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Dreiwöchiges Betriebspraktikum an der Universität Siegen

Bericht von Sophia und Lea (EF)

Vom 13. bis zum 30. Januar 2014 haben wir mit zwei Mitschülern das dreiwöchige Betriebspraktikum der zehnten Klasse an der Universität Siegen verbracht. Von unserem Praktikum haben wir erwartet, dass wir das Leben eines Studenten kennenlernen, Vorlesungen besuchen können und etwas über den Alltag an einer Universität lernen.

Wir haben erfahren, dass die Anforderungen an einen Studenten sehr hoch sind, dass man selbstständig, motiviert, selbstdiszipliniert und vor allem zielstrebig sein muss, um ein Studium gut absolvieren zu können. Wir haben Einblicke in das Leben eines Studenten erhalten. Ein Student ist für sich selbst verantwortlich. Wenn er nicht zur Vorlesung oder zum Seminar erscheint, muss er die behandelten Themen alleine nachholen. Wir waren überrascht, dass man als Student auch nebenbei so viele Hausaufgaben und Referate zu erledigen hat, was so ähnlich wie in der Schule ist. Eine studentische Mitarbeiterin hat uns die Bibliothek gezeigt und eine Aufgabe gegeben: jeder musste ein bestimmtes Buch suchen, wofür wir allerdings sehr lange gebraucht haben. Wenn man eine Weile studiert, ist man bestimmt schneller.

Die Dozenten waren sehr motiviert und so haben wir viele Berufe kennengelernt, weil wir die Vorlesungen der jeweiligen Bereiche besucht haben, z.B. Lehramt, Medienwissenschaften, Sprache und Kommunikation, Sozialwissenschaften und Naturwissenschaften. Den Stundenplan durften wir uns selbst zusammenstellen. Sehr gut hat uns das Seminar "Lehrerrolle" gefallen, weil wir gut in die Gruppen der Studenten integriert wurden.

Da wir uns besonders für Sprachen und Medien interessieren, waren wir meistens in Vorlesungen wie "Le théâtre français du 18e siecle", in der es um französisches Theater ging. Eine andere Vorlesung, die wir gut fanden, war "Sprache und Kommunikation". Ein Student der Medienwissenschaften hat uns erklärt, was in diesem Studiengang alles möglich ist, darunter ein Praktikum beim Fernsehen und ein Auslandssemester. Im Bereich Medien durften wir auch beim CampusTV zuschauen, einem Fernsehsender für Studenten von Studenten. Das war unser persönliches Highlight. Die Studenten haben uns genau erklärt, wie man Filme aufnimmt und schneidet, was wir sehr interessant fanden. Wir durften sogar selbst einen kleinen Film über unser Praktikum drehen.

Obwohl wir uns mehr für Sprachen und Medien interessieren, haben wir natürlich auch andere Veranstaltungen besucht, z.B. Astrophysik, Mathematik und Chemie. Wir hatten die Möglichkeit, die Sternwarte der Universität Siegen zu besichtigen. Währenddessen haben wir dabei geholfen, eine Schulklasse zu betreuen, die einen Ausflug dorthin gemacht hat. In der Chemieabteilung hat uns ein Professor verschiedene Stationen mit Experimenten erklärt, die wir nachher einer anderen Schulklasse vorführen und erklären mussten. Wir fanden es toll, dass die Professoren und Studenten uns diese Arbeit zugetraut haben.

Wir haben jetzt mehr Klarheit über unser Studium gewonnen, da die Studienberaterin Frau Klinner-Krebs mit uns eine kreative Studienberatung gemacht hat.

Wir haben gelernt, dass es an der Uni sehr wichtig ist, vieles selbst zu organisieren. Das haben wir auch während des Praktikums getan. Morgens sind wir mit dem Bus zur Uni gefahren, weil die erste Vorlesung meistens um acht Uhr anfängt. Wir haben uns bei den Vorlesungen dazugesetzt und zugehört oder mitgeschrieben. Bei den Seminaren konnten wir aktiv mitarbeiten, weil ein Seminar so ähnlich wie eine Unterrichtsstunde in der Schule aufgebaut ist. Zwischendurch waren wir in der Universitätscafeteria und haben Leute angesprochen, um mehr über den Alltag dort zu erfahren. Meistens sind wir um sechzehn Uhr nach Hause gefahren.

Wir haben fachspezifische Kenntnisse in verschiedenen Fächern erworben, aber auch Kenntnisse über das Leben als Student, z.B. wie man sein Studium finanzieren kann oder welche Freizeitangebote es an der Uni gibt. Wir finden es beeindruckend, was alles angeboten wird, darunter auch Job- oder Wohnungsangebote für die Studenten.

