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Swing, Jazz und Evergreens

Benefiz-Matinée zugunsten der Palliativstation am Krankenhaus Hellersen

Am Sonntag, d. 06. Oktober 2013, fand in der Aula des Geschwister-Scholl-Gymnasiums eine Benefiz-Matinée zugunsten der Palliativstation am Krankenhaus Hellersen statt. Eröffnet wurde die Veranstaltung mit einem Sektempfang durch den Förderverein des Geschwister-Scholl-Gymnasiums, dessen Ehrenamtliche für das leibliche Wohl der Besucherinnen und Besucher sorgten.



LN v. 08.10.13 - Neue Freunde erspielte sich Footprints SL, die Big-Band der Musikschule, in der Aula des Geschwister-Scholl-Gymnasiums. Rund 150 Besucher erlebten ein bestens aufgelegtes Orchester, das mit seinem Benefizkonzert den Förderverein der Palliativstation am Klinikum Lüdenscheid unterstützte. Und aus diesem Umfeld kamen einige Besucher, die die Spielkultur von Footprints SL noch nicht live erlebt hatten.

Thomas Wurth, musikalischer Leiter der Big Band setzte im Scholl auf die bewährte Mischung aus Swing, Jazz-Spezialitäten und Bearbeitungen von Evergreens aus der Geschichte der Popmusik: “Blackbird“ von den Beatles, Frank Sinatras unsterbliches „My Way“ und der Klassiker „Straighten up and fly right“ aus der Feder von Nat King Cole – gesungen von Anja Bitzhenner, die mit Don Covays/Aretha Franklins „Chain of Fools“ nachlegte. Da kam Stimmung auf, die durch „Up to Date“ in die Pause verlängert wurde. Denn hinter diesem Titel verbirgt sich einer der Publikumslieblinge im Repertoire von Footprints SL, Max Gregers Titelmelodie des Aktuellen Sportstudios von 1965. Schlagzeuger Dieter Bierkämper nutzte die Vorlage zu einem Solo, bei dem kein Becken ungeschlagen blieb.

Nach der Pause ging es mit Vollgas und Leidenschaft weiter. Nach dem Evergreen „All of me“ schlich der "Pink Panther“ über die Bühne. Bei Michael Bubles „Moondance“ zeigte Thomas Wurth erstmals, dass er auch hervorragend singen kann – etwas später sollte er bei „Georgia on my Mind“ zu großer Form auflaufen. Das Publikum durfte sich auch beteiligen und ergänzte das gospelige „Cowabunga“ mit gut getimeten „Hallelujah“-Rufen. Rhythmisch grandiös schräg drängelte sich Heiner Wibernys „Ulla in Afrika“ dazwischen, und endlich kam auch Anja Bitzhenner zurück auf die Bühne und gestand: „I am so excited“. Dieser Fetzer löste langen Beifall aus, den die Besucher im Stehen darbrachten. Er galt den Instrumentalsolisten genauso wie den Sängern und dem ganzen Orchester, das mit Herzblut aufgespielt hatte. „Als echte Profis sind wir ja darauf vorbereitet“, beruhigte Thomas Wurth die „Zugabe!“-Rufe, und so legte „Footprints SL“  mir „Every body needs somebody“ nach.

Der Förderverein der Palliativstation am Klinikum Lüdenscheid unterstützt die Pflege von Schwerstkranken mit ergänzenden Therapien, der Finanzierung besonderer Patientenwünsche und Fortbildungen für Krankenschwestern, die sich der Pflege von Sterbenskranken widmen wollen.

Thorsten Skodra, Leitender Oberarzt der Palliativmedizin in Hellersen, schilderte am Rande des Konzertes der Musikschul-Big-Band, was der Verein möglich macht. So wünschte sich eine irakische Patientin in ihrer Heimat zu sterben. Als der Krankentransport in das Bürgerkriegsland zu spät kam, wurde ihre sterbliche Hülle in den Irak geflogen. Eine weitere Stoßrichtung sei die Erfüllung des Wunsches der meisten Patienten, zuhause in ihrer vertrauten Umgebung zu sterben, erklärte Thorsten Skodra.

Finanziert werden auch die Besuche einer Aromatherapeutin und die Anwendung alternativer Medizin, wie etwa die Phonophorese, die therapeutische Anwendung von hörbaren und nicht hörbaren Schallwellen.