In diesem umfassenden Programm ist die Begabtenförderung implizit erhalten. Da sich Begabungen jedoch nur begrenzt von alleine entwickeln und sich auch nicht immer automatisch in Leistung umsetzen, ist ihnen gerade in der Schule verstärkte Aufmerksamkeit zu schenken. Deshalb bildet die Begabtenförderung am Geschwister-Scholl-Gymnasium seit dem Schuljahr 1999/2000 einen besonderen Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit.

Maßnahmen der Hochbegabtenförderung für Over- und Underachiever, die divergente Schullaufbahnen ermöglichen, sind fest im Schulprogramm verankert:

  • Drehtürmodell (u.a. Doppeltes Sprachenlernen, Querdenkerprojekt)
  • Akzelerationsmaßnahmen (u.a. Überspringen einer Jahrgangsstufe, Sanftes Springen, Teilspringen),
  • Enrichmentangebote (u.a. Wettbewerbe, Sprachzertifikate, Arbeitsgemeinschaften),
  • Schülerakademie,
  • Schüler-Uni,
  • DFB-Stützpunktschule zur Begabtenförderung (DFB Junior-Coaches),
  • Lernpatenschaften für hochbegabte Schülerinnen und Schüler.

Das Kollegium ist gegenüber Fragen der Begabtenförderung aufgeschlossen und bildet sich durch Fortbildungen, Pädagogische Tage u. a. weiter auf diesem Gebiet fort. Besonderes Interesse gilt der Förderung einzelner begabter Schülerinnen und Schüler. Bereits in der Erprobungsstufe wird verstärkt darauf geachtet, durch binnendifferenzie- rende Methoden wie z.B. Wochenplanarbeit, freie Arbeit, Projektarbeit, offener Unterricht und aktiv entdeckendes Lernen die Schülerinnen und Schüler dazu anzuleiten, ihren Lernprozess zunehmend selbstständig zu planen und gestalten.

Das Drehtürmodell

Das Drehtürmodell ist ein Förderprogramm für begabte Schülerinnen und Schüler mit dem Ziel, ihr Interesse, ihre Kreativität und ihre Motivation durch eine flexible Unterrichtsorganisation zu unterstützen und unterschiedliche Begabungen zu entfalten.

Wie wird das Drehtürmodell an unserer Schule umgesetzt?

Wir bieten unseren Schülerinnen und Schülern drei Möglichkeiten des Drehtürmodells:

  1. Die betroffenen Schülerinnen und Schüler verlassen nach Absprache mit den Fachlehrkräften zu festgelegten Zeiten den regulären Unterricht, um selbstständig an einer Thematik zu arbeiten. Arbeitsziel, Ort und Dauer werden mit der Lehrkraft abgesprochen und der Arbeitsverlauf wird von den Schülerinnen und Schüler protokolliert.
  2. Schülerinnen und Schüler nutzen spezielle Förderangebote der Schule – z. B. das Querdenkerprojekt oder das doppelte Sprachenlernen.
  3. Schülerinnen und Schülern besuchen Unterrichtsstunden in mehreren Schulstufen. Die Schülerin bzw. der Schüler bleibt in der Stammklasse, kann aber in ausgewählten Stunden am Unterricht einer höheren Klasse teilnehmen oder, um gezielt Defizite aufzuarbeiten, den Unterricht einer tieferen Klasse besuchen.

In jedem Fall entsteht für einen begrenzten Zeitraum ein individueller Stundenplan, der sich an den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler orientiert.

Für die Zeit, in der die Schülerinnen und Schüler nicht am regulären Unterricht teilnehmen, treffen sie mit ihren Fachlehrerinnen und Fachlehrern verbindliche Absprachen, wie der versäumte Unterricht nachgeholt werden soll. Zudem können zusätzliche Leistungen eingefordert werden. Schülerinnen und Schüler, die an selbstständigen Projekten arbeiten, machen die Inhalte ihrer Arbeit auch für den Unterricht innerhalb der Stammklasse nutzbar.

Wann wird das Drehtürmodell eingesetzt?

Das Drehtürmodell, das Schülerinnen und Schülern selbstständiges Arbeiten ermöglicht, bewährt sich im Schulalltag hervorragend in der Begabtenförderung.

