag stand gemeinsames sportliches Treiben auf dem Programm, das von Hendrik Schwarz und Stefan Schubert ganz auf die Wünsche der Jugendlichen abgestimmt worden war.

Am Donnerstag ging die Austauschgruppe zum ersten Mal gemeinsam auf Fahrt. Ziel: die ehemalige Bundeshauptstadt Bonn. Dort besuchten alle das "Haus der deutschen Geschichte" und wurden dann im Anschluss unter kundiger Führung von Agathe Skodra und Pamela Klingbeil (ZGL) durch die Bonner Innenstadt geführt. Am Ende des Tages waren sich alle Teilnehmer einig: Das müssen wir noch einmal machen und mehr Zeit mitbringen!

 

Am Freitag stand dann wieder der schulische Alltag im Mittelpunkt, bevor alle sich fröhlich ins Wochenende verabschiedeten. Dieses wurde von den deutschen Gastfamilien auf unterschiedlichste Art gestaltet. Neben Ausflügen, Einkaufsbummeln und Teilnahme an sportlichen Wettkämpfen standen auch Musical- und Kinobesuche auf dem Programm.

Nach dem ereignisreichen Wochenende stand am Montag zunächst wieder der Wissenserwerb auf dem Stundenplan. Nach der Teilnahme am Unterricht der Austauschpartnerinnen und -partner fanden sich die französischen Schülerinnen und Schüler bei ihren Begleiterinnen ein, um die von zuhause mitgebrachten Aufgaben zu erledigen.
Am späten Vormittag machten sich die Franzosen dann auf den Weg, um im Rahmen einer Stadtrallye Lüdenscheid zu erkunden.

Höhepunkt des diesjährigen Austausches war dann am Dienstag und Mittwoch die gemeinsame Stippvisite in Berlin, wo die Gruppe am frühen Dienstagnachmittag eintraf. Nach der Verteilung der Zimmer im Jugendheim der Berliner Stadtmission machten sich die 49 Jugendlichen und ihre vier Begleiterinnen auf den Weg zumindest einen kleinen Teil Berlins zu erkunden. Alles war leider in der Kürze der Zeit nicht möglich. So führte der Entdeckungsrundgang vorbei am neuen Hauptbahnhof, dem Bundeskanzleramt, dem Paul-Löbe-Haus zum Reichstagsgebäude. Von dort wanderte die Gruppe dann in Richtung Brandenburger Tor, vorbei am Mahnmal für die ermordeten Juden Europas bis zum Potsdamer Platz. Da am Mittwoch ein anstrengendes Besuchsprogramm anstand, gingen alle Mitglieder der Austauschgruppe verhältnismäßig früh zu Bett.

Am Mittwochmorgen stand der auf Einladung von Herrn Dr. Heider (MdB) zustande gekommene Besuch des Paul-Löbe-Hauses und des Bundestags im Reichstagsgebäude auf dem Programm. Herr Dr. Heider nahm sich die Zeit, die Fragen der französischen und deutschen Schülerinnen und Schüler ausführlich zu beantworten und berichtete beredt aus seinem Alltag als Bundestagsabgeordneter. Im Anschluss an das Gespräch hatten die Schülerinnen und Schüler sowie ihre Begleiterinnen Gelegenheit die Kuppel des Reichstagsgebäudes zu besichtigen und mehr als nur einen Blick in den Plenarsaal des Bundestages zu werfen. Der Besuch im "Zentrum der politischen Macht" endete mit einem gemeinsamen Mittagessen in der Kantine des Bundestags, bevor am frühen Nachmittag die Rückreise angetreten wurde.

Am Donnerstagmorgen hieß es dann um 8.00 Uhr Abschied nehmen, wobei nicht nur bei den Schülerinnen und Schülern, sondern auch bei einigen Gasteltern Tränen flossen. Der zehntägige Aufenthalt war - wie immer - viel zu schnell vergangen. Allzu lange müssen die Lüdenscheider Schülerinnen und Schüler und ihre Familien allerdings nicht auf ein Wiedersehen mit ihren französischen Freunden warten: die Franzosen werden bereits in der Vorweihnachtszeit wieder nach Lüdenscheid kommen, während die Staberger Schülerinnen und Schüler im Frühsommer 2013 wieder nach Saint-Quentin reisen werden.