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Ökumenischer Schuljahresabschlussgottesdienst am 01.07.2016

Wie oft haben Sie in der letzten Zeit über Ihr Versagen nachgedacht oder es sich vor anderen eingestanden? Aha, man kann also festhalten, dass ein unangenehmes Thema in diesem Jahr im Vordergrund des Jahresabschlussgottesdienstes am Staberg stand: „Versagen- vom Millionär zum Tellerwäscher“.

Um die negativen Assoziationen etwas abzufedern, waren die Musik und übrige Gottesdienstgestaltung um so besser. Eine Band aus Cachon, Querflöte, Geige, Klavier, Trompete, Gitarre – um nur einige Instrumente zu nennen – begleitete den Gottesdienst. Das Repertoire umfasste traditionelle und moderne geistliche Lieder.

In der Lesung ging es um die Verleugnung des Petrus, der hier sicher an einem Tiefpunkt seines Lebens angekommen war. Ein von Schülerinnen selbst gedrehter schelmischer Film thematisierte das Alltagsspektum des kleinen Versagens: vom Topf mit überlaufender Milch bis zum Vergessen des Haustürschlüssels. (Der Teufel steckt ja oft im Detail). Hier konnten sich jede Zuhörerin und jeder Zuhörer wiederfinden – sogar die Lehrerinnen und Lehrer.  

In der Predigt sprach Sebastian Schulz – Pfarrer der Christuskirche – zunächst über Sabine Ball, die sich  in der amerikanischen Jet-Set-Gesellschaft bewegt und sogar mit einem amerikansichen Präsidenten getanzt, aber schließlich alles aufgegeben hat, um Menschen zu helfen, und sich erst von da an richtig frei gefühlt hat. Auch Steve Jobs habe oft über sein Versagen gesprochen und gerade aus seinen Fehlern sei etwas Neues hervorgegangen.

Jesus habe sich entäußert, kam vom Himmel zur Hölle, um uns Menschen zu erlösen, indem er auch in unser Versagen hineinkommen will. Die Kernaussage der Predigt  war, dass der Mensch in seinem Scheitern nicht alleine ist. Jesus teilt den Schmerz des Menschen und wenn dieser ihm sein Versagen in die Hände legt, kann er etwas Kostbares daraus machen – so wie die Perle in einer Muschel einem schmerzhaften Prozess entspringt. Schließlich hat Petrus auch eine neue Chance bekommen und er ist auch nicht gerade als Versager in die Geschichte des Christentums eingegangen.

Nach der Predigt konnte man während eines Liedes und entsprechender Bilder seinen Gedanken freien Lauf lassen (hier sei einmal für die Erstellung der Präsentation gedankt). Die Fürbitten, das Vaterunser und der Segen rundeten den Gottesdienst ab. Am Ausgang wurde noch ein giveaway verteilt. Leider reichte die Anzahl aufgrund der erfreulich hohen Besucherzahl nicht aus – wir haben versagt.

Für den engagierten Einsatz sei allen Mitwirkenden (Sebastian Schulz, den vorbereitenden Schülerinnen und Schülern beider Staberger Gymnasien, den Hausmeisterinnen) gedankt. Besonders sei hier auch die Technik genannt, die erst einen reibungslosen Ablauf des Gottesdienstes ermöglicht hat.