Darüber hinaus gestattet es auch im Vormittagsbereich konkrete und individuelle Fördermaßnahmen zur Verringerung von Lernschwierigkeiten - also zu Unterrichtszeiten, in denen die Lernenden oft noch aufnahmefähiger sind als im Nachmittagsbereich.

Besonders bewährt hat sich das Drehtürmodell für das sukzessive Springen, da die betroffenen Schülerinnen und Schüler vor dem Verlassen ihrer Stammklasse in Ruhe erproben können, ob für sie eine erfolgreiche Mitarbeit im Unterricht einer höheren Klasse möglich ist.

Doppeltes Sprachenlernen

Um sprachlich begabte Schülerinnen und Schüler besonders zu fördern, bietet das Geschwister-Scholl-Gymnasium abweichend von der regulären Sprachenfolge ab Klasse 6 die Möglichkeit, die Sprachen Französisch und Latein parallel zu erlernen.

Dabei nehmen die Schülerinnen und Schüler abwechselnd an den Unterrichtsstunden für Französisch und Latein teil. Den Stoff der Unterrichtsstunden, an denen sie dadurch nicht teilnehmen können, arbeiten sie selbstständig oder in Lernpartnerschaften mit anderen Schülerinnen und Schülern nach.

Die Schülerinnen und Schüler legen zu Beginn des doppelten Sprachenlernens ein versetzungsrelevantes Leitfach fest. Die parallel erlernte Sprache wird als zusätzliche Unterrichtsveranstaltung mit einer Abschlussnote auf den Halbjahreszeugnissen ausgewiesen.

Wenn in der Sekundarstufe I alle erforderlichen Leistungsnachweise erbracht und die Leistungen auf den Zeugnissen vermerkt worden sind, kann die parallel zum Leitfach erlernte Sprache in der Sekundarstufe II als fortgeführte Fremdsprache belegt werden.

Wird Latein bis zum Ende der Einführungsphase belegt und mindestens mit der Note “ausreichend” abgeschlossen, erwerben die Schülerinnen und Schüler zusätzlich zu den Französischkenntnissen das Latinum. Sollte Französisch nicht in der Sekundarstufe II fortgeführt werden, wird die am Ende der Sekundarstufe I erworbene Kompetenzstufe gemäß des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Fremdsprachen (GER) auf jedem Schulabgangszeugnis ausgewiesen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit das international anerkannte DELF-Zertifikat zu erwerben.

Das Drehtür-Projekt „Querdenker“

Das Drehtür-Projekt “Querdenker” richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Erprobungsstufe, die im Rahmen der Begabtenförderung eine fachliche Förderung außerhalb des Regelunterrichts erhalten sollen. Sie verlassen für zwei Schulstunden in der Woche den Unterricht und arbeiten in einer Kleingruppe mit maximal 6 Schülerinnen und Schülern an einem umfangreichen Projekt.

Während der Arbeit an ihrem Projekt erwerben die Kinder Strategien selbstgesteuerten Lernens, wie z. B. Strategien der Informationsverarbeitung, der Selbststeuerung und der Leistungsmotivierung. Die Schülerinnen und Schüler suchen sich ein Thema, das nach eigenen Interessen ausgewählt wird und das sie in besonderer Weise interessiert und fasziniert. Zu diesem Thema schreiben sie dann eine eigene Expertenarbeit und entwickeln eine Präsentation. Unterstützung erfahren sie dabei durch ausgebildete Lernpat(inn)en.

In den einzelnen Projektphasen erhalten die Schülerinnen und Schüler eine besondere Schulung in den Bereichen Themenfindung, Recherche, Schreiben und Textverarbeitung sowie Präsentationsformen und -strategien. Um die Präsentationskompetenz zu schulen und die Expertenarbeiten in besonderer Weise zu würdigen, werden die Präsentationen im Rahmen eines Querdenkertages am Schuljahresende Eltern, Lehrkräften, Freund(inn)en und Klassenkamerad(inn)en vorgestellt.

Ein Anschlussprojekt für die Klassen 7 bis 9 ist in Planung.

Akzelerationsmaßnahmen

Im Rahmen der individuellen Förderung ermutigen wir begabte Schülerinnen und Schüler, in ausgewählten Fächern am Unterricht einer höheren Klasse teilzunehmen.

