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'Schule trifft Chirurgie' für Felix Burda Award nominiert

Zum vierten Mal veranstalten Referentinnen und Referenten des Klinikums Lüdenscheid mit dem Biologie-Leistungskurs des Geschwister-Scholl-Gymnasiums eine Fortbilungsreihe zur Darmkrebs-Prophylaxe.


Schule trifft Chirurgie

  Informationen zum Projekt 'Schule trifft Chirurgie' des Märkischen Darmzentrums und
     des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Lüdenscheid
  Nominierung für den Felix Burda Award 2013
  Ablauf der Informationsveranstaltung am Samstag, d. 16.03.2013
  'Schule trifft Chirurgie' - Kampf gegen den Krebs - LN v. 18.03.2013
  Tag in der Chirurgie: Abiturienten im Ärztekittel -
LN v. 14.03.2013
  'Schule trifft Chirurgie' für Felix Burda Award nominiert - LN v. 14.03.2013

  


Das Projekt 'Schule trifft Chirurgie'

Anspruch an Schule ist immer auch auf das Leben vorzubereiten und Heranwachsende zu befähigen, Anforderungen und Bedrohungen adäquat zu begegnen. Deshalb sind Schulen immer häufiger der Ort, an denen über Erkrankungen informiert wird. Darmkrebs betrifft Erwachsene im Alter zwischen dem 30. und 80. Lebensjahr, nimmt in der westlichen Welt zahlenmäßig dramatisch zu und ist verantwortlich für ca. 80.000 Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland.

Mit den Möglichkeiten der Vorsorge könnten die meisten Darmkrebserkrankungen vermieden werden, wenn die Bevölkerung die von den Kassen bezahlte Vorsorge annähme. Um hier aufklärend und motivierend tätig zu werden, haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abteilung für Allgemein- und Visceralchirurgie am Klinikum Hellersen und Michael Haferberger, Biologielehrer des Geschwister-Scholl-Gymnasiums, vor 4 Jahren das Projekt „Schule trifft Chirurgie“ gerufen.

 

Jeweils im März veranstalten Referentinnen und Referenten des Klinikums mit dem Biologie-Leistungskurs des Abiturjahrganges eine Fortbildungsreihe über Krebserkrankungen im Allgemeinen und Darmkrebs im Besonderen. Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere die genetischen und molekularen Grundlagen und Ursachen für die Entstehung von Krebs.

In der zweiten Woche des Projekts besuchen die Schüler in kleinen Gruppen die Abteilung für Visceralchirurgie am Klinikum Hellersen und begleiten die sie betreuenden Ärzte auf den Stationen und im OP, um so einen Eindruck von der täglichen Arbeit insbesondere in der Chirurgie zu bekommen. Zielsetzung ist damit einerseits eine praxisorientierte Vorbereitung der Schüler auf die für das Abitur relevanten molekulargenetischen Themen, andererseits aber auch naturwissenschaftlich interessierte Oberstufenschülerinnen und -schüler für die Medizin, insbesondere für die Chirurgie zu gewinnen.

Abschließend wird das Projekt in die alljährlich stattfindende Informationsveranstaltung für interessierte Laien integriert: Die Schülerinnen und Schüler übernehmen während dieser Veranstaltung Kurzvorträge zu einzelnen Themen, die auf den im Unterricht und während des Klinikpraktikums gemachten Erfahrungen basieren. Von ärztlicher Seite wird anschließend das Thema Darmkrebs laienverständlich von der Prävention über die Diagnose und die verschiedenen Behandlungsmethoden bis zur Nachsorge behandelt.

  


In diesem Jahr ist das Projekt "Schule trifft Chirurgie" in der Kategorie "Engagement des Jahres" für den Felix-Burda-Award 2013 nominiert. Die Felix-Burda-Stiftung zeichnet seit 2003, als Highlight des jährlichen Darmkrebsmonats März, die erfolgreichsten, innovativsten und herausragendsten Projekte und Leistungen auf dem Gebiet der Darmkrebsvorsorge mit dem aus. Wer von den Nominierten am Ende als Preisträger mit dem Felix Burda Award ausgezeichnet wird, wird am 14. April während der Gala bekannt gegeben und mit Spannung erwartet.

