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Fahrsicherheitstraining für Staberger Schülerinnen und Schüler

Am Donnerstag, d. 27.11.2014, und Dienstag, d. 09.12.2014, fanden zum wiederholten Mal polizeiliche PKW-Fahrtrainingsterminefür junge Erwachsene auf einem speziellen Verkehrsübungsplatz im Sauerlandpark in Hemer statt. 27 Schülerinnen und Schüler des Zeppelin- und des Geschwister-Scholl-Gymnasiums, zum Teil begleitet von einem Elternteil, nutzten das auf der Veranstaltung „Traffic Deadline“ vom Verkehrssicherheitsbeauftragten des GSG, Lehrer U. Wolff,  angebotene Fahrsicherheitstraining. Die Moderatoren PHK Axel Strüver und POK Uwe Düchting, begrüßten  die schon gespannt wartenden Schülerinnen und Schüler sowie Eltern im Schulungsraum.

 

In der Vorbesprechung berichteten die beiden Sicherheitsberater der Verkehrswacht Iserlohn den Teilnehmerinnen und Teilnehmern von ihren täglichen Erfahrungen bei der Aufnahme von Unfällen. Hier seien vor allem junge Fahrerinnen und Fahrer im Alter von 18 bis 25 Jahren überdurchschnittlich häufig beteiligt.

Besonders tragisch enden würden an den Wochenenden die sogenannten „Disko-Unfälle“, wo meist Fahranfänger aufgrund von Imponiergehabe bzw. gruppendynamischen Prozessen durch ihr risikoreiches Verhalten sich und andere gefährden.

„Überhöhte Geschwindigkeit ist dabei die Hauptunfallursache für oft tödlich verlaufende Unfälle! In diesem Jahr sind bereits drei junge Leute in eurem Alter im Märkischen Kreis ums Leben gekommen; die gibt es nicht mehr“, so Axel Strüver. „Das möchten wir nicht und deshalb sind wir froh, dass ihr heute hier seid!“, ergänzte er.

Hierdurch wurden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die besonderen Gefährdungen junger Fahrerinnen und Fahrer nachhaltig ins Bewusstsein gerückt und der Sinn und Zweck für ein solches Fahrtraining deutlich: sicherheitsbewusstes, rücksichtsvolles und verantwortliches Handeln im Verkehrsraum.

 

Die erste fahrpraktische Aufgabe war das Slalomfahren. Die Geschwindigkeit konnte von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zunächst frei gewählt werden. Hierbei wollten schon einige sportlich ambitionierte Fahrerinnen und Fahrer den anderen zeigen, was man so drauf hat. Doch schnell waren Grenzen erreicht und Pylonen wirbelten durch die Luft. In der anschließenden Nachbesprechung gingen die Moderatoren auf typische Fehler beim schnellen Richtungswechsel ein:

  • Übergreifen oder einhändiges Drehen mit der flachen Hand beim Lenken,
  • zu kurzer Blick vor die Motorhaube und
  • falsche Sitzposition, meist zu weit vom Lenkrad entfernt.

Wie man es richtig macht zeigte Strüver den Schülerinnen und Schülern vor den nächsten Durchgängen:

  • Hände in „Viertel vor Drei“-Position am Lenkrad und Arme überkreuzen beim Lenken,
  • Blick weit vorausschauend auf die letzte Pylone und
  • etwa eine knappe Armlänge Abstand (bis zum aufliegenden Handgelenk) zum Lenkrad.
  • Beine und Arme leicht gebeugt, die Rückenlehne des Fahrersitzes muss dabei den vollen Halt gewähren.
  • Die Kopfstütze genügend herausgezogen um ein Überstrecken des Kopfes bei einem Aufprall zu verhindern.

In den darauf folgenden Fahrmanövern ließ sich schon das zunehmende Fertigkeitsniveau der Teilnehmerinnen und Teilnehmer beobachten.

Und bei allem ernsten Hintergrund dieses Fahrtrainings kam auch der Spaß an der Sache nicht zu kurz, was vor allem an der freundlichen und lockeren Art der beiden Moderatoren lag.

Gefahrbremsungen aus verschiedenen Geschwindigkeiten und auf unterschiedlichen Untergründen und Ausweichen vor einem Hindernis auf glatter Fahrbahn waren weitere Lektionen dieses Lehrgangs. Es folgten Übungen wie das Erfahren von Fliehkräften auf der Kreisbahn und der Grenzen der Fahrphysik beim Kurvenfahren sowie Übungen zur Funktion und Wirkung von ABS und ESP. Hier kam es vor allem auf das richtige Gefühl für Kupplung und Gas an.

Die Übungen hierzu waren so aufgebaut, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Aufgaben, die ihnen die Moderatoren stellten, zunächst selbstständig mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten zu bewältigen versuchten. Nach entsprechenden Korrekturanweisungen begaben sie sich anschließend  erneut an die Fahrmanöver, die ihnen durchweg besser gelangen.

Nach der abschließenden gemeinsamen Auswertung zeigten sich die Schülerinnen und Schüler zufrieden und froh, ein solch professionelles Fahrtraining absolviert zu haben.