Das Überspringen einer Jahrgangsstufe ist zu unterschiedlichen Zeitpunkten möglich. Wir fördern und integrieren Schülerinnen und Schüler, die z.B. die 4. Klasse der Grundschule übersprungen haben.

Das Überspringen einer Jahrgangsstufe wird im Rahmen des Drehtürmodells mit dem so genannten „Sanften Springen” oder Teilspringen vorbereitet. Die Schülerin bzw. der Schüler verlässt für bestimmte Stunden die Stammklasse und nimmt in einem Fach am Unterricht der höheren Klasse teil. Dadurch bietet sich die Möglichkeit, die Klasse, in die gesprungen werden soll, kennenzulernen.

Anschließend wird die Anzahl der Stunden in der höheren Klasse nach und nach erhöht und auf weitere Fächer ausgeweitet, damit die Schülerin oder der Schüler für sich entscheiden kann, ob sie oder er die mit dem Springen verbundenen Belastungen bewältigen will und auch dazu in der Lage ist. Nach einer Dauer von maximal 12 Wochen entscheiden die unterrichtenden Fachlehrkräfte über die endgültige Aufnahme in die neue Lerngruppe.

Enrichmentangebote

Das umfangreiche Arbeitsgemeinschaften-Programm ermöglicht eine Förderung nicht nur - aber auch - für besonders begabte Schülerinnen und Schüler. Angeboten werden u. a. Arbeitsgemeinschaften, die die Schülerinnen und Schüler auf Bundeswettbewerbe und Landeswettbewerbe vorbereiten: Bundeswettbewerb Fremdsprachen, Bundeswettbewerb Mathematik, Latein, Landeswettbewerb Bio-logisch, Internationale Biologie-Olympiade, Philosophie-Olympiade, Sport-Wettkämpfe u.a.

Wir bereiten sprachlich begabte Schülerinnen und Schüler in Arbeitsgemeinschaften und im Unterricht auf den Erwerb von Sprachzertifikaten, u. a. DELF (Französisch), CELI (Italienisch) oder CAE (Englisch), vor.

Darüber hinaus gibt es sowohl jahrgangsspezifische wie jahrgangsübergreifende Arbeitsgemeinschaften in den Bereichen Sport, Tanz, Kunst, Musik, Sprachen, Theater, Naturwissenschaften, Schach, Mathematik, Technik und Umweltschutz u.a. Zudem wird im AG-Bereich gezielt darauf geachtet, besonders begabte Schülerinnen und Schüler als Leiterinnen und Leiter oder Assistentinnen und Assistenten von Arbeitsgemeinschaften mit einzubeziehen.

Speziell die Angebote im Sport- und Tanzbereich, hier besonders das Tanz-Coaching und die Ausbildung von Sporthelferinnen und Sporthelfern - haben dazu beigetragen, das Selbstbewusstsein und -vertrauen von Schülerinnen zu stärken, darüber hinaus aber auch deren Durchhaltevermögen, Einsatzbereitschaft und Planungskompetenz zu fördern.

Dies wird auch durch die Ausbildung und den Einsatz von Schülerinnen und Schülern als Lernberaterinnen und Lernberater ermöglicht.

Gut angenommen werden auch die Austauschprogramme sowie die Beratungen für einen Auslandsaufenthalt. Neben der intellektuellen Herausforderung und der Förderung der fremdsprachlichen Kompetenz ist der Schulbesuch im Ausland ein weiterer entscheidender Schritt für die Persönlichkeitsentwicklung und wird von uns begleitet. Wir fördern auch die Teilnahme an Schülerakademien und den Besuch von Universitäten.

Darüber hinaus soll die Möglichkeit, im Rahmen des Drehtürmodells alleine oder in kleinen Gruppen an Projekten zu arbeiten, erweitert werden.

Begabte Schülerinnen und Schüler werden ermuntert, für einen begrenzten Zeitraum während der Unterrichtszeit an einem Projekt zu arbeiten und die Ergebnisse anschließend in den Unterricht einzubringen. Hierfür stehen uns einer Reihe außerunterrichtlicher Partner aus den Bereichen Wirtschaft, Kultur, Sport und Politik zur Verfügung.

