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Scholl-Gymnasium verteidigt Titel

Schülerfußball-Stadtmeisterschaft: 3:2-Finalerfolg über Adolf-Reichwein-Gesamtschule

LN v. 11.06.2015 - Erfolgreiche Titelverteidigung und der zweite Streich in Folge von Trainer Oliver Kamp: Hatte der Lehrer vom Staberg tags zuvor die A-Altersklassen-Mannschaft der Staberger Gymnasien zum Titelgewinn geführt, gewann er gestern Abend auf dem Honsel mit der B-Klassen-Truppe des Geschwister-Scholl-Gymnasiums wie im Vorjahr erneut den Titel.

Um ein Haar hätte es eine Neuauflage des Vorjahresfinales gegeben, aber die Richard-Schirrmann-Realschüler mussten sich nach einem starken, aber torlosen Halbfinale den Adolf-Reichwein-Gesamtschülern im Elfmesterschießen geschlagen geben. Im Finale siegten die Gymnasiasten gegen die Kicker des Betreuerduos André Staack/Fabian Dilks verdient 3:2. Die Vorrundengruppe A war stark besetzt, nur das Zeppelin-Gymnasium fiel in der Vierergruppe leistungsmäßig etwas ab, startete mit einer 0:3-Niederlage gegen die Gesamtschüler ins Turnier. Mit dem gleichen Ergebnis wies das Geschwister-Scholl-Gymnasium mit ganz starker Vorstellung die Fuballer vom Bergstadt-Gymnasium in die Schranken. Die beiden Siegerteams trafen shcon am zweiten Vorrundenspieltag aufeinander, die Scholl-Kicker siegten knapp 2:1, das BGL blieb mit einem 2:0-Erfolg übers "Zepp" im Rennen, vergab aber einen möglichen höheren Sieg, hatte dann allerdings im Duell mit den Reichwin-Gesamtschülern überhaupt keine Chance und schied nach einer 0:3-Niederlage aus dem Turnier aus. Das "Scholl" machte es gegen die Staberger "Brüder" vom Zepp gnädig, gewann lediglich 2:1, war aber natürlich Gruppensieger.

Hochgradig spannend verlief der Kampf um die beiden Finalplätze in der Dreiergruppe B: Die Theodor-Heuss-Realschule um Betreuungslehrer Olaf Reuber trennte sich 1:1 von Jan Aßhauers Freien Christlichen Schüleren. Die bewiesen ihre gute Form auch beim zweiten Auftritt gegen die von Christoph Riedel und Natascha Samarzija betreuten Richard-Schirrman-Realschüler, mussten sich nach Halbzeitführung nur knapp 2:3 geschlagen geben. Mit einem Punkt hatten sie eigentlich nur wenig Hoffnung auf den Halbfinaleinzug. Doch die Realschüler vom Buckesfeld zeigten als Vorjahresfinalist den Kollegen vom Wefelshohl im letzten Vorrundenspiel deutlich die Grenzen auf, gewannen 4:0, so dass die Freien Christlichen Schulen die "Schirrmänner" in die Vorschlussrunde begleiteten.

Dort freilich wartete auf die Fußballer vom Schäferland das inzwischen zum Topfavoriten aufgestiegene Team des Geschwister-Scholl-Gymnasiums: Die Scholl-Kicker begannen dann auch überlegen, legten ein frühes 1:0 vor, vergaben zwei Riesenchancen und hatten dann soviel Glück wie der Gegner Pech: Praktisch in der Schlussekunde von Halbzeit eins gelang das 2:0, glich sich für die FCS das Glück des Vorrunden-1:1 gegen die THR acht Sekunden vor Spielende vielleicht wieder aus. Das Spiel schien entschieden, doch das GSG ging zu früh in den "Verwaltungsmodus", die "Freien Christen" gaben noch mal Vollgas, kamen durch Cedric noch zum Anschluss, aber nicht mehr zum Ausgleich.

Spannend auch das zweite Vorschlussrundenduell zwischen den Realschülern vom Buckesfeld und der Adolf-Reichwein-Gesamtschule: Nach zwei ganz schnellen Toren in den ersten drei Minuten blieb's beim 1:1, das den Weg öffnete zu einem denkwürdigen Elfmeterschießen: Nur Athanasios verwandelte für die RSR, für die Gesamtschüler behielten mit Ali und Utku immerhin zwei Kicker die Nerven und sicherten den Wehbergern den Finaleinzug.

Und das Endspiel hatte es noch einmal in sich: Wieder zeigte sich das "Scholl" zunächst von seiner besten Seite: Die Kamp-Elf legte in Halbzeit eins zwei Treffer vor, erhöhte per Elfmeter nach Wiederbeginn gar auf 3:0. Danach probierten es die Staberger einmal mehr mit der Ergebnisverwaltung und noch einmal stellte sich heraus, dass diese Art Fußball zu spielen nicht das Ding des Teams ist: Plötzlich waren die Gesamtschüler wieder im Spiel, verkürzten mit einem Elfmeter auf 1:3 und schafften sogar noch das Anschlusstor. "Letztlich aber kam euer Endspurt zu spät", meinte der Ehrenvorsitzende des Stadtsportverbands, Rüdiger König, bei der Siegerehrung sachverständig, hatte das Scholl als verdienten Sieger ausgemacht.