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SV führt Schollschüler durch ein vereintes Europa

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In diesem Schuljahr fanden die SV-Stunden zum Europatag am Geschwister-Scholl-Gymnasium für alle Schülerinnen und Schüler der 5. bis 8. Klassen statt. Hatte sich die SV im Vorjahr für die Oberstufe als Zielgruppe eines Europatags entschieden, so wagte sie sich nun an die Herausforderung heran, am Morgen des 29.04.2014 zwei Doppelstunden zum Thema Europa für 340 Schülerinnen und Schüler zu planen und durchzuführen.

Über die Planung war man im erweiterten Schülerrat bereits Anfang des Jahres einig: in einem Parcours mit drei Europastationen sollten jeweils zwei Klassen in einer Doppelstunde Europa interaktiv kennenlernen. Geführt und begleitet werden sollten sie von Jan-Phillip, Linda und Kai, die alle der SV angehören.

Und damit dies gelingen konnte, baten die Schülerinnen und Schüler die Bundestagsabgeordnete Petra Crone (SPD), zwei Politiklehrkräfte und die Mitarbeiterinnen des Cafeteria-Vereins darum, mit kreativen Ideen an diesem Vormittag zur Verfügung zu stehen. Was dabei herauskam, begeisterte die 340 Schülerinnen und Schüler, die Cafeteria-Eltern, die begleitenden Lehrkräfte und vor allem Petra Crone, die einen Marathon von sechs Europastationen alleine zu bewältigen hatte, gleichermaßen.

 

In der Cafeteria erwartete die Kinder je nach Altersgruppe eine kurze Einführung an der Europafahne, danach mussten vielfältige Lebensmittel aus verschiedenen europäischen Ländern ihrem Herkunftsland zugeordnet werden, es wurden Informationen über europäische Speisen erarbeitet (Woher kommt beispielsweise der Name ‚sandwich‘?), in Gruppen wurden Quizaufgaben erarbeitet und als eindeutiger Höhepunkt durften verschiedene europäische Häppchen aus einem von den Eltern liebevoll kreierten und besonders üppigen europäischen Buffet verkostet werden.

An einer zweiten Station begrüßte die Bundestagsabgeordnete Petra Crone, selbst ehemalige Schülerin des Scholls, die Kinder mit Themen wie Tourismus oder Geschichte der Europäischen Union. Besonders ging sie aber auf die aktuellen Fragen der Schülerinnen und Schüler ein. Schnell entwickelten sich Gespräche über Krieg und Frieden, die Ukraine oder Möglichkeiten der Diplomatie in gewaltsamen Konflikten. Viele Kinder erzählten auch von ihren Erfahrungen, die sie oder ihre Eltern oder Großeltern in ihren europäischen Herkunftsländern gemacht hatten. So richtig hatte sich hier vermutlich noch niemand Gedanken darüber gemacht, wie viel Migrationshintergrund in fast jeder Familie steckt. Man war sich einig, dass spätestens nun der Europagedanke wirklich lebte und greifbar war.

 

Eine Klassenstation schloss den Parcours ab. In den Klassen 5 und 6 stand das Thema ‚Europa – unser Geld‘ im Vordergrund, wohingegen es in den Klassen 7 und 8 um die Frage ‚ein Europa – viele Europa?‘ ging. Die jüngeren Schülerinnen und Schüler fanden mit Hilfe unterschiedlicher Münzen heraus, aus welchem Land diese kamen und ordneten sie einer Europakarte zu. Ziel war es, die Münzen in ihrer Geldbörse anhand zusätzlicher Informationskärtchen besser kennen zu lernen, kulturelle Besonderheiten ausgewählter Länder zu erfahren und den Euro als verbindendes Element zu erfahren. Die älteren Schülerinnen und Schüler hatten es etwas schwerer: sie mussten sich in Gruppen mit dem Begriff ‚Europa‘ auseinandersetzen, geografisch, politisch, monetär, sportlich und kulturell.

Auch wenn niemand der anwesenden Schülerinnen und Schüler am 25. Mai 2014 zur Europawahl zugelassen ist, so sind sie sich darin einig, was sie an einem vereinten Europa politisch, wirtschaftlich, kulturell, finanziell, geografisch und dank des tollen Europabuffets kulinarisch haben.