  


Informationsveranstaltung am Samstag, d. 16.03.2013

  

'Schule trifft Chirurgie' - Kampf gegen den Krebs

LN v. 18.03.2013 - Die Zahlen lassen wohl sämtliche Alarmglocken schrillen: Mehr als 70.000 Menschen erkranken jährlich in Deutschland an Darmkrebs, rund 30.000 sterben daran. Tendenz steigend. Das alles schreit geradezu nach einem starken kollektiven Abwehrkampf gegen das gefürchtete Leiden.

Da passte es ins Bild, dass die Fortbildungs- und Veranstaltungsreihe „Schule trifft Chirurgie“ den Darmkrebs und seine Bekämpfung jetzt wieder auf die Tagesordnung setzte. Rund 80 Teilnehmer waren dabei im Seminarzentrum Hellersen erschienen. Neben Medizinern, Krankenkassen-Vertretern und Patienten zeigten vor allem auch Schüler der beiden Staberger Gymnasien Präsenz. Kurzum: Es war für alle Seiten ein nützlicher Austausch, der auch Laien verständlich blieb. So war es von den Initiatoren auch gewollt.

Zum Hintergrund: Das Projekt „Schule trifft Chirurgie“ ist eine seit vier Jahren existierende Kooperation zwischen der Abteilung für Allgemein- und Bauchchirurgie am Klinikum Lüdenscheid sowie dem Zeppelin- und dem Geschwister-Scholl-Gymnasium. Im März jeden Jahres besuchen dabei angehende Staberger Abiturienten des Biologie-Leistungskurses gruppenweise die Bauchchirurgie in Hellersen, bevor dann besagte Abschluss-Veranstaltung ansteht. Es geht um den Kampf gegen den Krebs und auch um eine praxisorientierte Abitur-Vorbereitung der Staberger Schüler in Sachen Molekular-Genetik.

Der Info-Austausch im Seminarzentrum Hellersen bot dem Publikum am Samstag nun erneut aufschlussreiche Beiträge – präsentiert von Medizinern des Klinikums, aber eben auch von Staberger Biologie-Schülern. Eine zentrale Erkenntnis an diesem Vormittag: Dem Darmkrebs kann man mit der richtigen Ernährung und viel Bewegung gut vorbeugen. Und eine weitere Botschaft des Treffens: Darmkrebs ist oft heilbar – wenn er den rechtzeitig erkannt wird.


Projekt 'Schule trifft Chirurgie' 2012

  


Tag in der Chirurgie - Abiturienten im Ärztekittel

LN v. 14.03.2013 - Der Tag in der Chirurgie des Märkischen Darmzentrums begann für Max Lukas, Norman und Lars aus dem Leistungskurs der Staberger Gymnasien zunächst einmal mit der Einkleidung.

Der weiße Ärztekittel war schnell übergestreift und schon ging’s in die Frühbesprechung, in der das Team um den Direktor der Klinik für Allgemein-, Visceral- und spezielle Visceralchirurgie, Prof. Christopher Kelm, das Geschehen in der vergangenen Nacht und den vorgesehenen Tagesablauf besprach. Danach wartete bereits der Leitende Oberarzt Dr. Sven Schröder auf die drei Praktikanten, die gestern einen Tag in der Chirurgie verbrachten, um nach theoretischen Einheiten im Bio-Unterricht Eindrücke von der Praxis zu bekommen.

