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Der Schule Profil gegeben                                               Fotoalbum

Scholl-Gymnasium verabschiedet Leiterin/Geballte Erinnerungen an prägende Jahre

LN v. 19.06.15 - Wie viele Frauen sind das verabschiedet worden? Eine war's nur. Antje Malycha. Aber die hat's in sich. Das Abschlusszeugnis wurde ihr von allen Seiten ausgestellt. Die Fußstapfen, die ihre Highheels hinterlassen haben, sind groß. Das war der Tenor der Festredner in der Aula des Scholl-Gymnasiums, das sich gestern von seiner Leiterin verabschiedete.

 

In dem bunten Programmmix aus Grußworten, Tanz-, Musik- und Gesangvorführungen, sehr persönlichen Erinnerungen und offiziellen Wertschätzungen wurde einmal mehr deutlich, was Antje Malycha ihren Schülern und ihrer Schule in all den Jahren gegeben und ermöglicht hat. "Wir haben verstanden, dass wir Vielfalt leben müssen", sagte Schülersprecher Jan-Phillip Graf.

 

Selbst das sonst eher nüchterne Behördendeutsch erging sich in Lobeshymnen, wie Zitate aus der Personalakte zeigten. "Außergewöhnlich", "mustergültig", "souverän und situativ sicher", heißt es dort zu Stationen ihres Berufslebens. "Wir sind sehr dankbar, dass sie sich doch fürs Lehramt entschieden hat", bilanzierte Eva-Maria Mikat, Leitende Regierungsschuldirektorin der Bezirksregierung: "Sie hat der Schule ein Profil gegeben."

Bequem sei sie für den Schulträger nie gewesen, schmunzelte Bürgermeister Dieter Dzewas. Aber ihre Grundeinstellung sei immer gewesen, Teil eines Ganzen zu sein. Das bleibt sie auch, deutete der Bürgermeister an, der sie bereits für ein gemeinsames Engagement, die Einrichtung eines technischen Stipendiums der Firma Hueck, gewinnen konnte. Niemals geht man so ganz. Dass sie im Ruhestand tatsächlich die Füße hochlegen könnte - dieses Bild hatte keiner der Redner im Kopf, aber alle bewahren Bilder von ereignisreichen, anregenden, mitunter anstrengenden Schuljahren im Herzen.

 

Zu den geballten Erinnerungen gesellten sich viele Geschenke. "Damit rührt ihr mich sehr", sagte ein sichtlich bewegte Antje Malycha. Das Buch "Unsere besten Jahre" von der Stadt, eine Tortenphantasie von Kugelstoßerin Alexandra, eine große japanische Kirsche vom Förderverein, ein Buch, in dem jede Klasse eine Seite gestaltet hat - "da sind viele Schätze drin begraben", freute sich Antje Malycha, die zu alledem ein großes "Danke fürs Wir-Gefühl" mit nach Hause nahm.

 

Portrait: OStD' Antje Malycha (LN vom 18. Juni 2015)