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Kursfahrt in die Toskana

Bericht von Robin und Christian (Jgst. 13)

 

Vom 24.08.2012 bis zum 01.09.2012 begaben sich der Mathematik-Leistungskurs von Frau Breitkopf (ZGL) und der Biologie-Leistungskurs von Herrn Haferberger auf eine Reise in die Toskana.

Nach einer 14-stündigen Busreise machten wir Station in Pisa, wo wir den schiefen Turm und den Dom zu sehen bekamen. Daraufhin bekamen wir die ersten Referate zu hören und hatten dann noch ein bisschen Zeit, um den Rest der Stadt zu besichtigen und ein Mittagessen zu uns zu nehmen.

Daraufhin ging es nach Montecatini, einem netten Ort mit einer bekannten Therme und ca. 200 Hotels, unter denen auch unser Hotel war. Hierbei handelte es sich um ein angenehmes Mittelklasse-Hotel mit Drei- bzw. Vierbettzimmer auf mehrere Stockwerke verteilt. Des Weiteren war ein kleiner und gut gechlorter Pool vorzufinden, der nach langen Stadtbesichtigungen oftmals als erste Abkühlung vor einer Dusche genutzt wurde. Die Zimmer waren alles in allem sauber und in guter Verfassung und auch verhungern musste man nicht, da es ein ausreichendes Frühstück und auch gutes Abendessen gab, welches in drei Gängen, die sich aus einem Nudelgericht, einem Fleischgericht mit Gemüsebeilage und einem Nachtisch zusammensetzten.

Der erste Abend bestand aus dem gemeinsamen Abendessen und der Erkundung Montecatinis. Um 0 Uhr war Bettruhe angesagt, womit jeder gut leben konnte, da die Anstrengungen der Fahrt und die für Sauerländer ungewöhnlich hohen Temperaturen allen in den Knochen steckten.

Der Sonntag begann mit einem gemeinsamen Frühstück. Danach machten wir uns per Bus auf in Richtung Vinci, den Geburtsort Leonardo da Vincis, um das dort ansässige Leonardo-Museum zu besichtigen. Nach der Ankunft in Vinci mussten wir erst den einzigen Regenschauer seit drei Monaten aussitzen. Es kam dann auch direkt das vom Himmel, was sich in drei Monaten angestaut hatte. Anschließend konnten wir den Bus verlassen und das Museum betreten. Hier erwartete uns eine Führung zu den interessanten Erfindungen Leonardos.

Daraufhin fuhr uns der Busfahrer zum Strand, da die Wolken längst vorbei gezogen waren und die Sonne die Luft auf angenehme 30°C aufgewärmt hatte.
Am Strand vertrieben wir uns die Zeit mit Fußballspielen, Lesen und Schwimmen unter Aufsicht der Lehrerinnen und Lehrer, da aufgrund des hohen Wellenganges Schwimmen kaum möglich war.

Am Montag machten wir uns auf nach Florenz, wo wir an einer ca. zweistündigen Stadtführung teilnahmen. Hierbei bekamen wir den Dom aus Marmor und den Palast der Familie Medici, die Florenz über Jahrhunderte beherrschte, zu sehen. Des Weiteren konnten wir an eindrucksvollen Beispielen die toskanische Architektur bestaunen. Im Anschluss daran besichtigten wir die Stadt auf eigene Faust und nutzten die Zeit zum Einkaufen und Mittagessen. Bei hohen Temperaturen suchte man sich auch gerne mal ein schattiges Plätzchen und ein kühles Getränk.

Der Dienstag begann wie jeder Tag mit dem gemeinsamen Frühstück, auf das die Fahrt nach Siena, eine außerordentlich schöne Stadt mit kleinen Gassen und gemütlichen Restaurants, folgte. In Siena angekommen hörten wir im Schatten des Domes weitere Referate, bevor man zur Stadtbesichtigung überging. Hier hatte Siena besonders mit dem 100 Meter hohen Rathausturm und dem nicht fertiggestellten Dom einiges an Sehenswürdigkeiten zu bieten. Auch ein Mittagessen in einem der vielen und auch ziemlich teuren Restaurants war die Besichtigung wert.

Leider hatte der Busfahrer, der während unserer Abwesenheit den Bus geputzt hatte, eine schlechte Nachricht für uns. Ein für die Fahrt wichtiges Bauteil war kaputt gegangen, sodass der Busfahrer alle fünf Minuten anhalten und den Bus ausschalten musste. Dummerweise war dieses Bauteil auch für die Funktionalität der Klimaanlage essentiell. Wir hatten also nicht nur mit der Dauer der Rückfahrt, sondern auch noch mit einer defekten Klimaanlage zu kämpfen, wodurch der Bus in der Nachmittagssonne zur Sauna wurde.
Glücklicherweise ging die Reparatur innerhalb eines Tages von statten, sodass wir den Ersatzbus, den der hoch engagierte Busfahrer für uns organisiert hatte, bloß einen Tag in Anspruch nehmen mussten.

Abends ging es dann mit einer Zahnradbahn auf den Berg, auf dem das kleine Städtchen Montecatini Alto gebaut ist. Ein Besuch in einer der schön eingerichteten Bars war natürlich Pflicht.

Mittwochs fuhren wir mit dem Bus ans Meer, aber nicht um zu schwimmen, sondern um auf ein Schiff zu steigen, das uns zum hintersten Ort der Cinque Terre, einen Küstenabschnitt mit fünf kleinen Orten, brachte. Von dort aus ging es eineinhalb Stunden bei mindestens 35°C zu Fuß über die Berge entlang der Küste zum nächsten Ort der Cinque Terre. Dort angekommen warteten zum Glück ein angenehmes Bad im Meer und ein Schiff zurück zum Bus auf uns. Alles in allem verlangte die Wanderung einiges von uns allen ab.

An unserem vorletzten Tag in der Toskana besichtigten wir Lucca, eine Stadt die alles in allem mit Werdohl verglichen werden kann. Immerhin war das die erste Stadt, in der man nicht zwei Euro für eine Kugel Eis bezahlen musste. Nach einem nicht allzu langen Aufenthalt in Lucca ging es dann glücklicherweise zum Strand.

Der letzte Tag begann mit dem Packen des Gepäcks und dem Warten auf die Fahrt nach Verona, die sich aufgrund der für Busfahrer vorgeschriebenen Fahrtzeiten stark verzögerte. Des Weiteren hatten wir nochmals Glück mit dem Wetter, da für Verona Regen angesagt war. Dies bewahrheitete sich zu allem Überfluss auch noch. Wie am Sonntag zuvor hieß es, dass das schlechte Wetter ausgesessen werden musste.

Der Rest des Tages war trotz des Regens schön, da auch Verona mit seinem Kolosseum und den gemütlichen Cafés und Restaurants einiges zu bieten hatte.
Für 20 Uhr war die Rückfahrt angesagt, auf die sich alle trotz der guten Atmosphäre und der schönen gemeinsamen Tage sichtlich freuten. Am Ende dieser Kursfahrt stand dann das freudige Wiedersehen mit Eltern, Freundinnen und Freunden.

Alles in allem war es eine gelungene, aber auch anstrengende Kursfahrt, an die jeder mit einem Lächeln auf den Lippen und schönen Erinnerungen zurückdenken wird.