Die Abiturienten erlebten live zwei Gallenblasenentfernungen mit: „Das war super interessant“, meinte Lars Dumke. „Es ist doch viel mehr Handwerk gefragt als ich dachte.“ Die operative Technik mit den erforderlichen Schnitten und der Beobachtung mittels einer Kamera beeindruckte auch seine beiden „Kollegen“, die zudem erfuhren, dass natürlich auch nach den Operationen viele Dinge bei der Behandlung der Patienten berücksichtigt werden müssen.

Die vierte Fortbildungsreihe „Schule trifft Chirurgie“, der eine Kooperation zwischen Märkischem Darmzentrum und dem Biologie-Leistungskurs der Staberger Gymnasien zugrunde liegt, legt besonderen Wert auf die Prävention. „Der Darmkrebs kann verhindert werden“, ist Prof. Dr. Christopher Kelm überzeugt. Der Darmkrebs als solcher, Symptome, Ursachen und Vorbeugung sind die zentralen Themen am Samstag von 10 bis 12 Uhr im Seminarraum Hellersen (Haus 7). Dann stehen Vorträge der Experten, aber auch von Schülern auf dem Programm. Alle hoffen auf eine möglichst große Resonanz – Fachleute und Abiturienten, die sich im Vorfeld viel Mühe gegeben haben.

  


'Schule trifft Chirurgie' für Felix-Burda-Award nominiert

LN v. 02.03.2013 - Es ist schon die vierte Veranstaltung dieser Art, aber sie bleibt aktuell und notwendig wie beim ersten Mal: „Schule trifft Chirurgie“ heißt das gemeinsame Projekt des Märkischen Darmzentrums im Klinikum und den Schülern des Leistungskurses Biologie der beiden Staberger Gymnasien. Gestern fiel der Startschuss mit einem Referat von Prof. Dr. Gerhard Heil, Direktor der Klinik für Onkologie und Hämatologie, in dem es um die Entstehung und Behandlung von Tumoren ging. In weiteren Bio-Stunden stehen die genetischen und molekularen Grundlagen und Ursachen für die Entstehung von Krebs im Fokus.

In der zweiten Projektwoche besuchen die 27 Schüler des Geschwister-Scholl- und des Zeppelin-Gymnasiums, darunter sind auch drei aus den Grundkursen, die Abteilung Visceralchirurgie und begleiten die betreuenden Ärzte auf den Stationen. „Einerseits ist so eine sehr gute Vorbereitung auf das Abitur möglich. Andererseits wird das Interesse der Schüler für die medzinischen Möglichkeiten vor Ort geweckt“, sagt Michael Haferberger, der den Biologie-Leistungskurs leitet und das Projekt gemeinsam mit den Professoren koordiniert. Dazu gehört zum Abschluss auch eine Informationsveranstaltung, diesmal am 16. März von 10 bis 12 Uhr im Seminarzentrum Hellersen (Haus 7). Dort übernehmen auch die Schüler Kurzvorträge. Die Ärzte klären über Darmkrebs auf – von der Prävention über Diagnose bis zu Behandlungsmöglichkeiten.

„Unser Ziel ist es, möglichst viele Eltern und Angehörige der Schüler, aber auch alle Interessierten zu erreichen und ihnen die Notwendigkeit der Prävention zu verdeutlichen“, sagt Michael Haferberger. „Mit einer guten Prophylaxe kann man Darmkrebs verhindern.“ Sparkasse und AOK unterstützten das Projekt, auf das zudem mit 1200 Flyern, die am Scholl und Zepp verteilt wurden, hingewiesen wird. „Wir hoffen auf eine große Resonanz.“

Der Gründer des Projekts, Prof. Dr. Christopher Kelm, hat das Projekt der Felix Burda-Stiftung vorgeschlagen. Sie verleiht seit 2003 im Darmkrebsmonat März einen Award – eine Auszeichnung – für besondere Projekte. „Wir sind unter fünf Nominierten“, freuen sich alle Beteiligten. Die Entscheidung fällt am 14. April in Berlin.

 Projekt 'Schule trifft Chirurgie' 2010