Wir wären gerne länger in Siegen geblieben, um noch mehr zu erfahren, z.B. über ein Studium im Ausland oder wie die Studenten bewertet werden. Auch für die Schule ist es sehr wichtig, motiviert zu sein, um sich eine gute Laufbahn zu schaffen und den gewünschten Studienplatz zu erreichen. Es ist unserer Meinung nach sehr empfehlenswert, das Praktikum an einer Universität zu machen. Wir sind uns alle einig, dass wir eine tolle Zeit an der Uni hatten, und dass es sich gelohnt hat, so viele Vorlesungen zu besuchen. Denn nicht jeder hat die Möglichkeit, schon mit fünfzehn für drei Wochen zu studieren.

Musikschule hautnah miterleben

Betriebspraktikum in der Einführungsphase

LN v. 24.01.14 - Vom 13. bis 30. Januar haben Celina und Luisa die Möglichkeit, als Praktikantinnen die Tagesabläufe an der Musikschule Lüdenscheid hautnah mitzuerleben. Die beiden jungen Frauen waren zuvor auch als Schülerinnen an der Musikschule aktiv, möchten voraussichtlich beide Musik studieren und sich aus diesem Grund schon jetzt informieren, was nach dem Studium beruflich in diesem Bereich möglich sein könnte.

Beide Mädchen sind längst selbst als Musikerinnen aktiv: Luisa hat sich auf das Klavier spezialisiert, Celina ist neben ihren Ambitionen am Klavier auch Flötistin.

Während ihres Praktikums haben Celina und Luisa die Möglichkeit, ausgiebig in den Musikunterricht hineinzuschnuppern und arbeiteten auch in anderen Bereichen wie zum Beispiel dem Sekretariat mit. Hier schauen sie nicht nur zu, sondern greiven der Sekretärin tatkräftig unter die Arme. "Uns gefällt bei unserem Praktikum besonders die Atmosphäre, die hier in der Musikschule herrscht", freut sich Luisa, und ihre Mitpraktikantin ergänzt: "Es ist einfach schön, immer von Musik umgeben zu sein, während alle hier so nett und hilfsbereit zu uns sind."

Dabei haben beide Mädchen schon jetzt ziemlich genaue Vorstellungen, was sie später beruflich machen möchten. Während sich Luisa durchaus vorstellen kann, im musikpädagogischen Bereich zu arbeiten, findet es Celina spannender, als Berufsmusikerin ihr Geld zu verdienen. "Ich würde es toll finden, später mal in einem großen Orchester zu spielen", meint Celina. Bis allerdings konkrete berufliche Entscheidungen anstehen, liegt natürlich noch ein weiter Weg vor den beiden jungen Frauen, bei dem das Praktikum in der Musikschule helfen kann, die Orientierung zu behalten.

Sehr interessant ist für die Mädchen auch, dass sie während ihres Aufenthalts in der Musikschule nach Herzenslust Instrumente ausprobieren können, mit denen sie sich bisher noch nicht oder nur sehr wenig beschäftigt haben. So besuchten die Praktikantinnen zum Beispiel den Geigen- und Bratschenuterricht, bevor Celina das Schlagzeug und Luisa das Schlagwerk testen konnte.

Gegen Ende des Praktikums nimmt schließlich Celina noch die Möglichkeit wahr, beim Flötenunterricht mit einer Musikschülerin dabei zu sein und diesen auch aktiv mitzugestalten. "Aufgeregt bin ich nicht, denn ich habe vorher schon Flötenunterricht gegeben", meint Celina selbstbewusst. Außerdem kennt sie das Mädchen, das sie unterrichten wird, bereits.

Eines steht für die beiden jungen Frauen, die ihr Praktikum nun fast abgeschlossen haben, auf jeden Fall fest: Die Musik wird in ihrem weiteren beruflichen wie privaten Leben auch in Zukunft eine große Rolle spielen.

 

Informationen zum Schülerbetriebspraktikum
Das Schülerbetriebspraktikum findet in der Einführungsphase am Ende des 1. Halbjahres (Januar) statt und dauert drei Wochen. Es setzt die selbstständige Praktikumsplatzsuche durch die Schülerinnen und Schüler voraus.


Das Schülerbetriebspraktikum umfasst

  • eine Einführungsveranstaltung zu Informationen über Ziele, Organisation und Durchführung des Praktikums,
  • eine Einführung in das Praktikum in der Schule mit Besprechung organisatorischer Fragen und Anleitung zur Abfassung des Praktikumsberichts,
  • Betreuung und begleitende Gespräche der Betreuungslehrkräfte mit den Schülerinnen und Schülern in den Betrieben sowie
  • eine gemeinsame Auswertung des Praktikums in den Betreuungsgruppen.

Die anschließende Auswertung der Praktikumsberichte erfolgt durch die Betreuungslehrkräfte, die den Schülerinnen und Schülern eine Rückmeldung geben und für die weitere Beratung - z.B. bei Ferienpraktika -, zur Verfügung stehen.