Logistische Herausforderung für 72 Helfer


Cafeteria-Verein vom “Scholl” beim FAMO-Eröffnungstag dabei

WR v. 27.09.12 - Seit viereinhalb Jahren engagieren sich Eltern im Cafeteria-Verein des Scholl-Gymnasiums, um für eine abwechslungsreiche und gesunde Nahrungsmittel-versorgung während der Pausenzeiten zu sorgen. “Derzeit sind wechselnd etwa 72 Helfer ehrenamtlich im Einsatz”, freut sich Organisatorin Bettina Halbe.

Dieses Engagement hat den Machern der FAMO so gefallen, dass sie dem Verein den Betrieb eines von zehn Versorgungszelten während des Eröffnungstages auf dem Rathausplatz angeboten haben. Nachdem der Verein die Aufgabe angenommen hatte, hieß es eine gewaltige logistische Herausforderung zu bewältigen, werden doch Tausende von Besuchern erwartet.

Viele Spender

Der Verein selbst hat keine finanziellen Mittel, aus denen er schöpfen könnte, und Auflage der FAMO ist, nichts über einen Euro zu verkaufen. Somit hieß es für die Scholler, die Werbetrommel rühren und Sponsoren finden. Dass sie gut gearbeitet haben, zeigt sich daran, dass neben den Eltern auch die Lieferanten mitgemacht haben und die Aktion unterstützen. Allein der Kaufpark an der Brockhauser Ebene stellt 120 kg frisches Obst zur Verfügung. Salat to go, Mozzarella-Spieße, Muffins oder Frikadellen runden das Angebot ab.

Ein besonderer Hingucker wird ein Getränkebrunnen mit Eistee sein. Da alle Produkte vorproduziert werden müssen, werden diese in einem Kühlhaus frisch gehalten und mit einem Kleintransporter, der vom Autohaus Jürgens zur Verfügung gestellt wird, zum Rathausplatz geliefert. Der Erlös aus den Einnahmen soll jeweils zur Hälfte dem Förderverein des Geschwister-Scholl-Gymnasiums und dem Cafeteria-Verin zu Gute kommen.

Der Famo-Idee “Tor, Tür und Herz geöffnet”

 

LN v. 29.09.12 - Bei so vielen Ideen reicht eine Eröffnungsveranstaltung einfach nicht aus. Und so brachte das Team um Famo-Organisator Willi Denecke am Samstag erst die Ausstellung in der Städtischen Galerie auf den Weg und wenig später, von der Sternplatz-Bühne aus, auch die Vielfalt an Angeboten, die es für Familien in den kommenden vier Wochen konzentriert zu entdecken gilt.

„Genauso habe ich mir das vorgestellt!” Famo-Organisator Willi Denecke war am Ziel seiner Vision, als er gegen 14 Uhr auf dem Lüdenscheider Sternplatz die vielen Luftballons aufsteigen sah. Die Ballons nehmen Träume derer mit, die mit beiden Beinen fest auf dem Boden bleiben müssen. Manche Träume zerplatzen, aber andere kommen an – wenn auch nicht immer da, wo’s geplant war. Auch für Denecke und alle die, die in jahrelanger Arbeit daran mitgewirkt haben, geht an diesem Wochenende ein Traum in Erfüllung. Auch hier war nicht von Anfang an zu planen, wo die erste Idee – eine Ausstellung für seine Nichte zu organisieren – Willi Denecke einmal hinführen würde.

Der Famo sei der bundesweit erste und einzige Familienmonat, hatte zuvor schon Marian Heuser betont. Der gebürtige Lüdenscheider, „Entertainer und Papa”, moderierte den Auftakt der ereignisreichen Familienwochen in den Museen der Stadt. Dort stimmte er rund 500 Gäste, darunter die zahlreichen Sponsoren, Vertreter aus Politik, Verwaltung und öffentlichem Leben, auf die Besonderheiten des rund 130 Veranstaltungen umfassenden Familienmonats ein.

Bürgermeister Dieter Dzewas machte in seiner Rede aber auch klar, dass der Famo „nicht der Beginn von Familienförderung in dieser Stadt” sei. Mit dem Bündnis für Familie sei man in Lüdenscheid schon lange unterwegs, aber diese private Initiative gebe dem Ganzen sicherlich noch einmal „eine neue Qualität”.

Willi Deneckes Dank galt allen, die sich für den Famo so vielfältig engagiert haben – sei es im Förderverein, im Ehrenamt, in der Verwaltung oder auch im Familien- und Freundeskreis. Oder, wie es Marian Heuser formulierte: „… die der Famo-Idee Tor, Tür und Herz geöffnet haben.” Und die Geldbörse.

Nach dem offiziellen Teil ging’s im Famo-Dorf bis in den Abend noch rund. Die kleine, von Vereinen mit Leben gefüllte Zeltstadt, gruppierte sich um die Bühne, auf der wechselnde Bands und Akteure für einen musikalisch abwechslungsreichen Nachmittag und Abend sorgten. Krönender Abschluss des ersten Tages: ein Auftritt von „Just Pink”.