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Projekt "Drogen"

Projektwoche 2003

Mit dieser aktuellen Problematik befassten sich 17 Schüler und Schülerinnen aus  der siebten und achten Jahrgangsstufe unter der Leitung von Herrn Nyenhuis und Frau Hoefeld. Mit viel Einfühlungsvermögen und Mühe machen sie die Gruppe mit dem Thema vertraut. Filmanalysen, Gedichte und Interviews sind nur einige Punkte  auf dem abwechslungsreichen Programm.

Zu Beginn des ersten Projekttages wurde ein 20-minütiger Kurzfilm über Drogenopfer gezeigt, den die Schüler  unter verschiedenen Gesichtspunkten analysieren sollten. Fragen wie „Wann beginnt Abhängigkeit?“ oder „Wann kann man mit dem Drogenkonsum aufhören?“ wurden ausführlich besprochen und diskutiert. Zusammen kam man zu dem Schluss, dass Drogen nicht bei Problemen helfen und man nur mit einem starken Willen und viel Disziplin aus dem Drogensumpf heraus kommen kann. Des weiteren wurde ein Tafelbild erstellt, in welchem verdeutlicht wurde, welche Ursachen zu Drogenkonsum führen. Dabei stellte sich heraus, dass Persönlichkeitsmerkmale, Gruppenzwang, familiäre Belastung und Verfügbarkeit der Drogen bedeutende Faktoren sind. Durch umfeldbezogene Beispiele wurden die Schüler zum Denken angeregt  und konnten sich dadurch besser in die Situation  der Betroffenen hineinversetzen. Anschließend verteilte man das Gedicht „Einsamkeit“ um es in der Gruppe zu besprechen. Man stellte sich hierbei die Frage, wie man Einsamkeit überwinden kann und verschiedene Lösungsvorschläge wurden gesammelt.

Weitere Analysen von Interviews von Süchtigen waren für die folgenden Tage geplant. In der Projektwoche  erwartete die Gruppe Besuch von Mitarbeitern der DROBS (Drogen Beratungsstelle) sowie der Polizei.

Am Montag machten die Teilnehmer eine ganz besondere Erfahrung. Neben Gesprächen mit der Polizei und Drogenberatern hatten die Lehrer für ihr Projekt eine Überraschung parat. Durch den LN-Bericht über einen ehemaligen Heroinsüchtigen aufmerksam geworden, der mit dem Fahrrad zur Tour de France gefahren war, luden sie Thomas Pusch ein. Der 48-Jährige nahm kein Blatt vor den Mund und berichtete freimütig über seine Drogen-Karriere, über Gefahren, Knast und psychischen und körperlichen Verfall - Drogenprävention aus erster Hand.