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Strom aus der Sonne über dem Staberg

Photovoltaik-Anlage installiert


Verteter der Stadtverwaltung, der Schulen, Sparkasse und Enervie nehmen die Dachkonstruktion der Staberg-Pausenhalle in Augenschein.

WR v. 02.09.2011 - Es ist ein in vielerlei Hinsicht bemerkenswertes Projekt, das die Verantwortlichen gestern am Staberg seiner Bestimmung übergeben haben. Mit der Fertigstellung der Pausenhalle der Staberg-Gymnasien Scholl und Zepp gehen eine Photovoltaik- und eine Solaranlage in Betrieb, für deren Realisierung mehrere Partner reibungslos zusammengewirkt haben.

Die erforderlichen Mittel von 200 000 Euro investieren die Stadtwerke Lüdenscheid, um auf dem Dach der neu errichteten Pausenhalle regenerativ Strom zu produzieren. Das Geld wiederum stammt von der Sparkasse Lüdenscheid. Der Sparkassenbrief „proKlima“ mit einem Gesamtvolumen von fünf Millionen Euro für Projekte regenerativer Energieerzeugung war binnen zwei Wochen komplett gezeichnet, weil Lüdenscheider Bürger darin die Chance hatten, eine verlässliche Rendite mit Öko-Investitionen zu erzielen. Die Stadt selbst wiederum stellte das Gebäude – das ohne die Beteiligung des Fördervereins und auch der Sparkasse kaum noch hätte realisiert werden können.

Physik-Unterricht am Exempel

Dazu kommt die Fa. Kostal, die selbst entwickelte und gefertigte Technologie zum Einsatz bringt. Die nötigen Gleichrichter kommen aus der Kostal-Solarsparte, in der man ein wichtiges Betätigungsfeld für die Zukunft sieht, wie Geschäftsführer Andreas Kostal gestern deutlich machte. Und natürlich sind beide Schulen selbst hochgradig interessiert nicht nur am Neubau der Pausenhalle mitsamt Kantine, sondern auch an der Anlage, die praktischer Bestandteil des Physikunterrichts werden könnte, so Dr. Stefan Werth Schuleiter des Zepp. Auch Kollegin Antje Malycha vom Scholl ist sich sicher, dass die Schüler so den energetischen Umbau Deutschlands ganz praktisch nachvollziehen können.

Weil ein Großteil der Beteiligten des gestrigen Termins auch sehr persönliche Erinnerungen an die eigene Schulzeit verband, war die Stimmung entsprechend gelöst. Und so konnte man auf dem ganz kurzen Dienstweg abstimmen, dass die Photovoltaik-Anlage auch eine Anzeige benötigt, an der die erzeugte Energie ablesbar wird.