Schülerakademien

Das Geschwister-Scholl-Gymnasium schlägt besonders begabte Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufen I und II für die Teilnahme an zweiwöchigen Schülerakademien vor, um ihnen Begegnungen mit anderen begabten Jugendlichen zu ermöglichen. Ihnen sollen Gelegenheiten gegeben werden, an außerunterrichtlichen Herausforderungen zu wachsen und durch die Beschäftigung mit anspruchsvollen außerschulischen Themenfeldern im Bereich ihrer Leistungsgrenzen zu arbeiten. Die Deutsche Schülerakademie beschreibt Inhalt und Konzeption der Akademien wie folgt:

  • Für die Teilnahme werden besonders befähigte und motivierte Jugendliche ausgewählt., Sie wohnen und arbeiten zweieinhalb Wochen gemeinsam in einer Internatsschule.

  • Die Teilnehmenden werden von Wissenschaftlern, Lehrern und anderen Experten aus Wissenschaft und Lehre in ein Themengebiet eingeführt und unterrichtet. Sie werden zu eigenständigem Handeln angeleitet und hinsichtlich ihrer Fähigkeiten und Interessen individuell gefördert.
  • Die Themen werden aus verschiedenen Disziplinen der Natur-, Geistes- und Gesellschaftswissenschaften und des musischen Bereichs zusammengestellt.
  • Die Begegnung mit anderen Begabungs- und Interessenrichtungen ermöglicht eine vielseitige Ausrichtung des Programms.
  • Das akademisch anspruchsvolle Programm wird mit zahlreichen kulturellen, musikalischen, sportlichen und sozialen Aktivitäten angereichert und ergänzt.

Durch die Arbeit in den Kursen können die Jugendlichen

  • bereits vorhandene Kenntnisse und Forschungsinteressen erweitern und vertiefen;
  • gänzlich neue Gebiete kennen lernen und sich eingehend in diese einarbeiten;
  • ihre Kompetenzen im selbstständigen Wissenserwerb und in der Verarbeitung und Verknüpfung von Wissen verbessern;
  • ihre persönlichen Neigungs- und Fähigkeitsschwerpunkte abklären, auch hinsichtlich ihrer Studienfach- und Berufswahl.

Die Teilnehmenden bilden während der Akademie eine Gemeinschaft mit ähnlich interessierten und motivierten Jugendlichen sowie den Kurs- und Akademieleitenden. Dadurch ergeben sich vielfach über die Akademie hinaus anhaltende Kontakte und Freundschaften. Zudem bietet der Austausch mit hoch qualifizierten Lehrkräften Vorbilder für die Ausrichtung von Arbeitshaltungen, Interessen, wissenschaftlichen Denkweisen u.v.m. (Quelle: https://www.deutsche-schuelerakademie.de)

Schüler-Uni

Die SchülerUni in Dortmund wird seit 2003 angeboten. Sie sieht vor, besonders begabten oder auch leistungsstarken Schülerinnen und Schülern den Zugang zu regulären universitären Veranstaltungen schon während der Schulzeit zu ermöglichen.

Die Schülerinnen und Schüler können an ausgewählten Vorlesungen und Übungen teilnehmen. Voraussetzung für die Teilnahme am Projekt ist die Zustimmung der Schule und eine positive Einstellung der Eltern sowie der Lehrerinnen und Lehrer.

Die Schülerinnen und Schüler beantragen bei der Schulleitung eine Freistellung vom jeweiligen Unterricht, den sie versäumen, während sie die Universitätsveranstaltung besuchen. Die Schulleitung beurlaubt die Jungstudierenden vom Unterricht.   Die SchülerUni Dortmund definiert das Ziel des Projektes „als individuelle Förderung und Motivation besonders begabter Schülerinnen und Schüler, frühe Orientierungshilfe zur Studienwahl und langfristig eine Verkürzung der Studienzeiten. Die Teilnahme an dem Projekt bietet den Schülerinnen und Schülern, die selbstständig, zielgerichtet und engagiert arbeiten können und wollen, eine stärkere Ausschöpfung ihrer Fähigkeiten und Interessen. Dabei beschränkt sich die Förderung nicht auf eine einmalige und kurzfristige Maßnahme, sondern kann sich über einen längeren Zeitraum erstrecken.“

Die Anerkennung von Veranstaltungen und Leistungsnachweisen wird vorgenommen, wenn sich die Schüler und Schülerinnen später offiziell an der Universität einschreiben.

