Staberger hören Vortrag über Darmkrebs

"Schule trifft Chirurgie" - Zusammenarbeit mit Klinikum


LN v. 08.03.17 - Schüler eines Biologie-Leistungskurses der beiden Staberger Gymnasien haben am Mittwoch einen anschaulichen Vortrag von Prof. Dr. Gerhard Heil, Direktor der Klinik für Onkologie und Hämatologie in Hellersen, über die Entstehung von Darmkrebs gehört.

Die Veranstaltung fand im Rahmen der Kooperation zwischen Klinikum und Staberg statt, die unter dem Titel „Schule trifft Chirurgie” bekannt ist. Der Vortrag bildete den Auftakt einer insgesamt dreiteiligen Vortragsreihe am Geschwister-Scholl-Gymnasium, einer sich anschließenden Hospitation der Schüler im Krankenhaus und ihrer Mitwirkung an der Info-Veranstaltung „Der Darmtumor gestern – heute – morgen” am 18. März.

Optimale Abi-Vorbereitung nebenbei

Berücksichtigt werden, wie bei interdisziplinären Behandlungskonzepten im Klinikum, auch Themen aus der Pathologie und der Chirurgie. Lehrer Michael Haferberger sagte zu seinen Schülern, die unmittelbar vor dem Abitur stehen, die Vorträge seien insbesondere für den Themenkomplex Genetik ganz nebenbei eine optimale Prüfungsvorbereitung.

Veranstaltung im Seminarzentrum des Klinikums

Die Veranstaltung „Der Darmtumor – gestern – heute morgen” aus der Reihe „Gesundheit im Dialog” findet am Samstag, 18. März, von 10 bis 12 Uhr im Seminarzentrum des Klinikums (Haus 7) statt. Das Klinikum, die AOK Nordwest und die Schüler des Bio-Leistungskurses laden alle Interessierten dazu ein. Denn das Ziel aller Kooperationspartner ist es, über die Behandlungs- und insbesondere Vorsorgemöglichkeiten bei Darmkrebs zu informieren.

Schule trifft Chirurgie

 

Anspruch an Schule ist immer auch auf das Leben vorzubereiten und Heranwachsende zu befähigen, Anforderungen und Bedrohungen adäquat zu begegnen. Deshalb sind Schulen immer häufiger der Ort, an denen über Erkrankungen informiert wird. Darmkrebs betrifft Erwachsene im Alter zwischen dem 30. und 80. Lebensjahr, nimmt in der westlichen Welt zahlenmäßig dramatisch zu und ist verantwortlich für ca. 80.000 Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland.

Mit den Möglichkeiten der Vorsorge könnten die meisten Darmkrebserkrankungen vermieden werden, wenn die Bevölkerung die von den Kassen bezahlte Vorsorge annähme. Um hier aufklärend und motivierend tätig zu werden, haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abteilung für Allgemein- und Visceralchirurgie am Klinikum Hellersen und Michael Haferberger, Biologielehrer des Geschwister-Scholl-Gymnasiums, im Jahr 2009 das Projekt „Schule trifft Chirurgie” gerufen.

Jeweils im März veranstalten Referentinnen und Referenten des Klinikums mit dem Biologie-Leistungskurs des Abiturjahrganges eine Fortbildungsreihe über Krebserkrankungen im Allgemeinen und Darmkrebs im Besonderen. Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere die genetischen und molekularen Grundlagen und Ursachen für die Entstehung von Krebs.

In der zweiten Woche des Projekts besuchen die Schülerinnen und Schüler in kleinen Gruppen die Abteilung für Visceralchirurgie am Klinikum Hellersen und begleiten die sie betreuenden Ärzte auf den Stationen und im OP, um so einen Eindruck von der täglichen Arbeit insbesondere in der Chirurgie zu bekommen. Zielsetzung ist damit einerseits eine praxisorientierte Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler auf die für das Abitur relevanten molekulargenetischen Themen, andererseits aber auch naturwissenschaftlich interessierte Oberstufenschülerinnen und -schüler für die Medizin, insbesondere für die Chirurgie zu gewinnen.

Abschließend wird das Projekt in die alljährlich stattfindende Informationsveranstaltung für interessierte Laien integriert: Die Schülerinnen und Schüler übernehmen während dieser Veranstaltung Kurzvorträge zu einzelnen Themen, die auf den im Unterricht und während des Klinikpraktikums gemachten Erfahrungen basieren. Von ärztlicher Seite wird anschließend das Thema Darmkrebs laienverständlich von der Prävention über die Diagnose und die verschiedenen Behandlungsmethoden bis zur Nachsorge behandelt.