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Gewachsene Freundschaften                                                 Programm

35 Jahre Schüleraustausch mit Saint-Quentin: Feier in der Staberger Pausenhalle

LN v. 09.12.2014 - Seit nunmehr 35 Jahren besteht der Schüleraustausch zwischen den Staberger Gymnasien und dem Lycée et Collège Henri Martin in Saint-Quentin. Die Lehrer Ernst-August Benfer, Günter Nyenhuis sowie Reinhard und Marlies Fricke riefen seinerzeit den Austausch maßgeblich ins Leben. Aus diesem Anlass fand nun eine Feierstunde in der Staberger Pausenhalle statt.

Mit dabei waren Schüler und Lehrer aus St.-Quentin, die in Lüdenscheid bis morgen im Rahmen eines zehntägigen Besuchs in der Bergstadt zu Gast sind. Im Anschluss an die Begrüßung durch die kommissarische Schulleiterin des Zeppelin-Gymnasiums, Melanie Blümel, erinnerte sich der zweite Stellvertretende Bürgermeister der Stadt Lüdenscheid, Björn Weiß, im Rahmen seiner Begrüßungsansprache an die eigene Teilnahme am Schüleraustausch und seinen ersten Besuch in Frankreich. "Ich war ein Schüler, der gar kein Interesse an dem Austausch hatte und dazu überredet werden musste", erinnerte sich Weiß. "In Frankreich standen sich dann zwei von Vorurteilen belastete Halbstarke gegenüber, die verunsichert in die Wohnung der Gasteltern gingen." Am Ende des Aufenthalts seien aus den beiden Jugendlichen dann Freunde geworden: "Und diese Freundschaft hält bis heute an."

Antje Malycha, Schulleiterin des Geschwister-Scholl-Gymnasiums, stellte ihren Ausführungen ein Zitat von George Washington voran: "Freundschaft ist eine Pflanze, die sehr langsam wächst." In 35 Jahren, so Malycha, konnten 1000 Schüler durch den Austausch das Leben in einem anderen Land kennenlernen. "In dieser Zeit sind viele neue Freundschaften entstanden, die bis heute gehalten haben", betonte die Schulleiterin des Geschwister-Scholl-Gymnasiums. "Es ist wichtig, in Kontakt zu bleiben! Deshalb blicken wir mit Zuversicht auf die nächsten 35 Jahre dieses Austausches."

Dann ergriff der Schulleiter des Lycée et Collège Henri Martin in Saint-Quentin, Philippe Dupont, das Wort. "Es gibt kein besseres Mittel, eine neue Sprache zu lernen, als in den Alltag eines fremden Landes einzutauschen", erklärte Dupont. Weder Frankreich noch Deutschland seien heute noch die Länder, die De Gaulle und Adenauer kannten. "Denken wir an alle, die die deutsch-französische Freundschaft initiiert haben und führen wir sie in ihrem Sinne weiter", lud Dupont alle Beteiligten ein.