Das Geschwister-Scholl-Gymnasium ermöglicht Schülerinnen und Schülern auf Antrag die Teilnahme an der SchülerUni. Ergänzend zu den Teilnahmemodalitäten, die die Universität Dortmund festlegt, werden weitere Verbindlichkeiten eingefordert.

Für uns als Geschwister-Scholl-Gymnasium ist es wichtig, die Motivation und die Leistungsbereitschaft der Schülerinnen und Schüler, die an der SchülerUni teilnehmen möchten, zu unterstützen, die Jungstudierenden zu begleiten und Lösungen für anfängliche Schwierigkeiten zu suchen.

Teilnahmemodalitäten der SchülerUni Dortmund 

  1. Über die Teilnahme von Schülerinnen und Schülern am Projekt entscheiden die Schule und die Technische Universität Dortmund. Die Schulleiterin bzw. der Schulleiter beurlaubt die Schülerin bzw. den Schüler vom Unterricht der Schule. Der Besuch der Veranstaltungen (ggf. auch der Übungen, Praktika usw.) an der TU Dortmund findet ersatzweise für den Unterricht in der Schule statt und ist eine Schulveranstaltung. In welchem Umfang schulischer Unterricht ausfallen darf, entscheidet die Schule.
  2. Die Schülerinnen und Schüler sind verpflichtet, die Universitätsveranstaltungen formal wie den Unterricht in der Schule zu handhaben, d.h. regelmäßig teilzunehmen, sich in der Schule krank zu melden und schriftliche Entschuldigungen einzureichen usw. Schülerinnen und Schüler sowie die Verantwortlichen der Schulaufsicht, Hochschule und Schule behalten sich vor, die Teilnahme zu beenden, wenn sich Misserfolge zeigen oder sich die schulischen Leistungen negativ verändern.
  3. Schülerinnen und Schüler sind verpflichtet, den ausfallenden Unterricht selbstständig nachzuarbeiten, Klausuren zu schreiben und, falls von der Schule gefordert, zusätzliche Leistungen, wie z.B. das Verfassen von Referaten und/oder sonstige Leistungen zu erbringen. Einzelheiten sind mit der Fachlehrerin bzw. mit dem Fachlehrer abzustimmen.
  4. Falls sich eine Verschlechterung schulischer Leistungen durch einen höheren Notendurchschnitt in den Zeugnissen und insbesondere im Abiturzeugnis zeigt, ist hierfür nicht die Schule verantwortlich. Die Verantwortlichkeit für die Teilnahme am Projekt mit allen sich daraus ergebenden Verpflichtungen und Risiken obliegt ausschließlich der Schülerin bzw. dem Schüler. Die Schülerin bzw. der Schüler ist verpflichtet, der Schule und der Technischen Universität Dortmund eine vorzeitige Beendigung der Teilnahme (d.h. vor Ende der Vorlesungszeit des jeweiligen Semesters) schriftlich mitzuteilen.

Ergänzende Teilnahmemodalitäten des Geschwister-Scholl-Gymnasiums

  1. Die beurlaubten Schülerinnen und Schüler arbeiten die versäumten Unterrichtsinhalte gewissenhaft nach.
  2. Die beurlaubten Schülerinnen und Schüler benennen je zwei Mitschülerinnen oder Mitschüler, die ihnen Auskunft über die versäumten Unterrichtsinhalte und die Hausaufgaben geben können. Der Fachlehrkraft kann sich an diese Schülerinnen und Schüler wenden und evtl. im Unterricht ausgeteiltes Arbeitsmaterial weiterleiten.
  3. Für die versäumten Unterrichtsstunden darf keine Leistungsbeurteilung in der „Sonstigen Mitarbeit“ erfolgen. Die Leistungsbewertung für die „Sonstige Mitarbeit“ ergibt sich aus den Stunden, in denen die beurlaubten Schülerinnen und Schüler anwesend sind und aus den Ersatzleistungen, die mit der Fachlehrkraft individuell abgesprochen werden können. Die beurlaubten Schülerinnen und Schüler sind in besonderem Maße aufgefordert, sich in den Stunden einzubringen, in denen sie anwesend sind. Sie sollen dort deutlich machen, dass sie die versäumten Unterrichtsinhalte nachgearbeitet haben und dem Unterricht weiter folgen können. Die beurlaubten Schülerinnen und Schüler treffen mit der zuständigen Fachlehrkraft, bei der sie den Unterricht versäumen, verbindliche individuelle Vereinbarungen zur Erbringung der Leistungen.
  4. Die beurlaubten Schüler/-innen vereinbaren im Abstand von 6 Wochen ein Beratungsgespräch mit der zuständigen Betreuungslehrkraft.

