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Vorteile der Europäischen Union nutzen

Bundestagsabgeordneter Dr. Matthias Heider (CDU) diskutiert mit Schülern über die EU

LN v. 08.05.13 - Anlässlich des siebten bundesweiten EU-Projekttages besuchte der Bundestagsabgeordnete Dr. Matthias Heider (CDU) das Geschwister-Scholl- und das Zeppelin-Gymnasium, um mit rund 300 Schülern über die Europäische Union zu diskutieren. Der Projekttag wurde auf Initiative von Bundeskanzlerin Angela Merkel ausgerufen. An diesem Tag sollen sich Schüler verstärkt mit dem Thema EU auseinandersetzen.

Heider, der selbst am Staberg zur Schule ging und sich freute, den Schülern durch die Diskussionsrunde sozusagen zwei Freistunden verschaffen zu können, stellte die Europäische Union und deren Wichtigkeit für Deutschland zunächst kurz vor. Einer der Erfolge der EU sei, dass die europäischen Nachbarstaaten in den vergangenen 60 Jahren keine Kriege mehr geführt hätten. Das sei vor allem für Deutschland, das an den letzten beiden Weltkriegen maßgeblich beteiligt war, ein großer Gewinn. Heute seien 27 Staaten Mitglied in der Union, mit Kroatien käme im Sommer das 28. Mitglied hinzu. Für den gemeinsamen Binnenmarkt sei vor zehn Jahren die einheitliche Währung die Krönung gewesen. Deutschland sei der erfolgreichste Staat in der EU und sei deshalb auch in der Lage, Ländern wie Spanien, Griechenland oder Zypern bei der Bewältigung der wirtschaftlichen Krise zu unterstützen. "Wir haben die Krise nicht zuletzt dank unseres gesunden Mittelstandes gut überwunden", erklärte Heider.

Daran schloss sich auch die erste Frage aus den Reihen der Schüler an. Denn die neue Saatgut-Verordnung der EU sei ja von Lobbyisten geschaffen worden und benachteilige vor allem kleinere mittelständische Unternehmen. Heider sagte dazu, dass auch er finde, dass diese Regelung überarbeitungswürdig sei. Die Herausforderung sei hier, die Produktion von Saatgut auch weiterhin für mittelständische Hersteller möglich zu machen.

Zum möglichen EU-Austritt von Großbritannien sagte Heider, dass er nicht glaube, dass der Inselstaat tatsächlich austreten wird. "England war schon immer sehr europakritisch. Aber dass sie lieber austreten, als weiterhin die vielen Vorteile der Union zu nutzen, kann ich mir nicht vorstellen." Vor einem Austritt könne er auch nur warnen. Schließlich sei es, neben den offenen Grenzen, mit enormen Vorteilen verbunden, Waren zum EU-Kurs anbieten zu können.

Auf die Frage, ob er sich als Deutscher oder als Europäer sehe, sagte Heider: "Beides! In meiner Brust ist genug Platz für zwei Herzen."