Ausflug der Klasse 6b zum Hochseilgarten Kalisho


Am Samstag, den 15.September 2007, unternahm die Klasse 6b einen Ausflug in den Hochseilgarten Kalisho in Halver. Über die Abenteuer, die uns dort erwarteten, berichtet Marco Hoffmann. Ganz herzlich sei an dieser Stelle den engagierten Eltern, besonders Herrn Dr. Gehlhar und Herrn Volz, gedankt, die diesen Ausflug ermöglichten.

„Obwohl die Anreise zum Hochseilgarten schwierig war, war der Ausflug ein unvergessliches Erlebnis. Nachdem wir zu Beginn in drei Gruppen aufgeteilt wurden -  jeder musste eine bunte Wäscheklammer aus einem Sack ziehen und zu dem jeweiligen Gruppenleiter der Farbe entsprechend gehen - durfte unsere Gruppe zuerst hoch in die Bäume.

Der Hochseilgarten

Die Plattformen von den von uns zu besteigenden Bäumen, das waren nur Holzbretter um einen Stamm genagelt, waren bis zu schätzungsweise 9 Meter hoch. Als erstes kletterten wir eine einfache Leiter hoch, nur von einem Seil gesichert. Danach gingen wir über eine Wackelbrücke ohne Geländer. Nachdem wir eine Strickleiter hochgeklettert waren, gingen wir langsam über ein Drahtseil, wir waren aber zweifach gesichert und hatten die Möglichkeit uns an der Seite in Brusthöhe an zwei weiteren Seilen links und rechts festzuhalten. Bei der nächsten Station wurde es schwieriger: Man ging wieder nur auf einem Seil und konnte sich nur an seinem Körpersicherungsseil festhalten und hin und wieder an Seilen, die von oben von einem weiteren Seil herunterhingen. Wenn man klein ist, ist es noch schwieriger, denn dann kommt man an noch weniger Seile heran und muss länger nur an dem Körpersicherungsseil geklammert auf dem Seil balancieren.

Danach wurde es lustiger, aber auch waghalsiger: Man musste sich von der nächsten Plattform abstoßen und nur an einem Seil in der Luft fahren wie mit einer Seilbahn. Kurz vor dem Ende musste man mindestens eine Hand loslassen, denn man musste ein Seil auffangen, das von dem Gruppenleiter zugeworfen wurde, damit jener einen dann wieder auf die Plattform ziehen konnte, auf der man nun nach der Wackelbrücke und der Strickleiter angekommen war. Dann musste man wieder über das Drahtseil gehen, wo man zweifach gesichert war und sich zu beiden Seiten fest halten konnte. Schließlich wurde man an einer Seilbahn 9 m nach unten gelassen. Zuletzt musste man den vorher angezogenen Gürtel, an dem das Körpersicherungsseil fest gemacht wurde, und Helm wieder ausziehen und an einer Schnur aufhängen.

Die Jakobsleiter

Die Jakobsleiter ist eine Art Riesenleiter, bei welcher der Abstand von Sprosse zu Sprosse ca. 1,70 m beträgt. Aber Achtung: Der Abstand wird nach oben hin immer größer! Die Jakobsleiter ist ungefähr 12 m hoch und dort an Ästen befestigt. Nun mussten wir jeweils zu dritt versuchen die Spitze zu erklimmen, was aus unserer Gruppe auch jeder schaffte. Vorher zogen wir abermals Gurte und Helm an. Weil am Gurt ein langes Seil befestigt war, welches bis zur Spitze hinauf führte und an einem anderen Baum wieder herunter hing, konnte jeder Klettermaxe von jeweils zwei Personen gesichert werden und so auch im Notfall herunter gelassen werden oder hoch gezogen werden. Wenn man schließlich oben angekommen war, konnte man fast wie in Schwerelosigkeit schwebend wieder herunter gelassen werden. Das machte großen Spaß!

Die Spiele

Für die jeweils dritte Gruppe gab es lustige und herausfordernde Spiele.\ Beim ersten Spiel stellten sich alle auf eine große Wippe und dann mussten\ wir die Wippe ins Gleichgewicht bringen. So ausgeglichen musste die Wippe bleiben, obwohl wir uns dann alphabetisch (Anfangsbuchstaben unserer Vornamen) ordnen mussten, ohne dass ein Ende der Wippe auf die Erde kam.

Für das zweite Spiel waren lange Spannseile zwischen zwei Bäumen gespannt, ein symmetrisches Spinnennetz. Es gab insgesamt 10 Löcher, für jeden aus unserer Gruppe eins. Weil man das Netz nicht berühren durfte, mussten die Leichtesten von uns vorsichtig durch die oberen Löcher gereicht werden, denn wenn wir das Netz berührten, hatten wir das Spiel nicht bestanden.

Beim dritten Spiel mussten wir als blinde Schlange (dank Augenbinden) aneinander einen bereits vorher eingeprägten Weg gehen und an zwei Stellen den richtigen von zwei Bechern mitnehmen.

Für das nächste Spiel wurden in ein von Seilen gespanntes Feld 42 Holzkärtchen mit den Zahlen von 1-42 gelegt. Dann mussten wir uns eine Strategie überlegen, wie wir als Gruppe alle Zahlen nach der Reihenfolge so schnell wie möglich abklatschen können, sodass immer nur einer im Feld ist, denn ansonsten gab es 3 Strafsekunden extra.\ Es gab noch eine Herausforderung: Das Ganze wurde viermal gemacht und jedes Mal mussten wir besser in der Zeit werden, denn sonst hatten wir auch dieses Spiel nicht bestanden.

Beim letzten Spiel stellten sich alle auf eine große Decke, und dann musste die Decke umgedreht werden, ohne dass sich einer auf den Waldboden stellen durfte. Wie das funktioniert, wird an dieser Stelle natürlich nicht verraten.”