Anmerkung: Ähnliche Angebote sind auch an anderen Universitäten, u. a. an der Ruhr-Uni Bochum möglich.

DFB-Stützpunktschule zur Begabtenförderung

Seit dem Schuljahr 2012/2013 bietet das Geschwister-Scholl-Gymnasium als Partnerschule des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ein leistungsorientiertes Fördertraining im Bereich Fußball für Jungen und Mädchen an. Diese Talentförderung orientiert sich an den Grundsätzen des DFB-Stützpunkttrainings und wird durch die Qualifizierungsoffensive des DFB ermöglicht, die neben der Einrichtung von DFB-Stützpunkten auch die Talentförderung an Schulen vorsieht.

Ziel dieses Projektes ist es, talentierten Fußballerinnen und Fußballern eine zusätzliche Chance zum Stützpunkttraining zu geben, um sich in ihrer Sportart Fußball optimal entwickeln zu können. Ältere Schülerinnen und Schüler haben im Rahmen des Projekts „DFB-Junior-Coach“ die Möglichkeit, sich zum Jung-Trainer ausbilden zu lassen und können anschließend Schulmannschaften (mit-)betreuen, Fußball AGs, auch an Grundschulen, leiten oder in einem Fußballverein Trainertätigkeiten übernehmen.

In den jeweiligen Übungseinheiten, die von Lehrkräften mit Trainer-C-Lizenz (Leistungsfußball) geleitet werden, geht es um die größtenteils spielerische Schulung von technischen Fertigkeiten und taktischen Fähigkeiten nach Vorgaben des DFB. Dabei wird individuell an den technischen Fertigkeiten jeder einzelnen Schülerin und jedes einzelnen Schülers gearbeitet. Zudem werden individual-, gruppen- und mannschaftstaktische Fähigkeiten geschult.

Ob eine Schülerin oder Schüler für das Projekt „DFB-Partnerschulen“ geeignet ist, entscheiden die durchführenden Sportlehrkräfte. Der Sichtungstest umfasst die Überprüfung von koordinativen, technischen und spielerischen Fähigkeiten.

Lernpaten für Hochbegabte

Um hochbegabten Kindern und Jugendlichen ein optimales Lernumfeld zu bieten, stellen wir unseren Schülerinnen und Schülern bei Bedarf Lernpaten zur Seite, die sie bei der Verbesserung ihrer kommunikativen und sozialen Kompetenzen unterstützen und ihnen Möglichkeiten zur Selbstreflexion aufzeigen.

Die älteren Patenschülerinnen und -schüler werden vor Beginn der Patenschaften in drei Modulen ausbildet, die die Inhalte Kommunikation und Gesprächsregeln, Denkstrategien sowie Streitschlichtung umfassen. Im Anschluss an die Ausbildung übernehmen die Lernpatinnen und -paten die individuelle Betreuung der ihnen anvertrauten jüngeren Schülerinnen und Schüler.

Die Förderung durch die Lernpaten geschieht durch Gesprächs- und Informationsangebote. Dazu werden soziale und kommunikative Netzwerke aufgebaut, die unmittelbar im schulischen Alltag greifen. Die Lernpaten sind für die betreute Schülerin oder den betreuten Schüler immer ansprechbar und bieten Hilfestellungen und Möglichkeiten der Weiterentwicklung, z. B. zur Vertiefung der Kommunikationsfähigkeit, zur Orientierung im Schulsystem und zur Bewusstmachung von Interessen und Neigungen.

Dies erfolgt anhand einer konkreten Zielvereinbarung: Im Team werden gemeinsame Projekte erarbeitet oder die Teilnahme an Wettbewerben oder Akademien vorbereitet. Darüber hinaus informieren die Lernpatinnen und -paten individuell über Möglichkeiten der außerunterrichtlichen Förderung.