Zurück

Ökumenischer Schuljahresabschlussgottesdienst

Der Gottesdienst für die Schüler der 9. Klasse, der EF und der Q1 stand unter dem Thema „als Original geboren, als Kopie gestorben“. Wie immer fand der Gottesdienst in der Aula des Geschwister-Scholl-Gymnasiums statt. Die Resonanz war trotz der frühen Zeit (8.00 Uhr) ermutigend.

Der Gottesdienst wurde sehr abwechslungsreich gestaltet: Filmsequenzen, ein Anspiel, eine meditative Präsentation, die biblische Lesung, Gebete und Fürbitten, entsprechende Musik und eine adressatengerechte Predigt vom Jugendreferenten Daniel Scharf aus der ev. Kirchengemeinde Oberrahmede garantierten einen nachdenklichen wie interessanten Gottesdienst. Ein Anspiel leitete die Predigt ein.

Im Mittelpunkt standen die Gedanken des Predigers über den Wunsch nach Originalität. Wir Menschen sind ein Abbild Gottes, haben Vorbilder und ein (oder mehrere) Selbstbild(er). Als Abbild Gottes sind wir Menschen ein unverwechselbares Original und es bedarf keiner Anstrengung, sich seiner Einzigartigkeit permanent zu vergewissern. Das wurde auch in der Lesung – einem Auszug aus Ps. 139 -  deutlich: Gott kennt jeden Menschen, weil er ihn geschaffen hat. Wir sind auf eine Beziehung zu ihm hin angelegt.
Unsere Lebensweise hängt jedoch stark von unserem Selbstbild ab, welches uns von außen vermittelt wird. Je nach Art dieser Selbstwahrnehmung gestaltet sich unser Leben bzw. sind bestimmte Lebensbereiche betroffen. Daniel Scharf streute auch einige Beispiele aus seiner Vergangenheit ein, welche seine Gedanken eindrücklich verdeutlicht haben. So wurde klar, dass sich seine Frisur in den letzten Jahren entscheidend verändert haben muss – und das nicht nur farblich.  

Vorbilder sind in der Zeit des pubertären Umbruchs natürlich wichtig und prägen unser Leben bzw. bestimmte Lebensabschnitte. Auch die sozialen Medien spielen eine große Rolle, da z.T. der Zwang zur effekthascherischen und idealisierten Präsentation, zur auf Äußerlichkeit abzielenden Originalität dominiert. So wurde das Spannungsfeld vor Augen geführt, in dem wir uns bewegen, und auf die Bedeutung des Glaubens, welcher uns nicht aus dieser Spannung entlässt, aber durch die Liebe Gottes hilft, uns von falschen Vorbildern und Selbstbildern zu befreien, hingewiesen. Daniel Scharf gelang es – übrigens ebenso wie den „Moderatoren“ - durch seine unkonventionelle und lockere Art, die Zuhörerinnen und Zuhörer auf seinen gedanklich doch anspruchsvollen Weg mitzunehmen.

Nach der Predigt konnte man während einer Meditation über das Gesagte nachdenken. Segen und Fürbitten haben den Gottesdienst beschlossen und wer wollte, konnte danach  zur Erinnerung einen Bibelspruch mitnehmen.

Unser Dank gilt dem Vorbereitungsteam, welches sich über Monate Gedanken gemacht, organisiert und den Gottesdienst mit viel Engagement durchgeführt hat. Ebenso sei dem Technikteam und den Hausmeisterinnen gedankt, welche sich zu dieser Zeit im Dauereinsatz befunden haben. Bestimmt keine schlechten Vorbilder.

R. Zwiefka