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Guter Nährboden für heranreifende Berufswünsche

Leistungskurse der Q1 fahren zur Hannover Messe

LN v. 11.04.14 - Mit einem deutlichen "Hallo Hannover!" und "Hallo Industrie!" eröffnete Thomas Haensel, Geschäftsführer für berufliche Bildung bei der SIHK, die Hannover Messe 2014 für die rund 950 Jugendlichen, die bereits am frühen Morgen angereist waren. "Die Wirtschaft Europas guckt auf Sie", verdeutlichte Haensel seinem jungen Publikum. Die Messe sei eine ausgezeichnete Möglichkeit, Brücken zwischen den Schülern und der Wirtschaft zu schlagen.

Mehr als sechs Stunden hatten die Schüler Zeit, sich die Exponate und Berufsfelder auf der Messe näher bringen zu lassen. Auf dem Programm standen zwei Führungen in kleinen Gruppen, organisiert wurden diese von der bundeswieten Initiative 'Tec2You'. Die Leitung übernahmen dabei Studenten, die größtenteils selber technische Fachkenntnisse besaßen und den Teilnehmern einzigartige Eindrücke vom Studium der einzelnen Disziplinen vermittelten. Die Schüler konnten sowohl den thematischen Schwerpunkt der Rundgänge wählen, als auch spontane Wünsche äußern. Während sich auf der Messe vor allem Nanotechnologie, Nachhaltigkeit und 'Augmented Reality' als Trends abzeichneten, sind bei der jungen Zielgruppe laut Organisatoren Themen wie Umwelt und IT-TEchnik besonders beliebt.

Eine ganze Messehalle nehmen unter der Leitung von 'Tec2You' Firmen in Beschlag, die sich gezielt den potenziellen Fachkräften von morgen präsentieren wollen. Dort verknüpfen die ausstellenden Unternehmen Berufsinformation mit spielerischen Aktivitäten. So können sich Interessierte am Messestand von Siemens nicht bloß über Möglichkeiten der Ausbildung und des Studiums informieren, sondern gleich ihre Fähigkeiten beim Löten von LED-Ketten testen und sich in einer Simulation selbst an der Energieversorgung einer Stadt versuchen.

Nicht zuletzt deshalb kam in der Gruppe zu keiner Zeit echte Langeweile auf, viele junge Besucher schienen fasziniert von der ausgestellten Technik zu sein.

Ebenfalls sehr zufrieden zeigte sich Claus Hegewaldt von der SIHK. Die Zahl der jugendlichen Teilnehmer sei optimal, insgesamt habe in den technischen Branchen ein positiver Imagewandel stattgefunden und das Interesse der Jugendlichen sei gestiegen. Der Leiter der Lüdenscheider Geschäftsstelle geht für die Zukunft von einer zunehmend industriellen Prägung Südwestfalens aus, entsprechend wichtig sei es, das Interesse an Technik bei Kindern und Jugendlichen zu wecken. Schulabgänger, die sich für Technik interessieren, sieht er in einer "sehr glücklichen Position", die Wirtschaft werde "sehr stark um sie werben".

Am Ende des Tages blieben jede Menge neuer Eindrücke und vielleicht auch konkrete Berufswünsche.